Werder schlägt Wolfsburg

Werder-Wahnsinn in der Schlussphase: Jens Stage und Samuel Mbangula drehen Partie gegen Wolfsburg

Irrer Sieg! Der SV Werder Bremen hat das Bundesliga-Spiel des 10. Spieltags gegen den VfL Wolfsburg mit 2:1 (0:1) gewonnen. Der DeichStube-Spielbericht.

Bremen – Wieder hatte der SV Werder Bremen spielerisch keineswegs überzeugt, doch wieder hat sich der Bundesligist irgendwie aus dem Schlamassel ziehen können. Und wie: In einer turbulenten Schlussphase war es erst der personifizierte Retter Jens Stage, der die Norddeutschen vor einer drohenden Niederlage gegen den VfL Wolfsburg bewahrte, ehe Samuel Mbangula in der Nachspielzeit tatsächlich noch der Siegtreffer gelang. Das ausverkaufte Weserstadion verwandelte sich in ein Tollhaus, Werder hatte wirklich noch mit 2:1 (0:1) gewonnen und übernachtet zumindest kurzfristig auf Tabellenplatz sieben.

Riesen-Jubel! Werder Bremen feiert den Last-Minute-Sieg durch das Tor von Samuel Mbangula gegen den VfL Wolfsburg!

Werder Bremen gegen VfL Wolfsburg: Keke Topp in der Startelf-Aufstellung

Bei der Aufstellung hatte Horst Steffen einmal mehr Überraschendes zu bieten: Keke Topp tauchte erstmals in dieser Saison in Werder Bremens Startelf auf, während Victor Boniface lediglich auf der Bank saß. Dort fand sich auch Samuel Mbangula wieder, der zuletzt beim 1:1 in Mainz enttäuscht hatte. Anstelle des Zehn-Millionen-Mannes durfte Justin Njinmah in der Offensive ebenso wie Topp, Romano Schmid und Marco Grüll ran. In der Abwehr vor Torhüter Mio Backhaus gab es derweil keinerlei Veränderungen. Kapitän Marco Friedl übernahm erneut die ungeliebte Aufgabe des Linksverteidigers, in der Zentrale spielten abermals Karim Coulibaly und Amos Pieper Seite an Seite. Rechtes Glied der Viererkette war wie gewohnt Yukinari Sugawara, während im defensiven Mittelfeld gegen den VfL Wolfsburg erneut Senne Lynen und Topscorer Jens Stage aufgeboten wurden.

Es dauerte keine fünf Minuten, bis Werder Bremen die erste Duftmarke setzte: Nach einer Schmid-Ecke kam Pieper völlig frei zum Kopfball, doch VfL-Wolfsburg-Schlussmann Kamil Grabara lenkte das Spielgerät gerade noch ab. Zwar meldeten sich kurz darauf auch die Gäste erstmals im Bremer Strafraum an, als Adam Daghim letztlich harmlos Backhaus prüfte, ansonsten hatte die Steffen-Elf das Geschehen aber zu diesem Zeitpunkt komplett unter Kontrolle. Der Haken an der Sache: Wirklich zwingend wurde sie dabei nicht, weil die Niedersachsen enorm tief standen, kaum Lücken offenbarten und es daher an zündenden Ideen mangelte. Einmal mehr bot Werder nicht die erhofften spielerischen Glanzpunkte – auch weil eigene technische Unzulänglichkeiten den Spielfluss ausbremsten.

