„Vorsichtsmaßnahme“

Nicht verletzt - aber wie geht es jetzt weiter? Werder-Sportchef Fritz spricht nach Olympia-Aus über den Plan mit Naby Keita

Noch ist die Zukunftsfrage von Naby Keita bei Werder Bremen nicht geklärt.
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Noch ist die Zukunftsfrage von Naby Keita bei Werder Bremen nicht geklärt.

Hat Naby Keita nach seinem Olympia-Aus noch eine Zukunft bei Werder Bremen? Clemens Fritz hat sich jetzt zur Thematik geäußert.

Bremen – Die Olympischen Spiele sind vorbei. Zumindest für Naby Keita. Der Profi des SV Werder Bremen ist am Dienstagabend mit der Nationalmannschaft Guineas nach der dritten Niederlage im dritten Gruppenspiel aus dem Fußballturnier im Zeichen der fünf Ringe ausgeschieden. Was die Frage aufwirft, wie es mit dem 29-Jährigen jetzt weitergeht. Der Mittelfeldakteur war an der Weser bekanntlich während der vergangenen Rückrunde für den Rest der Saison suspendiert worden, weil er seinerzeit die Mitfahrt zum Auswärtsspiel nach Leverkusen verweigert hatte. Eine Trennung von Spieler und Verein ist wahrscheinlich, die Großveranstaltung in Paris sollte auch dazu dienen, mögliche Interessenten anzulocken. Schließlich besitzt Keita noch einen Vertrag bis 2026 am Osterdeich. Doch bisher ist alles ruhig.

Werder Bremens Clemens Fritz über Naby Keita: „Er hat das Warmmachen zwar abgebrochen, aber das war eine Vorsichtsmaßnahme“

„Wir werden jetzt zeitnah gemeinsam besprechen, wie es weitergeht. Da ist noch keine finale Entscheidung getroffen“, erklärt Werder Bremens Sportchef Clemens Fritz auf Nachfrage der DeichStube. Besonders ärgerlich: Naby Keita hatte den finalen olympischen Auftritt seines Teams als Zuschauer erlebt, weil – mal wieder – der Körper nicht mitspielte. Schnell machte die Meldung von einer erneuten Blessur die Runde, doch Fritz gibt vorsichtig Entwarnung. „Die Rückmeldung vom Berater ist, dass Naby fit und nicht verletzt ist“, sagt der 43-Jährige. „Er hat das Warmmachen zwar abgebrochen, aber das war eine Vorsichtsmaßnahme, weil er sich muskulär nicht so gut gefühlt hat. Er wollte da nicht in eine Verletzung hineinspielen.“

Rein theoretisch könnte Naby Keita also bald wieder auf dem Trainingsgelände des SV Werder Bremen zu sehen sein. Aber auch bei der Bundesliga-Mannschaft? „Es ist unser Ziel, eine Lösung zu finden, mit der alle gut leben können. Ich kann nichts ausschließen, aber es ist vorbelastet. Das ist logisch“, hatte Chefcoach Ole Werner kürzlich vielsagend betont. Immerhin: Mittelfeldkollege Jens Stage hatte die Tür ins Team für Keita kürzlich wieder ein Stück geöffnet. „Wenn der Verein sagt, dass Naby natürlich zurückkommt, dann glaube ich, dass die Kabine bereit für Naby ist“, meinte der Däne. „Wenn er hier weiter bei uns spielen möchte, dann müssen wir uns als Gruppe zusammensetzen.“ Eine Rückkehr gilt dennoch als sehr unwahrscheinlich. (mbü)

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