Werder-Transfer-News
„Man weiß nie, was passiert“: Werders „Lebensversicherung“ Stage lässt Zukunft offen
Werder Bremens Profi Jens Stage hat nach dem 0:2 gegen den BVB über seine Zukunft gesprochen - und schließt einen Sommer-Wechsel nicht aus.
Als Jens Stage am Samstagnachmittag gemeinsam mit seinem Sohn zum letzten Saisonspiel des SV Werder Bremen gegen Borussia Dortmund (0:2) ins Weserstadion einlief, wirkte der Moment fast schon ein wenig symbolisch. Familie, Emotionen, Verbundenheit – all das verbindet den Dänen längst auch mit Bremen. Und trotzdem ist bei Werders wichtigstem Feldspieler komplett offen, wie seine Zukunft aussieht. Denn obwohl Stage nach DeichStube-Informationen noch bis 2028 an Werder gebunden ist, ließ der Mittelfeldspieler nach der Niederlage gegen den BVB durchblicken, dass im Sommer Gespräche über seine sportliche Zukunft anstehen könnten: „Ich bin hier glücklich, es ist ein richtig geiler Verein. Aber im Fußball weiß man nie, was passiert.“
Wechsel im Sommer? Jens Stage lässt Zukunft beim SV Werder Bremen offen
In einer mehr als enttäuschenden Saison war Stage einer der wenigen Lichtblicke bei den Grün-Weißen. Mit wichtigen Toren und seiner Führungsrolle hielt der dänische Mittelfeldspieler Werder Bremen in schwierigen Phasen immer wieder im Rennen um den Klassenerhalt. Auch Trainer Daniel Thioune machte deutlich, wie wichtig Stage für seine Mannschaft ist. „Jens Stage war mit Sicherheit die Lebensversicherung“, sagte der Werder-Coach. „Nicht nur wegen der vielen Tore, sondern auch wegen der Art und Weise, wie er das Team geführt hat.“ Entsprechend deutlich äußerte sich Thioune auch zu seiner Wunschvorstellung für die kommende Saison: „Ich mache keinen Hehl daraus, dass ich gerne mit ihm weiterarbeiten würde.“ Gleichzeitig machte der Trainer aber auch klar, dass Werder in den kommenden Wochen Überzeugungsarbeit leisten müsse. „Es ist wichtig, dass ein Spieler wie Jens sich klar zu uns bekennt“, erklärte Thioune. „Aber es ist auch wichtig, dass er etwas von uns bekommt und man ihm Wege aufzeigt, wie es in der nächsten Saison aussehen kann. Wir müssen auch ein bisschen dafür werben, dass sich Jens für uns entscheidet.“
Jens Stage selbst formulierte seine Gedanken zur Zukunft ebenfalls offen. Zwar betonte der Däne, dass ein weiteres Jahr bei Werder „definitiv nicht ausgeschlossen“ sei, gleichzeitig verwies er aber mehrfach darauf, dass nun Gespräche mit Familie und Berater folgen würden. „Es gibt zwei Möglichkeiten: Entweder ich bleibe hier noch ein paar Jahre oder ich probiere im Sommer vielleicht noch einmal etwas Neues aus“, sagte der 29-Jährige. Besonders bemerkenswert: Der Mittelfeldspieler richtete zugleich auch Erwartungen an die sportliche Entwicklung des SV Werder Bremen. „Das fängt bei den Verantwortlichen an und damit, was passiert, während wir im Urlaub sind“, erklärte Stage mit Blick auf die kommende Transferperiode. „Wichtig ist natürlich auch, dass die Richtung des Clubs wieder stimmt.“
„Er hat noch Vertrag“ - Sommer-Abgang von Jens Stage würde Werder Bremen hart treffen
Sportchef Clemens Fritz reagierte auf die Aussagen vergleichsweise gelassen. „Er hat noch Vertrag“, sagte der 44-Jährige. Gleichzeitig stellte Fritz klar, dass er sich nicht in der Pflicht sehe, einzelnen Spielern detaillierte Einblicke in die Kaderplanung zu geben. Dennoch kündigte er an: „Natürlich wollen wir eine stabile Mannschaft auf den Platz bringen und das Ziel ist auch, die Transfers nicht so spät umzusetzen wie im vergangenen Jahr.“ Fest steht: Nach einer Saison voller Baustellen wäre ein Abgang von Jens Stage für Werder Bremen sportlich nur schwer aufzufangen. Umso spannender dürfte werden, welche Gespräche in den kommenden Wochen nun tatsächlich geführt werden. (bvo/dco)
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