Werder Bremen gegen VfL Wolfsburg: Mattias Svanberg bringt „Wölfe“ in Führung

Das sollte sich nach 27 Minuten quasi aus dem Nichts böse rächen. Bei einem Wolfsburger Konter ließ sich der viel zu weit aufgerückte Friedl in der gegnerischen Hälfte per Doppelpass aus dem Spiel nehmen und holte die aufdrehenden VfL-Profis anschließend nicht mehr ein. Diesen Vorteil nutzten die Gäste gnadenlos und gingen durch Mattias Svanberg in Führung. So kann man einen kriselnden Gegner auch stark machen. Werder Bremen suchte nach einer schnellen Antwort, doch erst wurde eine abgefälschte Friedl-Hereingabe noch pariert, dann zischte nach einer weiteren Schmid-Ecke eine Direktabnahme von Sugawara knapp über den Kasten (33.). Aber auch der VfL Wolfsburg blieb aktiv. Maximilian Arnold zwang Backhaus mit einem unangenehmen Distanzschlenzer Richtung langes Eck zu einer Rettungstat (37.), dann musste der deutsche U21-Nationalkeeper einen Fernschuss von Christian Eriksen parieren (39.). Auf der Gegenseite probierte es Schmid ebenfalls von außerhalb des Strafraums, setzte den Ball aber übers Tor (45.+1). Und damit war er perfekt, der frustrierende Halbzeit-Rückstand. „Es hat mir nicht gefallen, dass wir uns von den Wolfsburgern haben einlullen lassen“, monierte Fußball-Chef Clemens Fritz in der Pause am „Sky“-Mikrofon. „Wenn wir uns dann doch mal durchgespielt haben, dann hatten wir wirklich eine schlechte Box-Besetzung. Es kann nur besser werden.“

Ohne personelle Veränderungen ging es in den zweiten Durchgang, auch die grundsätzliche Szenerie blieb identisch: Werder Bremen hatte oft den Ball, wusste aber nicht viel damit anzufangen. Zwar wurden immer wieder Flanken geschlagen, die Präzision ließ aber völlig zu wünschen übrig. Der VfL Wolfsburg lauerte indes tiefstehend auf Bremer Fehler und hatte so wenig Probleme, den knappen Vorsprung zu verwalten. Nach 65 Minuten wechselte Steffen dann erstmals, brachte Boniface und Mbangula für den glücklosen Topp und den schwachen Njinmah. Das Publikum wurde immer ruhiger, sogar vereinzelte Pfiffe waren im Weserstadion zu vernehmen.

Werder Bremen gegen VfL Wolfsburg: Jens Stage und Samuel Mbangula drehen spät das Spiel

Marco Grüll läutete mit einem Distanzschuss (71.) eine kleine Drangphase ein, auch die Kulisse war wieder da. Boniface köpfte nach einer Ecke erst noch zu zentral (79.), doch dann war es – natürlich – wieder einmal Jens Stage, der nach Sugawara-Flanke den Ball zum erlösenden Ausgleich ins Netz schädelte (83.). Und Werder Bremen wollte mehr, mühte sich angetrieben von den Fans noch um den Sieg. Nach einer feinen Einzelleistung von Boniface war der Schuss des Nigerianers aber erneut nicht gefährlich genug (90.). Eine Minute später entschärfte Grabara eine Topchance von Sugawara aus kürzester Distanz. Doch diese Partie hatte noch eine wahnsinnige Wendung parat. Boniface verunglückte ein Fallrückzieher komplett – doch Samuel Mbangula nahm den zur Bogenlampe emporgestiegenen Ball volley aus der Luft und traf so tatsächlich zum Sieg (90.+4). Der Rest war die pure Party – und danach hatte es nun wahrlich lange Zeit nicht ausgesehen. (mbü) Schon gelesen? „Riesig – was für ein Ende“: Die Stimmen zum späten Werder-Sieg gegen Wolfsburg!

SV Werder Bremen: Backhaus - Sugawara, Pieper, Coulibaly (80. Schmidt), Friedl – Lynen (84. Bittencourt), Stage – Grüll (85. Puertas), Schmid, Njinmah (65. Mbangula) – Topp (65. Boniface)

Werder Bremen gegen VfL Wolfsburg: Lest den Spielverlauf im Liveticker nach

Der SV Werder Bremen im Liveticker gegen den VfL Wolfsburg: Alle Tore, News und Infos – alles zum 10. Bundesliga-Spieltag live im Live-Ticker der DeichStube. Endstand: 2:1 für Werder.

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22.27 Uhr: Werder gewinnt dank einer spektakulären Schlussphase mit 2:1 gegen den VfL Wolfsburg. Nach einer starken Anfangsphase mussten die Bremer die kalte Dusche durch Mattias Svanberg hinnehmen, der mit der ersten Chance zur Wolfsburger Führung traf (28.). Im zweiten Durchgang arbeiteten die Hausherren dann lange am Ausgleich, den Jens Stage schließlich per Kopf besorgte (84.). Samuel Mbangula verwandelte das Weserstadion mit seinem Volleyhammer schließlich in ein Tollhaus (90.+4) - was für ein Abend!

