Agu soll nicht zum Einsatz kommen

Woche der Entscheidung: Werder-Profi Agu reist zum Nationalteam Nigerias – was wird aus der Ausstiegsklausel?

Spannende Zeit für Felix Agu: Der Rechtsverteidiger reist zur Nationalmannschaft Nigerias und könnte Werder Bremen dank einer Ausstiegsklausel bald verlassen. Doch will er das überhaupt? So ist der Stand.

Bremen – Es war eine Nebenrolle, nicht mehr, die Felix Agu am Freitagabend unweit der Nordsee bekleidete. Das letzte Testspiel vor der Sommerpause seines SV Werder Bremen beim fünftklassigen OSC Bremerhaven sah sich der 25-Jährige entspannt als Zuschauer an. So wie es mit Cheftrainer Ole Werner zuvor vereinbart worden war. Agus bevorstehende Reise sollte durch nichts mehr gefährdet werden.

Felix Agu könnte Werder Bremen dank einer Ausstiegsklausel noch im Mai verlassen.

Ausstiegsklausel von Werder Bremens Felix Agu läuft nach DeichStube-Infos am 31. Mai aus

In London wird der Werder-Profi in dieser Woche erstmals zum nigerianischen Nationalteam stoßen, was fraglos einen Meilenstein in seiner Karriere markiert. Die „Super Eagles“ um Trainer Eric Chelle zählen neben Jamaika, Ghana sowie Trinidad & Tobago zum Teilnehmerfeld des sogenannten „Unity Cups“ und absolvieren rund um die Spiele ein Trainingscamp in der englischen Hauptstadt. „Dass Felix zur Nationalmannschaft fährt, ist eine schöne Anerkennung für seine Leistung“, betont Werder Bremens Sportchef Clemens Fritz gegenüber der DeichStube. Obwohl laut nigerianischem Fußballverband inzwischen die entsprechende Spielerlaubnis vorliegt, sei geplant, dass Felix Agu in London noch nicht zum Einsatz kommt, erklärt Fritz, sprich das Halbfinale gegen Ghana (Mittwoch, 28. Mai) sowie ein mögliches Finale oder Spiel um Platz drei (Samstag, 31. Mai) neben dem Platz erlebt. Möglich also, dass die Reise für den Bremer am Ende unter „erstes Kennenlernen“ verbucht wird. Klar ist: Nach ihrem Abschluss werden Agu und Werder in Sachen gemeinsame Zukunftsplanung einen Schritt weiter sein.

Die Ausstiegsklausel in Agus bis 2027 laufendem Vertrag, die es ihm erlaubt, Werder Bremen im Sommer für eine festgeschriebene Ablösesumme zu verlassen, läuft nach Informationen der DeichStube am 31. Mai aus. Für etwa acht bis zehn Millionen Euro, so heißt es, kann der Flügelspieler bis zu diesem Stichtag wechseln. Nach derzeitigem Stand sieht es nicht danach aus, dass es dazu kommt. Zwar sollen inzwischen einige Angebote bei Felix Agu eingegangen sein, die Tendenz des Spielers geht aber in Richtung Verbleib. Was sich im Laufe des Sommers natürlich noch ändern kann. Nach Ablauf der Klausel müsste die Ablösesumme dann nur frei verhandelt werden. Nach Informationen der DeichStube haben sich Clubs aus England und auch aus der Bundesliga bereits nach Agu erkundigt.

Werder Bremens Ole Werner lobt Agu: „Felix hat sich gut entwickelt und eine bärenstarke Saison gespielt“

Unverkäuflich ist bei Werder Bremen bekanntlich kein Spieler, und dennoch zählt Felix Agu zu den Profis, auf die der Verein für die Zukunft baut. „Er ist bei uns für die kommende Saison fest eingeplant“, betont Fußballchef Fritz. Chefcoach Ole Werner hatte nach dem Testspiel in Bremerhaven erklärt: „Felix hat sich gut entwickelt und eine bärenstarke Saison gespielt. Nach einer kleinen Verletzungspause ist er stark zurückgekommen und war für uns ein ganz wichtiger Teil im Schlussspurt, weil er in einer Top-Verfassung war.“

Derrick Köhn kam am gebürtigen Osnabrücker nicht mehr vorbei, Olivier Deman war bereits vor der Saison nach Belgien verliehen worden, sodass Felix Agu aktuell die erste Option auf dem linken Flügel bei Werder Bremen ist und mit einem gewissen Vorsprung in die Serie 2025/26 starten dürfte. Nicht ausgeschlossen, dass ihm das Debüt im Kreise der nigerianischen Nationalmannschaft weiteren Auftrieb verleiht. „Alle Erfahrungen, die Spieler in ihrer Karriere machen können, die über den Vereinsfußball hinausgehen, sind tolle Erlebnisse“, sagte Werner. (dco/mwi)

Rubriklistenbild: © gumzmedia

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