Werder in der Krise
„Wir beschönigen unsere Lage nicht“: Sportchef Fritz über aktuelle Werder-Situation und richtungsweisendes Augsburg-Spiel
Der SV Werder Bremen steckt in einer Krise - vor dem letzten Bundesliga-Spiel des Jahres beim FC Augsburg beschönigt Sportchef Clemens Fritz die Lage nicht!
Bremen – Es gab definitiv schon fröhlichere Stimmungen rund um den SV Werder Bremen vor einem letzten Spiel des Jahres kurz vor Weihnachten. Die jüngsten Auftritte und Niederlagen im Nordderby (2:3) sowie vor eigenem Publikum gegen den VfB Stuttgart (0:4) haben im Umfeld des Vereins doch merklich aufs Gemüt geschlagen. Während nach einem zwar auch leistungstechnisch nicht berauschenden, aber eben punktetechnisch erfolgreichen Herbst sogar zwischenzeitlich der Blick in der Tabelle deutlich eher nach oben ging, steht Werder vor dem 15. Spieltag am kommenden Wochenende beim FC Augsburg mittlerweile nur noch fünf Zähler vor dem Relegationsplatz. Für große Unruhe oder Sorgen ist bei den Grün-Weißen dennoch kein Platz, auch wenn Werders Geschäftsführer Fußball Clemens Fritz gegenüber der DeichStube betont: „Wir beschönigen unsere aktuelle Lage nicht, sondern gehen sehr selbstkritisch mit der Situation um.“
Werder Bremens Clemens Fritz: „Wir müssen uns steigern und unser Leistungsmaximum abrufen, um in der Bundesliga erfolgreich zu sein“
Die Aufarbeitung der vergangenen Wochen passiert allerdings „ohne dabei hektisch zu werden“, wie Clemens Fritz klarstellt. Der Sportchef des SV Werder Bremen betont in solchen Phasen gerne die bereits bekannte „Grauzone“, in der die Grün-Weißen denken müssen. Was bedeutet: Sowohl im Erfolgsfall als auch in einer negativen Phase gilt es intern, nicht den Kopf zu verlieren. Dennoch ist klar: „In den vergangenen Wochen haben wir nicht die Resultate erreicht, die wir uns vorgestellt hatten und die durchaus erreichbar gewesen wären“, so Fritz. Aus den vergangenen vier Partien holten die Bremer lediglich einen Zähler. Waren die Leistungen in Leipzig (0:2) oder zu Hause gegen Köln (1:1) in weiten Phasen noch sehr ordentlich, gaben die Auftritte in Hamburg und gegen Stuttgart schon zu denken. „Unsere Leistungsschwankungen waren zuletzt zu ausgeprägt – daran arbeiten wir, um noch mehr Konstanz in unsere Auftritte zu bekommen“, so Werders Geschäftsführer Fußball. Dazu kommt, dass bereits seit Saisonbeginn die spielerische Weiterentwicklung des Teams maximal nur in Ansätzen zu sehen ist. Da in den vergangenen beiden Partien auch noch die Zweikampfwerte deutlich zu wünschen übrig ließen, macht Fritz vor dem letzten Spiel des Jahres beim FC Augsburg deutlich: „Wir müssen uns steigern und unser Leistungsmaximum abrufen, um in der Bundesliga erfolgreich zu sein.“
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Werder Bremens Clemens Fritz: „Es geht darum, in Augsburg noch einmal alles auf dem Platz zu lassen“
Die Partie beim FC Augsburg (Samstag, 15.30 Uhr/DeichStube-Liveticker) hat dabei einen ganz entscheidenden Charakter dafür, in welcher Stimmungslage die Bremer in die kurze Weihnachtspause gehen. Bei einer weiteren Niederlage droht Werder Bremen sogar der Absturz bis auf Rang 15 in der Tabelle, womit man plötzlich doch wieder mitten im Abstiegskampf angekommen wäre. Ein Zustand, den man am Osterdeich schleunigst verhindern möchte. Angesichts des schweren Auftaktprogramms im neuen Jahr mit Gegnern wie Hoffenheim, Dortmund, Frankfurt und Leverkusen ist die Marschroute intern vor der Reise zu den Fuggerstädtern klar, wie Clemens Fritz betont: „Es geht darum, in Augsburg noch einmal alles auf dem Platz zu lassen, denn wir möchten mit einem positiven Gefühl in die Winterpause gehen.“ Ein Erfolgserlebnis dürfte dabei nicht nur intern, sondern auch im Bremer Umfeld für ein deutlich fröhlicheres Weihnachtsfest sorgen. (bvo)
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