Elfmeter und starke Paraden
Heins historischer Hechtsprung: Werder-Keeper glänzt in Köln
Karl Hein hat erstmals seit langer Zeit wieder einen Elfmeter gegen Werder Bremen gehalten. Hinterher gibt es reichlich lobende Worte für den Keeper.
Karl Hein klang nüchtern, angesichts der Tatsache, was ihm zuvor während des Auswärtsspiels beim 1. FC Köln (1:1) gelungen war, sogar sehr nüchtern. Viel Aufhebens um seine eigene Person ist eben nicht die Sache des 24-jährigen Torhüters des SV Werder Bremen, der beim Punktgewinn im Rheinland einer der besten seines Teams gewesen war und seine starke Form bestätigt hatte. „Ich versuche immer, der Mannschaft zu helfen“, hielt Hein unaufgeregt gegenüber der vereinseigenen Medienabteilung fest, „und das ist mir heute gelungen“. War es. Mit mehreren starken Paraden, von denen eine sogar historischen Charakter hatte.
Karl Hein pariert in Köln einen Elfmeter – und bekommt bei Werder Bremen reichlich Lob für seine Leistung
Gegen Kölns Stürmer Thijs Dallinga parierte der Schlussmann des SV Werder Bremen in der Anfangsphase einen gar nicht mal schlecht geschossenen Handelfmeter (8.) und sorgte damit für einen Moment, den es bei den Bremern schon lange nicht mehr gegeben hatte. Der letzte Werder-Keeper, der einen Strafstoß abwehren konnte, hieß vor Karl Hein Jiri Pavlenka, der einst Sieger gegen Bayern Münchens Eric Choupo-Moting blieb – im November 2022, wohlgemerkt. Vor einer fußballerischen Ewigkeit.
„Karl war durch die Szene schon früh im Spiel ein Faktor“, lobte Werder Bremens Cheftrainer Daniel Thioune, der sich auch im weiteren Verlauf mehr als einverstanden mit der Vorstellung des Esten zeigte. „Es war mehrfach zu sehen, welch Stabilität er hat.“ So rettete Karl Hein später noch mehrfach, allen voran in der 63. Minute, als er einen Distanzschuss von Kölns Mikey Moore spektakulär abwehrte.
Großes Lob für Karl Hein bei Werder Bremen: Gehaltener Elfmeter und starke Paraden in Köln
„Karl hat in der vergangenen Saison schon unter Beweis gestellt, dass er ein guter Torhüter ist“, erinnerte Sportchef Clemens Fritz an Heins zwei Partien in der Serie 2025/26, als der Keeper den verletzten Mio Backhaus vertreten hatte – und zwar derart überzeugend, dass es im Anschluss intern Stimmen gab, die Karl Hein gerne weiter im Tor gesehen hätten. Backhaus kehrte allerdings zurück. Erst seit dessen Abgang ist Hein die Nummer eins des SV Werder Bremen. Ein Status, den er mit Auftritten wie in Köln unterstreicht. „Er ist ein sicherer Rückhalt, der uns guttut“, betonte Clemens Fritz. (dco)
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