Werder-Transfer-News
Werder-Frauen vor Umbruch: Leistungsträgerinnen „heiß begehrt“ – Ulbrich-Rückkehr nach Bremen?
Den Frauen des SV Werder Bremen steht im Sommer ein Kader-Umbruch bevor, Leistungsträgerinnen wie Sophie Weidauer und Livia Peng sind „heiß begehrt“.
Bremen – Nicht nur der Männer-Mannschaft des SV Werder Bremen steht ein heißer Transfer-Sommer bevor, auch bei den Werder-Frauen wird einiges passieren. Das hat Leiterin Frauenfußball Birte Brüggemann im Gespräch mit der DeichStube verraten. Dabei müssen die Grün-Weißen um den Abgang einiger Leistungsträgerinnen fürchten. Auch bei der an den FC Bayern München ausgeliehenen Michelle Ulbrich steht bald eine Zukunfts-Entscheidung an.
Werder Bremen erwartet Umbruch im Frauen-Kader - FC Bayern hat Kaufoption für Michelle Ulbrich
„Die Tür ist aus Werder-Sicht nicht ganz zu. Wie weit sie offen ist, wird sich zeigen“, erklärt Brüggemann und betont: „Sowohl die Bayern als auch wir sind mit ihr im Austausch. Bis zum Pokalfinale am 1. Mai wollen wir aber Klarheit haben.“ Im Münchener Star-Ensemble kommt Michelle Ulbrich bisher eher sporadisch zum Einsatz, lediglich beim Final-Einzug gegen die TSG Hoffenheim stand sie in der Startelf. Laut Werder Bremens Frauen-Chefin fühle sich die 28-Jährige beim FCB trotzdem „sehr wohl“. Bezüglich Ulbrichs Zukunft liegt der Ball aber beim FC Bayern, der sich im Zuge des Leih-Transfers eine Kaufoption gesichert hat.
Doch auch über die Ulbrich-Thematik hinaus wartet einiges an Arbeit auf Birte Brüggemann und Co. in den kommenden Wochen und Monaten. „Es wird im Sommer einen Umbruch geben“, erklärt die 54-Jährige. In Hektik gerät beim SV Werder Bremen diesbezüglich aber niemand, da nach fast jeder Saison viel Veränderung anstehe. „So ein Umbruch kann ja auch total positiv sein, weil man immer wieder als Verein eine Chance hat, sich neu aufzustellen.“ Zudem räume sich Werder aufgrund der positiven Entwicklung sowie Größe des Vereins weiterhin gute Chancen im Werben um begehrte Spielerinnen ein. Verstärkung suchen die Bremerinnen vor allem in der Abwehrreihe. Sollte auch die eine oder andere Leistungsträgerin den Verein verlassen, müsse man natürlich reagieren und auch in einer höheren Kategorie suchen, betont die Ex-Fußballerin.
Transfer im Sommer? Werder-Frauen könnte Abgang von Sophie Weidauer drohen - Tuana Mahmoud ohne Ausstiegsklausel
Dass dieses Szenario eintritt, scheint alles andere als unwahrscheinlich. An dem Gerücht, dass Tuana Mahmoud in konkreten Gesprächen mit dem VfL Wolfsburg sei, ist nach DeichStube-Informationen zwar nichts dran, dennoch ist ein Wechsel der deutschen U23-Nationalspielerin nicht ausgeschlossen. Der 22-jährige Shootingstar besitzt aber zumindest keine Ausstiegsklausel, weshalb Werder Bremen das Heft des Handelns in der eigenen Hand hält.
Anders sieht das bei Sophie Weidauer aus, deren Vertrag im kommenden Sommer ausläuft. „Es ist kein Geheimnis, dass sie total begehrt ist. Es kann durchaus sein, dass sie uns am Ende der Saison verlässt“, verrät Werders Frauen-Chefin. Die 23-Jährige besticht Woche für Woche mit starken Leistungen, war mit ihrem Doppelpack im Pokal-Halbfinale gegen den HSV (3:1 n.V.) einer der Garanten für den Sieg. Und auch in der U23-Nationalmannschaft hat sie mit sechs Treffern in sechs Einsätzen für Aufsehen gesorgt. Über ihre Zukunft sagte Weidauer Anfang des Jahres im DeichStube-Interview: „Ich bin offen für alles.“
Werder Bremens Torfrau Livia Peng ist „heiß begehrt“ - Neue Frauen-Trainerin Friederike Kromp schon in Kader-Planung involviert
Ähnlich „heiß begehrt“ ist auch Tor-Frau Livia Peng, verrät Birte Brüggemann. Die Schweizerin zählt seit ihrem Wechsel im Sommer 2023 zu den besten Torhüterinnen der Bundesliga. „Sie hat im Sommer eine Heim-EM vor sich, und dann muss man schauen, was man macht.“ Nach DeichStube-Informationen würde zumindest kein ablösefreier Wechsel drohen, denn Pengs Vertrag läuft erst im Sommer 2026 aus.
Werder Bremens kommende Trainerin Friederike „Fritzy“ Kromp ist in der Kader-Planung für die neue Saison in Teilen ebenfalls schon involviert. „Sie hat mit einigen Spielerinnen sowie Staffkandidatinnen Kontakt.“ Trotzdem liegt die Priorität der 40-Jährigen aktuell noch bei Eintracht Frankfurt, betont Birte Brüggemann: „Während sie weiterhin Vollgas für Frankfurt gibt, sind wir aber trotzdem täglich im Austausch und teilen uns entsprechende Aufgaben.“ (fwa)