Werder-Profi weiter angeschlagen
Anhaltende Hüftprobleme: Operation nötig? So steht es um Werder-Verteidiger Stark
Niklas Stark plagen seit Monaten anhaltende Hüftprobleme - droht dem Verteidiger des SV Werder Bremen sogar eine Operation? So ist der Stand!
Als der SV Werder Bremen am Mittwochvormittag in die Vorbereitung auf das Heimspiel gegen den 1. FSV Mainz 05 (Sonntag, 15.30 Uhr/DeichStube-Liveticker) startete, war Niklas Stark nicht mit von der Partie. Eine wirklich große Überraschung war das nicht, schließlich setzt der Innenverteidiger aufgrund seiner hartnäckigen Hüftprobleme bereits seit Monaten regelmäßig mit dem Mannschaftstraining aus und arbeitet stattdessen individuell an seiner Fitness. Beim 4:1-Auswärtssieg am vergangenen Sonntag gegen den 1. FC Union Berlin blieb der gebürtige Franke in der Halbzeitpause in der Kabine – zum einen, weil er bereits mit einer Gelben Karte vorbelastet war, zum anderen als Sicherheitsmaßnahme, damit der 30-Jährige körperlich weiterhin alles überstehen kann.
Werder Bremens Clemens Fritz: „Wir müssen bei Niklas Stark auf die Belastungssteuerung achten“
„Wir müssen bei Niklas auf die Belastungssteuerung achten“, sagt Werders Sportchef Clemens Fritz gegenüber der DeichStube. Ein weiterer langfristiger Ausfall soll tunlichst vermieden werden, weshalb aktuell nur das Modell infrage kommt, Niklas Stark für die Wochenenden spielfit zu bekommen. „Wenn er auf dem Platz steht, hat er für uns einen absoluten Mehrwert“, betont Fritz. Und das, obwohl der Innenverteidiger des SV Werder Bremen bei der Partie in der Hauptstadt in der ersten Hälfte einen Strafstoß verschuldete, nachdem er Gegenspieler Ilyas Ansah nach einem intensiven Zweikampf vor dem Sechzehner etwas zu spät losließ und ihn schließlich im Strafraum zu Fall brachte. Es war bereits der neunte verursachte Strafstoß in Starks langer Bundesliga-Karriere, womit er gemeinsam mit Dayot Upamecano vom FC Bayern München unter den aktiven Bundesliga-Profis die meisten Elfmeter verschuldete.
Werder Bremens Clemens Fritz über Niklas Stark: „Eine Operation ist bei ihm nicht vorgesehen“
Am großen Stellenwert innerhalb der Mannschaft ändert das für Niklas Stark jedoch nichts. Der zweimalige deutsche Nationalspieler ist einer der Führungsspieler im Kader und geht mit seiner Erfahrung sowohl intern als auch auf dem Platz voran. Auch die aktuelle Phase, in der er sich trotz nicht vollständig verheilter Schmerzen auf den Platz begibt, rechnet man ihm bei Werder Bremen hoch an. „Es spricht für seinen Charakter, dass er sich trotz seiner Probleme in den Dienst der Mannschaft stellt“, macht Clemens Fritz deutlich.
Bleibt die Frage, wie lange diese Herangehensweise noch gut geht – oder ob Stark im Sommer möglicherweise sogar eine größere Operation droht, falls sich die Hüftprobleme bis dahin nicht bessern. „Eine Operation ist bei ihm nicht vorgesehen“, betont der Geschäftsführer Fußball des SV Werder Bremen. Die Sommerpause dürfte der Hüfte dennoch guttun. Bis dahin heißt es für Niklas Stark allerdings weiterhin: Unter der Woche die Belastung steuern, um am Wochenende alles für den Klassenerhalt zu geben. (bvo)
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