22.26 Uhr: Dann ist Schluss! Werder gewinnt knapp mit 2:1 gegen den VfL Wolfsburg!

90.+6 Min: Chaos im Werder-Strafraum! Puertas kann klären, tut das aber nicht, dann landet der Ball bei Wind, der völlig frei vor Backhaus steht. Der Ausgleich fällt aber nicht, obendrein war es Abseits. Glück für Werder!

90.+5 Min: Es gibt noch einmal Freistoß für Wolfsburg, auch Keeper Grabara ist mit vorne...

90.+4 Min: TOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOR!!!!!! WAHNSINN! Samuel Mbangula schießt Werder vermutlich zum Sieg! Sugawara bringt von rechts erneut eine Flanke ins Zentrum, wo Boniface es mit dem Fallrückzieher probiert, doch der Ball wird zur Bogenlampe. Die „Wölfe“ befinden sich offenbar im Tiefschlaf, denn einzig Mbangula läuft zum Ball - und drischt das Leder volley ins lange Eck. Was eine Bude!

90.+3 Min: Werder kontert im eigenen Stadion, doch das Zuspiel von Boniface ist zu ungenau. Wolfsburg kann klären, auf Kosten eines Einwurfs.

90.+2 Min: Die Ecke bringt erneut nichts ein, stattdessen ziehen die Wolfsburger ein Foul und kommen so erstmals seit längerer Zeit mal wieder in Ballbesitz.

90.+1 Min: SUGAWARA! Nach einer Flanke kommt der Rechtsverteidiger aus spitzem Winkel zum Abschluss, doch Grabara rettet die „Wölfe“ mit einer Weltklasseparade. Es gibt Ecke, klar.

90. Min: Boniface! Der Stürmer tankt sich in den Strafraum und schießt mit links, Grabara kann jedoch parieren. Derweil werden fünf Minuten Nachspielzeit angezeigt.

89. Min: Schmidt spielt Puertas im Strafraum frei, dessen Hereingabe wird zur Ecke geklärt - mal wieder.

88. MIn: Werder setzt sich noch einmal in der Wolfsburger Hälfte fest. Gelingt den Bremern hier doch noch der dritte Heimsieg in Serie?

87. Min: Die Wolfsburger wechseln noch einmal doppelt: Eriksen und Daghim verlassen den Rasen, Skov Olsen und Pejcinovic sind neu dabei.

86. Min: Dann wechseln die Bremer noch einmal aus, für Marco Grüll kommt Leonardo Bittencourt. Zudem geht Senne Lynen, für ihn ist Cameron Puertas jetzt dabei.

85. Min: Die Werder-Fans wollen mehr - und auch die Spieler machen sofort weiter. Schmidt geht auf links ins Dribbling und holt die nächste Ecke raus. Grabara kann die Hereingabe von Schmid allerdings wegfausten.

Werder Bremen im Liveticker gegen den VfL Wolfsburg: Jens Stage köpft zum Ausgleich ein

84. Min: TOOOOOOOOOOOOOOOOOOR! Jens Stage trifft! Yukinari Sugawara flankt den Ball von der rechten Seite butterweich ins Zentrum, am zweiten Pfosten steigt Stage zum Kopfball hoch - und wuchtet das Leder ins lange Eck. Der verdiente Lohn für eine engagierte Bremer Leistung in Halbzeit zwei!

83. Min: Schmid misslingt der Flankenversuch völlig, der Ball segelt flach in den Wolfsburger Strafraum und kann problemlos geklärt werden.

82. Min: Werder erarbeitet sich die mittlerweile zehnte Ecke, langsam darf hier gerne mal etwas dabei rumkommen.

80. Min: Nach knapp zweiminütiger Unterbrechung kann die Ecke ausgeführt werden - Boniface kommt zum Kopfball, doch der Versuch ist zu zentral. Dann wechseln beide Teams aus: Bei Werder ersetzt Isaac Schmidt Karim Coulibaly, bei Wolfsburg kommt Jonas Wind für Mohammed Amoura.

78. Min: Sugawara will den Ball von rechts in die Mitte flanken, bleibt aber an Wolfsburgs Zehnter hängen. Es gibt Ecke. Währenddessen muss Zehnter behandelt werden.

