Kothaufen mit HSV-Logo
Jubel-Eklat mit Folgen? DFB ermittelt gegen Werder-Angreiferin Medina Desic
Nach Jubel-Eklat im Nordderby gegen den Hamburger SV: Kothaufen-Plakat könnte für Werder Bremens Angreiferin Medina Desic Konsequenzen haben.
Update vom 17. Oktober 2025 (15 Uhr): Hat der umstrittene Jubel von Medina Desic doch noch ein Nachspiel? Der DFB-Kontrollausschluss hat offizielle Ermittlungen gegen die Angreiferin des SV Werder Bremen aufgenommen, das berichtet die „Hamburger Morgenpost“. Desic hatte nach dem 2:0-Sieg im Nordderby gegen den Hamburger SV ein Plakat, das sie von einem Fan erhalten hatte und in dem das HSV-Logo in einem Kothaufen abgebildet war, hochgehalten. Nach Kritik und sogar Hass-Nachrichten bat die 32-Jährige zwar öffentlich auf ihrem Instagram-Account um Entschuldigung, nun könnte die Aktion aber trotzdem sportrechtliche Folgen haben. (tos)
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Nach Jubel-Eklat gegen HSV: Medina Desic und Werder Bremen reagieren auf Kritik
Bremen – Sie wollten die ganz große Bühne haben. Und die bekamen sie auch: Das 2:0 der Werder-Frauen im Nordderby gegen den Hamburger SV verfolgten nicht nur 37.000 Zuschauer live im Bremer Weserstadion, sondern auch zahlreiche Fans im Fernsehen. So dauerte es auch nicht lange, bis ein Foto von Medina Desic, das während der Ehrenrunde nach dem Spiel aufgenommen wurde, durchs Internet geisterte. Sogar reichweitenstarke internationale Social-Media-Accounts verbreiteten es. Das Problem: Die Angreiferin des SV Werder Bremen hielt dabei ein Schild hoch, auf dem das HSV-Logo in einem Kothaufen zu sehen ist – ein Eklat, auf den die Grün-Weißen und Desic am Montagnachmittag reagierten.
Kothaufen mit HSV-Logo: Werder Bremens Medina Desic entschuldigt sich für Eklat beim Nordderby gegen den Hamburger SV
„Beim Derby habe ich aus dem Moment der Euphorie heraus ein Schild eines Fans hochgehalten, das daneben war“, zeigt Medina Desic in einem Statement auf ihrem Instagram-Account Reue: „Ich wollte niemanden beleidigen oder provozieren, da sind einfach die Emotionen mit mir durchgegangen. Tut mir leid an alle, die sich dadurch angegriffen gefühlt haben. Wer mich kennt, weiß, was für ein Mensch ich bin und dass ich niemandem etwas Böses will.“ Im Anschluss war auf Social Media eifrig diskutiert worden, ob das Zeigen eines solchen Schilds zum normalen Derby-Charakter dazugehört oder die 32-jährige Stürmerin des SV Werder Bremen damit zu weit gegangen war. Sie selbst formuliert es im Nachgang so: „Eine gewisse Rivalität gehört zum Fußball dazu, aber genauso wichtig sind dabei Respekt und Professionalität.“
Der SV Werder Bremen bedankte sich in einem eigenen Statement daraufhin für die Entschuldigung und kritisierte im gleichen Atemzug einen Teil der Reaktionen, die nach der Verbreitung des Bildes gefolgt waren: „Gleichwohl verurteilen wir Hasskommentare und Drohungen, die Medina erreicht haben, stellen uns hier klar vor unsere Spielerin und behalten uns weitere Schritte vor.“ Das Highlight-Spiel vor Bremer Rekordkulisse bekommt im Nachhinein so noch einen faden Beigeschmack, am positiven Gesamteindruck auf der großen Bühne wird aber auch das nichts ändern können... (tos)
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