Wieder nicht beim Nationalteam

Steffen wundert sich: Stage überzeugt bei Werder - doch für Dänemark gibt es erneut keine Nominierung

Jens Stage ist trotz guter Leistungen erneut nicht für die dänische Nationalmannschaft nominiert worden. Das sorgt beim SV Werder Bremen für Irritationen!

Bremen – Wieder nichts. Auch die kommende Länderspielphase wird Jens Stage nicht bei der dänischen Nationalmannschaft verbringen. Am vergangenen Dienstag war es, als die neue Kaderliste von Coach Brian Riemer veröffentlicht wurde, doch der Name des Mittelfeldspielers des SV Werder Bremen gehörte abermals nicht zu den 24 Profis, die nominiert wurden. Stage reiht in der Bundesliga seit Monaten ein Ausrufezeichen an das nächste, war in der Vorsaison Werders bester Scorer und zählt auch in der aktuellen Spielzeit zu den auffälligsten Akteuren des Clubs. In seiner Heimat jedoch bleibt er außen vor, letztmals war Stage im Oktober 2024 zum Nationalteam eingeladen worden und dort zu seinem zweiten Einsatz gekommen.

Jens Stage ist trotz guter Leistungen erneut nicht für die dänische Nationalmannschaft nominiert worden. Das sorgt beim SV Werder Bremen für Irritationen!

Große Enttäuschung: Werder Bremens Jens Stage wieder nicht in Kader der dänischen Nationalelf berufen

„Ich habe mit dem dänischen Nationaltrainer nicht gesprochen. Aber ich kenne auch die Qualität der dänischen Nationalmannschaft nicht genau und weiß daher nicht, warum es Jens mit seinen tollen Leistungen nicht schafft, dort hinzukommen“, sagt Werder-Trainer Horst Steffen vor dem Werder-Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg (Freitag, 20.30 Uhr/DeichStube-Liveticker) leicht verwundert zur Nichtberücksichtigung seines Leistungsträgers. Aufbauende Worte gab es für den 28-Jährigen bislang nicht vom Coach des SV Werder Bremen. „Wir haben das nicht speziell thematisiert, denn bei uns geht es darum, wie wir das jeweils nächste Spiel gewinnen“, sagt Steffen, schiebt jedoch lächelnd hinterher: „Ich nehme das aber mal als Hinweis, dass ich ihn auch danach mal frage.“

Unter der Woche hatte sich Stages Teamkollege Senne Lynen irritiert gezeigt, dass sein Partner auf der Doppel-Sechs seit geraumer Zeit leer ausgeht, und auch in Dänemark wird darüber diskutiert, was im Mittelfeld des DBU passiert. Ja, die Konkurrenz im Zentrum ist groß, doch aktuell wurde anstelle von Jens Stage beispielsweise Philip Billing vom FC Midtjylland nominiert, der zuletzt 2023 berücksichtigt worden war. Der dänische TV-Experte Morten Bruun kommentierte die Entscheidung mit interessanten Worten: „Ich finde die Aussagekraft der Billing-Nominierung großartig. Was müssen Jens Stage oder Morten Frendrup (Profi des CFC Genua, Anm. d. Red.) noch tun, um nominiert zu werden? Mehr können sie nicht tun. Aber: Auch diese Aussage ist gerecht, und das gefällt mir besonders gut: Ist der FCM ein schlechteres Team als Werder Bremen? Ich glaube nicht. Es ist eine Anerkennung dessen, was die dänische Liga zu bieten hat.“ (mbü)

Rubriklistenbild: © IMAGO/Steven Mohr

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