Werder Bremen im Liveticker gegen den VfL Wolfsburg: Werder arbeitet am Ausgleich - zündet Joker Victor Boniface?

76. Min: Nächste Großchance! Schmid schlägt das Leder scharf auf den ersten Pfosten, wo Friedl den Kopf hinhält, aber wohl nicht mehr am Ball ist. Grabara im Wolfsburger Tor muss jedenfalls bis zum letzten Moment warten, ehe der Keeper die Kugel mit einem Reflex parieren kann.

75. Min: Nicht nur Boniface, auch Mbangula ist ein belebendes Element im Bremer Spiel. Der Flügelspieler geht wiederholt ins Dribbling auf der linken Seite, dieses Mal ist er nur mit einem Foul zu stoppen.

74. Min: Da ist Boniface! Grüll flangt die Kugel von rechts in den Strafraum, Boniface setzt sich mit viel Körperlichkeit gegen seinen Gegenspieler durch. Der Angreifer bekommt aber nicht wirklich Druck in den Kopfball, der letztlich links am Tor vorbeitrudelt.

73. Min: Werder arbeitet hier unentwegt am Ausgleich, noch fehlt der letzte Punch. Vielleicht ist es ja Victor Boniface vorbehalten, heute seinen ersten Treffer im Werder-Trikot zu erzielen...

71. Min: GRÜLL! Werders Flügelspieler wird auf der rechten Seite von Sugawara freigespielt, schlägt einen Haken und zieht mit links aus rund 20 Metern ab. Grabara im Wolfsburger Tor kann gerade noch zur Seite parieren!

70. Min: Erste gute Werder-Chance seit Langem! Sugawara flankt von der rechten Seite, über Boniface und Schmid landet der Ball dann bei Stage, dessen Linksschuss aus 16 Metern aber am Tor vorbeifliegt.

66. Min: Auch die Gäste wechseln zum ersten Mal, Patrick Wimmer kommt für den Torschützen Mattias Svanberg in die Partie.

64. Min: Njinmah bekommt den Ball auf der rechten Seite und schlägt unbedrängt eine bodenlose Flanke weit hinter das Wolfsburger Tor - erstmals am heutigen Abend gibt es Pfiffe. Für den Angreifer war das zugleich die letzte Aktion in diesem Spiel, er verlässt genauso wie Keke Topp das Feld. Boniface und Mbangula kommen wie erwähnt ins Spiel.

62. Min: Bei Werder machen sich Victor Boniface und Samuel Mbangula bereit.

61. Min: Den Freistoß von der rechten Seite tritt Christian Eriksen, doch Schiedsrichter Zwayer entscheidet auf Stürmerfoul. Die Bremer versuchen das Spiel schnell zu machen, der Steilpass auf Njinmah ist dann aber viel zu ungenau.

60. Min: Marco Friedl sieht die erste Gelbe Karte der Partie. Werders Kapitän wird einmal mehr mit einem Doppelpass überspielt, dann zieht er gegen Daghim das taktische Foul. Vertretbar.

Werder Bremen im Liveticker gegen den VfL Wolfsburg: VAR verweigert Werder einen Handelfmeter

58. Min: 40.500 Zuschauer haben heute den Weg ins Weserstadion gefunden - der Heimbereich ist ausverkauft, aus Wolfsburg sind lediglich 2.000 Fans mit dabei.

57. Min: Njinmah tankt sich nach zahlreichen Übersteigern auf der rechten Seite in den Strafraum, bleibt mit seinem Linksschuss aber hängen.

55. Min: Werder gehören hier ganz klar die ersten zehn Minuten, aber das muss auch so sein. Zum einen, weil Wolfsburg aktuell eine schwere sportliche Krise durchmacht. Zum anderen, weil Wolfsburg hier auch keine Sterne vom Himmel spielt. Werder arbeitet jedenfalls am Ausgleich.

53. Min: Lynen beinahe mit einem ganz teuren Ballverlust! Im Aufbauspiel bleibt der Bremer Sechser an Eriksen hängen, anschließend landet der Ball rechts im Strafraum bei Daghim. Der Flügelspieler kriegt den Ball aber nicht vernünftig in die Mitte, Pieper kann klären. Glück gehabt!

