Trainer-Beben bei Werder
Fritzy Kromp und Cedric Makiadi keine Kandidaten: Werder will externen Trainer holen
Wer folgt beim SV Werder Bremen auf den entlassenen Horst Steffen? Sportchef Clemens Fritz verrät: Es wird ein externer Trainer gesucht!
Update vom 1. Februar 2026 (16.30 Uhr): Favoriten stehen intern fest, Vollzug bestenfalls schon zu Wochenbeginn - so läuft die Trainersuche beim SV Werder Bremen!
Am Ende wog die sportliche Talfahrt zu schwer: Horst Steffen ist nicht länger Trainer des SV Werder Bremen. Nach einer Krisensitzung in der Nacht zu Sonntag ist die Entscheidung gegen den 56-Jährigen gefallen, der am frühen Sonntagmorgen vor dem Spielersatztraining von seiner Entlassung in Kenntnis gesetzt wurde und sich daraufhin von der Mannschaft verabschiedete. „Wir haben die aktuelle sportliche Situation bewertet und sind letztlich zu dem Schluss gekommen, dass wir einen neuen Impuls brauchen“, sagte Sportchef Clemens Fritz am Sonntagvormittag in einer kurzfristig einberufenen Pressekonferenz. Nach Werders enttäuschendem 1:1 gegen Borussia Mönchengladbach, das das zehnte sieglose Spiel in Serie markierte, sei der Glaube daran, dass mit Steffen die Wende gelingen kann, nicht mehr da gewesen. „Jetzt geht es darum, schnellstmöglich einen neuen Trainer zu präsentieren“, sagte Fritz. Vier Namen können dabei bereits von der Liste gestrichen werden.
Werder Bremens Clemens Fritz über Nachfolger von Horst Steffen: „Unser Ziel ist es ganz klar, eine externe Lösung zu finden“
So erklärte der Sportchef des SV Werder Bremen, dass es zwar möglich sei, dass das eingesetzte Interimsduo Raphael Duarte und Christian Groß die Mannschaft auch während des anstehenden Auswärtsspiels beim SC Freiburg (Samstag, 15.30 Uhr/DeichStube-Liveticker) betreut. Eine Dauerlösung soll das Gespann aber nicht darstellen. „Unser Ziel ist es ganz klar, eine externe Lösung zu finden“, betonte Fritz. Bedeutet: Auch U19-Trainer Cedric Makiadi sowie Frauen-Trainerin Fritzy Kromp zählen nicht zum Kreis der Kandidaten. Der wiederum ist laut Clemens Fritz nicht mehr besonders groß, sondern bereits eingeengt: „Wir haben das eng definiert. Es ist nicht so, dass wir uns noch mit zehn Kandidaten beschäftigen.“ Varianten seien laut Fritz allerdings mehrere denkbar – sowohl eine kurzfristige Retter-Lösung bis zum Sommer als auch eine Dauerlösung darüber hinaus, sowohl ein derzeit vertragsloser Trainer als auch der Fall, dass Werder eine Ablösesumme investiert. Was angesichts der geringen wirtschaftlichen Möglichkeiten der Bremer allerdings nicht der favorisierte Weg sein dürfte.
Das Ziel und die Anforderung des SV Werder Bremen an den neuen Mann ist dabei klar formuliert. „Entscheidend ist, dass wir die Klasse halten. Das hat absolute Priorität“, sagte Clemens Fritz. Entsprechend großes Gewicht wird diesem Punkt bei der Trainersuche beigemessen. Angesichts von 19 Zählern und Tabellenplatz 15 stellen sich die Bremer auf Abstiegskampf bis zum letzten Spieltag ein – und suchen dafür den richtigen Trainer. (dco)
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