DeichBlick-Kolumne
Ex-Werder-Stürmer Ivan Klasnic: „Romano Schmid ist das Herzstück dieser Mannschaft“
Für den SV Werder Bremen läuft es aktuell hervorragend, findet Ivan Klasnic in der DeichBlick-Kolumne. Außerdem betont der Ex-Stürmer die Wichtigkeit von Romano Schmid für das Bremer Spiel.
Von Ivan Klasnic. Erst locker im Pokal weiter, dann fünf Punkte aus drei Spielen und dabei ungeschlagen – der Saisonstart des SV Werder Bremen kann sich sehen lassen. Das passt vor dem Heimspiel am Samstag gegen den FC Bayern. Der ist allerdings ein ganz anderes Kaliber als vor ein paar Wochen Borussia Dortmund, das sollte jedem bewusst sein. Dem BVB traue ich in dieser Saison nicht so viel zu, den Bayern schon. Die kommen langsam in Fahrt, wie das 6:1 in Kiel gezeigt hat. Werder muss aber keine Angst haben. Es gilt, die erste Halbzeit zu überstehen, dann ist alles möglich! Ich traue das der Mannschaft absolut zu.
Schade, dass Marco Friedl nicht dabei sein wird. Für mich war das in Mainz keine Rote Karte. Er spielt erst den Ball, trifft dann den Spieler, das ist keine klassische Notbremse. Für das Spiel des SV Werder Bremen war es gut, danach lief es in Unterzahl besser. Romano Schmid macht vor dem 2:1 einen sensationellen Schritt und bringt damit seinen Gegenspieler aus dem Tritt. Toll, wie er den Ball dann auch noch auf Derrick Köhn ablegt. Für mich ist Romano inzwischen das Herzstück dieser Mannschaft. Er ist nicht nur ein guter Fußballer und bereitet viele gefährliche Szenen vor, sondern er kämpft auch ohne Ende. Das gefällt mir. Romano hat sich wirklich enorm entwickelt.
Werder Bremens Ex-Stürmer Ivan Klasnic scherzt über die neue Rückennummer von Justin Njinmah
Spaß hat in Mainz natürlich auch Derrick Köhn gemacht. Wenn du nach 125 Sekunden in der Bundesliga gleich dein erstes Tor erzielst, ist das schon sehr besonders. Sein 60-Meter-Sprint zuvor war nicht ohne, aber dafür hat ihn Werder Bremen auch geholt. Obwohl ich mich darüber etwas gewundert habe, denn eigentlich wollten sie ja einen anderen Spieler holen… Aber egal.
Ich schaue natürlich gerne auch auf die Stürmer. Eines vorweg: Es war ein großer Fehler von Justin Njinmah, meine 17 abzugeben und nun die 11 zu tragen. Spaß beiseite, er war nach seinen Problemen am Ende der Saison und in der Vorbereitung endlich wieder richtig gut drauf. Mist, dass er jetzt verletzt ausfällt. Gute Besserung, Justin!
Werder Bremens Ex-Profi Ivan Klasnic, dass die Kritik an Ole Werner völlig überbewertet wurde
Das steigert andererseits die Chancen von Keke Topp. Die Bundesliga ist aber schon eine andere Nummer. Keke muss sicher noch an sich arbeiten, dann kann es was werden. Und Marvin Ducksch? Er macht es wie immer: Auch wenn über ihn gemeckert wird, er schießt weiter seine Tore. Und soll mir jetzt keiner damit kommen, dass es nur ein Elfmeter war. Der muss auch erst mal reingeschossen werden.
Übrigens: Diese angebliche Kritik an Werder Bremens Trainer Ole Werner nach dem BVB-Spiel wurde völlig überbewertet. Für mich wollten Ducksch und Friedl nur alle wachrütteln, dass man nach einem so guten Spiel und dazu in Überzahl mit einem 0:0 einfach nicht zufrieden sein darf. Das ist richtig und wichtig, wenn du dauerhaft erfolgreich sein willst!