51. Min: Die Szene wurde im Hintergrund nochmal überprüft, weil Wolfsburgs Souza den Ball an den ausgestreckten Arm bekommt. Ein strafbares Handspiel liegt für die Videoschiedsrichter Hanslbauer und Assmuth aber offenbar nicht vor. Interessante Entscheidung. Schmid bringt in der Folge die Ecke rein, Pieper köpft drüber. Werder hat sich hier jedenfalls was vorgenommen für den zweiten Durchgang - aber eine gute Anfangsphase gab es auch schon in Halbzeit eins...

50. Min: Nächste Bremer Offensivaktion, dieses Mal über die rechte Seite. Njinmah legt den Ball auf Pieper, der aus 20 Metern von der halbrechten Seite abzieht. Das Leder prallt vom Rücken eines Wolfsburgers ins Toraus, es gibt wieder Ecke. Hier führt Werder mittlerweile mit 8:3.

49. Min: Grüll will Topp in Szene setzen, doch Wolfsburg kann klären - erneut auf Kosten einer Ecke. Die führt Schmid kurz auf Grüll aus, anschließend erhält der Mittelfeldmann die Kugel zurück. Der VfL kann jedoch wieder klären.

48. Min: Fußball wird derweil auch gespielt, Werder erkämpft sich eine Ecke auf der linken Seite. Schmids Flanke kann aber problemlos geklärt werden.

Werder Bremen im Liveticker gegen den VfL Wolfsburg: Weiter geht´s - die zweite Hälfte läuft

46. Min: Weiter geht´s! Die zweite Hälfte läuft. In der Ostkurve gehen derweil pünktlich zum zweiten Durchgang 40 bis 50 Pyrofackeln an - zudem wird eine Rakete gezündet, die im Bremer Nachthimmel explodiert. Schiedsrichter Zwayer sieht aber keinen Grund für eine Unterbrechung.

21.33 Uhr: Die Wolfsburger sind bereits zurück auf dem Rasen, nun kommen auch die Bremer Akteure zurück. Es sind die gleichen zehn Feldspieler wie zuvor, Horst Steffen wechselt also vorerst nicht

21.31 Uhr: Ob Trainer Horst Steffen in der Halbzeitpause personell reagiert? Gründe für eine Veränderung gäbe es durchaus. Da wäre zum einen Marco Friedl, der sich auf der linken Abwehrseite sichtlich unwohl fühlt und von Isaac Schmidt ersetzt werden könnte. Da wäre zum anderen Keke Topp, der bisher zwar einen engagierten, aber glücklosen Auftritt zeigt und für den Victor Boniface ins Spiel gekommen könnte. Und zu guter letzt wäre da auch die Flügelzange bestehend aus Marco Grüll und Justin Njinmah, die zwar beide bemüht sind, wie Topp aber auch glücklos spielen.

21.28 Uhr: Werder-Sportchef war in der Halbzeitpause bei „Sky“ am Mikrofon - und sagt mit Blick auf die defensive Kompaktheit der Wolfsburger: „Es hat mir nicht gefallen, dass wir uns von den Wolfsburgern haben einlullen lassen. Wenn wir uns dann doch mal durchgespeilt haben, hatten wir eine schlechte Boxbesetzung.“

21.26 Uhr: In der Ostkurve sind ein halbes Dutzend Fahnen über die Zuschauer gespannt - das bedeutet in der Regel eins: Den anstehenden Einsatz von Pyrotechnik. Könnte also gleich ein rauchiger Start in die zweite Halbzeit werden...

45.+2 Min: Dann ist Pause! Werder geht mit einem 0:1-Rückstand in die Kabine und muss sich ärgern, aus der guten Anfangsphase nicht mehr gemacht zu haben. Stattdessen gab es für die Bremer die kalte Dusche durch Mattias Svanberg, der mit der ersten Wolfsburger Chance direkt traf. In der Folge war der VfL deutlich besser drin in dieser Partie, komplett unverdient ist die Führung für die Niedersachsen nicht. Von Werder muss im zweiten Durchgang mehr kommen.

45.+1 Min: Während die Nachspielzeit von zwei Minuten anläuft, versucht es Romano Schmid vom linken Strafraumeck aus mit einem Distanzschuss. Der Ball streicht aber knapp über das Gehäuse - guter Versuch!

