Werder-Coach äußert sich

Duarte-Trennung und Hoepner-Rolle: Thioune erklärt die Veränderungen in Werders Trainerteam

Daniel Thioune, Chefcoach des SV Werder Bremen, äußert sich zur Trennung von Co-Trainer Raphael Duarte - und der Rolle von Jan Hoepner!

Es war ein Thema, das unter der Woche für eine gewisse Aufmerksamkeit und Verwunderung sorgte. Obwohl der SV Werder Bremen in Person von Sportchef Clemens Fritz erst vor etwas mehr als zwei Wochen nach der Entlassung von Cheftrainer Horst Steffen betont hatte, dass dessen langjähriger Weggefährte und Co-Trainer Raphael Duarte unbedingt an der Weser bleiben solle, folgte am Dienstag die beiderseitige, einvernehmliche Freistellung. Wie im Anschluss zu hören war, erfolgte diese insbesondere deshalb, weil sich Duartes Rolle unter dem neuen Cheftrainer Daniel Thioune deutlich veränderte. Am Freitagvormittag bezog Thioune auf der Pressekonferenz vor dem wichtigen Auswärtsspiel beim FC St. Pauli (Sonntag, 17.30 Uhr/DeichStube-Liveticker) Stellung zur Trennung von Duarte, der bei Werder weiterhin bis 2028 unter Vertrag steht.

Neu-Coach Daniel Thioune (mitte) brachte Jan Hoepner (links) als Co-Trainer mit zum SV Werder Bremen, Raphael Duarte (zweiter von links) ist seit Dienstag freigestellt - auch Christian Groß (vorne rechts) und Athletikcoach Günther Stoxreiter (rechts) gehören dem Trainerteam an.

Werder Bremens Chefcoach Daniel Thioune über Ex-Co-Trainer Raphael Duarte: „Er ist ein riesiges Trainertalent“

„In der Vergangenheit war es so, dass Raphael sehr viele Inhalte übernommen hat, was auch sehr gutgetan hat“, sagte der 51-Jährige und schob hinterher: „Seine Rolle auf dem Platz und in der Zusammenarbeit mit der Mannschaft hat sich jetzt ein Stück weit verändert, da ich ein sehr aktiver Trainer bin.“ Im Gegensatz zu Horst Steffen, der zwar ebenfalls in Trainingseinheiten eingriff, sich die von Raphael Duarte angeleiteten Übungen jedoch häufiger anschaute und analysierte, tritt Daniel Thioune während der Einheiten sehr kommunikativ auf und übernimmt viele Erklärungen selbst. „Es fehlte ihm jetzt ein Stück weit der Platz, um zu wirken“, machte der Übungsleiter des SV Werder Bremen mit Blick auf Duarte deutlich. An dessen grundsätzlichen Qualitäten lässt Thioune aber keinen Zweifel: „Er ist ein riesiges Trainertalent und im Trainerteam mit Horst Steffen organisch gewachsen.“

Das war in der neuen Konstellation nun offensichtlich so nicht mehr möglich. Als weiteren Grund nannte Daniel Thioune auch Jan Hoepner, den er zu Amtsbeginn als zusätzlichen Co-Trainer mitbrachte. Beide arbeiteten zuvor bereits dreieinhalb Jahre bei Fortuna Düsseldorf zusammen, die erste Begegnung liegt jedoch bereits deutlich länger zurück. „Ich durfte ihn vor elf Jahren kennenlernen, als wir gemeinsam die Ausbildung zum Fußballlehrer absolviert haben. Da habe ich ihn als sehr fachlich kompetent wahrgenommen“, so der Chefcoach des SV Werder Bremen.

2016 erhielten beide gemeinsam die UEFA-Pro-Lizenz – zusammen mit Kandidaten wie Julian Nagelsmann, Alexander Blessin oder auch Alexander Nouri, dem früheren Trainer des SV Werder Bremen. Während Daniel Thioune kurze Zeit später das Profiteam des VfL Osnabrück übernahm, coachte Jan Hoepner über viele Jahre die U17 von Bayer 04 Leverkusen. Abgerissen ist der Kontakt jedoch nie. Neben seinen inhaltlichen Kompetenzen schätzt Thioune an seinem Assistenten besonders dessen soziale Fähigkeiten. „Er kann Menschen zusammenbringen. Dazu ist er vom Naturell Rheinländer, was im kühlen Norden vielleicht auch noch etwas hilft“, sagte Thioune mit einem Schmunzeln.

Werder Bremens Daniel Thioune über Raphael Duarte: „Es waren gute Gespräche, weshalb wir alle auch im Guten auseinandergegangen sind“

Hinzu kommt, dass durch die gemeinsame Vergangenheit die Rollenverteilung zwischen beiden klar geregelt ist, wie der Coach des SV Werder Bremen betonte: „Wir arbeiten in Themenbereichen wie dem technischen und visuellen Videobereich sehr eng miteinander. Bei der Taktik tausche ich mich mit dem Trainerteam aus, aber sie obliegt am Ende allein mir. Da weiß jeder auch seinen Raum zu respektieren.“

Da zudem mit Christian Groß ein weiterer Co-Trainer zur Verfügung steht, blieb letztlich kein Platz mehr für den zuvor so umtriebigen Raphael Duarte. Einen Ersatz wollen die Bremer vorerst nicht verpflichten. Mit Duarte selbst sei der Abschied dennoch sehr respektvoll verlaufen, stellte Daniel Thioune abschließend klar: „Es waren gute Gespräche, weshalb wir alle auch im Guten auseinandergegangen sind.“ (bvo)

Rubriklistenbild: © gumzmedia

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Die 15 schönsten Badeseen in Niedersachsen – Urlaubsfeeling garantiert!

Die 15 schönsten Badeseen in Niedersachsen – Urlaubsfeeling garantiert!

13 Kräuter für Sonne und (Halb-)Schatten

13 Kräuter für Sonne und (Halb-)Schatten

Himmelsspektakel mit Vanillekipferl

Himmelsspektakel mit Vanillekipferl

Das sind die 12 größten Unternehmen aus Bayern

Das sind die 12 größten Unternehmen aus Bayern

Kommentare