Werder will mehr Geld erlösen

Investorenbündnis soll erweitert werden: Werder prüft Verkauf weiterer Anteile

Ein Investorenbündnis hält bereits 18 Prozent der Anteile an der Werder Bremen GmbH und Co. KG Aa - nun prüft der Verein den Verkauf weiterer Anteile!

Bremen – Seit Jahresbeginn 2024 profitiert der SV Werder Bremen nun schon wirtschaftlich vom sogenannten regionalen Investorenbündnis, das seinerzeit 18 Prozent der Anteile an der aus dem Verein ausgegliederten Werder Bremen GmbH und Co. KG Aa erwarb. Insgesamt 38 Millionen Euro legte das Bündnis dafür auf den Tisch – Geld, das Werder seitdem für die sportliche Weiterentwicklung nutzt, sei es durch Vertragsverlängerungen mit Leistungsträgern oder groß angelegte Infrastrukturprojekte wie den Umbau des Leistungszentrums. Die Verantwortlichen sprechen in diesem Zusammenhang gerne von „mehr Beinfreiheit“, die durch den Einstieg der Investorengruppe entstanden sei. Und genau diese Beinfreiheit könnte bald noch größer werden. Werder plant den Verkauf weiterer Anteile. Das Bündnis soll um neue Mitglieder aufgestockt werden.

Klaus Filbry, Geschäftsführer des SV Werder Bremen, bestätigt gegenüber der DeichStube: Der Verein ist in aussichtsreichen Gesprächen, das regionale Investorenbündnis zu erweitern und mehr Anteile zu verkaufen.

Werder Bremens Klaus Filbry über Investorenbündnis: „Wir führen konkrete Gespräche mit Menschen, die sich vorstellen können, dazuzukommen“

„Wir führen konkrete Gespräche mit Menschen, die sich vorstellen können, dazuzukommen“, sagt Klaus Filbry, Geschäftsführer des SV Werder Bremen, gegenüber der DeichStube. „Eine Erweiterung ist also keinesfalls ausgeschlossen. Im Gegenteil. Das kann passieren.“

Zur Erinnerung: 2024, beim Einstieg des regionalen Investorenbündnisses beim SV Werder Bremen, hatte dieses aus acht Mitgliedern bestanden, namentlich Frank Baumann, Arnd Brüning, Jens Christophers, Marco Fuchs, Martin Harren, Klaus Meier, Harm Ohlmeyer und Kurt Zech. Nach seinem Einstieg als Sportvorstand beim FC Schalke 04 zog sich Baumann im Frühjahr 2025 zurück und gab seine Anteile innerhalb des Bündnisses ab.

Werder Bremen will maximal 24,9 Prozent der Anteile an der ausgegliederten GmbH und Co. KG Aa verkaufen

Bei der Gründung war 2024 eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) mit Harm Ohlmeyer als Geschäftsführer und Sprecher ins Leben gerufen worden. Das besondere am Bremer Modell: Die Investoren dürfen und wollen keinen Einfluss auf das operative Geschäft bei Werder Bremen nehmen. Es gab eine Mindesteinlage für jedes Mitglied der GbR, die einzelnen Investments sind nicht bekannt. In Arnd Brüning und Jens Christophers stellt das Bündnis zwei Aufsichtsräte bei Werder, eine Rendite gibt es für die Investoren allerdings nicht. Ohlmeyer hatte seinen persönlichen Antrieb für das Engagement damals mit „Emotionen für Werder“ erklärt. Nach weiteren Menschen mit dieser Motivation fahnden die Bremer nun – dabei sind sie auf einem guten Weg.

„Das Instrument ist inzwischen etabliert und wird sowohl in Bremen als auch darüber hinaus sehr positiv wahrgenommen“, sagt Klaus Filbry – und betont: „Es ist ein Leidenschaftsengagement mit einem klaren Rollenverständnis, ohne jährliche Renditeerwartung, dafür aber mit Einfluss über die zwei Aufsichtsratsmandate, die dem Bündnis zustehen.“ Was den Rahmen einer möglichen Erweiterung angeht, hat sich der SV Werder Bremen als Hauptgesellschafter übrigens klar festgelegt: Bis zu 24,9 Prozent der Anteile würde er insgesamt abtreten, mehr nicht. Heißt: Zum Verkauf stehen aktuell noch 6,9 Prozent. (dco)

Rubriklistenbild: © gumzmedia

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