45. Min: Wolfsburg hat das Führungstor sichtlich Selbstvertrauen gegeben. Die „Wölfe“ kombinieren sich immer wieder gut durch das Bremer Mittelfeld, kommen bislang aber vor allem aus der Distanz zu Abschlüssen. Dennoch: Mittlerweile ist die Gästeführung nicht unverdient.

43. Min: Auf der Gegenseite gibt es die nächste Ecke für Wolfsburg, nachdem Pieper eine Flanke klären konnte. Arnolds Hereingabe bringt aber nichts ein.

42. Min: Au weia... Njinmah wird über die rechte Seite toll in Szene gesetzt und taucht frei vor Grabara auf. Werders Stürmer legt den Ball aus spitzem Winkel lieber in die Mitte - doch da ist niemand mitgelaufen. Keine zehn Sekunden später stolpert Amos Pieper dann einen langen Ball der Wolfsburger ins Seitenaus. Ohje...

40. Min: Wieder Backhaus! Coulibaly vertändelt auf der rechten Abwehrseite den Ball, über Umwege landet der Ball dann bei Eriksen, der erneut aus zentraler Position abzieht. Der Schuss ist leicht abgefälscht, Backhaus ist aber rechtzeitig unten und pariert zur Seite. Dann klärt Friedl die Situation endgültig.

39. Min: Die Wolfsburger wollen nach der folgenden Ecke ein Handspiel gesehen habe, die Szene wird geprüft. Nach kurzer Warterei bleibt es aber beim Abstoß für Werder.

38. Min: Backhaus! Werders Keeper muss sich mächtig strecken, um das 0:2 aus Bremer SIcht zu verhindern. Arnold führt die Ecke kurz aus, bekommt den Ball aber wieder - und schlenzt die Kugel von der rechten Seite auf das lange Eck. Backhaus fischt das Leder aus dem Winkel - puh...

37. Min: Bislang hat Senne Lynen seinen Gegenspieler Christian Eriksen gut im Griff, nun kommt der Däne aber zum Abschluss: Aus 20 Metern zieht der Wolfsburger ab, doch Coulibaly ist zur Stelle und blockt den Ball zur Ecke.

35. Min: Keke Topp ist bisher noch nicht so wirklich drin in dieser Partie. In der Anfangsphase hat der Angreifer zwei, drei Bälle gut fest gemacht, zu einer Chance kam Topp bisher aber nicht. Jetzt wird er von Grüll angespielt, bei der Ballmitnahme in den Strafraum wird Topp aber so gestört, dass das Leder ins Toraus kullert.

33. Min: SUGAWARA! Nächster guter Abschluss der Bremer - dieses Mal ist es Werders Rechtsverteidiger. Schmid löffelt die Ecke an die Strafraumgrenze, wo Sugawara das Leder volley nimmt - der Ball streicht knapp über die Latte!

32. Min: Nächster guter Bremer Angriff. Sugawara öffnet das Spielfeld mit einem guten Pass in die Tiefe, über Grüll landet der Ball dann bei Friedl. Dessen scharfe Hereingabe muss Grabara am kurzen Pfosten zur Ecke klären.

30. Min: Werder ist sofort um eine Reaktion bemüht. Njinmah versucht es auf rechts mit einem Dribbling, anschließend bleibt Schmid mit seinem Flankenversuch hängen. Es gibt Ecke, doch die bringt nichts ein, weil Schiedsrichter Zwayer ein Stürmerfoul sieht.

Werder Bremen im Liveticker gegen den VfL Wolfsburg: Mattias Svanberg schockt Werder

28. Min: Tor! Wolfsburg führt. Das spielen die Gäste nicht schlecht: Über die rechte Seite wird der Ball über mehrere Stationen laufen gelassen. Kumbedi ist Friedl, der mit einem Doppelpass ausgespielt wird, enteilt und bringt den Ball von der Grundlinie in den Rückraum, wo Matthias Svanberg völlig frei steht und zum 1:0 vollstrecken kann. Die kalte Dusche für Werder!

25. Min: Nach dem druckvollen Bremer Beginn ziehen sich die Hausherren nun etwas zurück und überlassen den Wolfsburgern den Ball. Werder will stattdessen über ein hohes Pressing an frühe Ballgewinne kommen - das reicht bisher, um den VfL in der eigenen Hälfte zu halten.

22. Min: Zweiter Abschluss für die Gäste, wieder über links. Dieses Mal ist es Svanberg, doch der Schuss ist genauso harmlos wie der zuvor von Daghim.

20. Min: Die Werder-Fans erheben sich zum ersten Mal während des Spiels für ihren SVW. „Steht auf für den SVW“ hallt es durch das Stadion - und die gute Stimmung scheint der Mannschaft durchaus zu helfen. Njinmah dringt mit dem Ball in den Strafraum, kann sich dann aber doch nicht durchsetzen.

19. Min: Werder ist hier bislang ganz klar überlegen, der Führungstreffer wäre verdient.

Werder Bremen im Liveticker gegen den VfL Wolfsburg: Amos PIeper und Marco Grüll mit den ersten beiden Bremer Chancen

16. Min: Grüll mit der nächsten Bremer Chance! Die Gastgeber setzen sich am Wolfsburger Strafraum fest, eine Flanke nach der anderen segelt vor dem Tor von Grabara lang. Nachdem Sugawara den Ball in die Mitte geschlagen hat, kommt Marco Grüll zum Abschluss - sein Versuch geht aber ein gutes Stück drüber. War mehr drin!

14. Min: Jetzt der erste Abschluss des VfL: Daghim kommt links im Strafraum an den Ball, doch der Angreifer wird entscheidend von Pieper gestört, sodass sein harmloser Versuch kein Problem für Backhaus ist.

13. Min: Ein kurzes Duell der Torhüter: Erst eilt Mio Backhaus weit aus seinem Tor, um eine Wolfsburger Flanke abzufangen - und muss den Ball fallen lassen, weil er sonst mit dem Leder in der Hand aus dem Strafraum gerannt wäre. Backhaus‘ langer Ball wird dann von seinem Gegenüber Grabara mit dem Kopf geklärt.

12. Min: Nun haben die Wolfsburger mal eine etwas längere Ballbesitzphase - und der Plan ist klar: Top-Stürmer Amoura soll in Szene gesetzt werden. Das gelingt bisher aber nicht, weil Lynen als Sechser den Raum vor der Abwehr gut schließt und Coulibaly und Pieper aufmerksam verteidigen. Gefährlich wurden die Gäste bislang noch überhaupt nicht.

11. Min: Schmid schlägt den Ball weit auf den zweiten Pfosten, doch da ist kein Bremer. Anschließend kommt das Leder noch einmal in den Strafraum, doch Njinmah stand offenbar im Abseits. Nichts war es mit der zweiten Bremer Chance des Spiels.

10. Min: Schmid spielt den Ball eigentlich schlecht rechts raus auf Sugawara, doch der Japaner kann den Ball behaupten und schlägt eine flache Flanke auf den ersten Pfosten. Schmid ist durchgelaufen, sein Abschluss wird aber zur Ecke geblockt - bereits die dritte in diesem Spiel.

8. Min: Wolfsburg lässt die Bremer machen und setzt auf ein schnelles Umschaltspiel. Ein paar Gelegenheit dazu hätte es bereits gegeben, doch fehlt es dem VfL an der einen oder anderen Stelle noch an der nötigen Genauigkeit. Das darf gerne so bleiben.

6. Min: Werder beginnt hier druckvoll und schnürt die Gäste regelrecht in deren Hälfte ein. Die Steffen-Elf hat sich hier ordentlich was vorgenommen - so ein frühes Tor wäre natürlich nicht schlecht aus grün-weißer Sicht...

4. Min: PIEPER! Schmid bringt die Kugel rein - und findet Werders Innenverteidiger. Pieper läuft auf den ersten Pfosten durch und köpft wuchtig, doch Grabara im „Wölfe“-Tor bekommt noch die Hände hoch. Es gibt erneut Ecke.

3. Min: Werder in den ersten 180 Sekunden mit mehr Ballbesitz, nach einem schwachen Kopfball von de Souza gibt es jetzt EInwurf für die Bremer an der rechten Eckfahne. Und während dies geschrieben wird, holen die Hausherren den ersten Eckball heraus. Vielleicht gibt es ja jetzt auch die erste Chance.

2. Min: Marco Friedl muss heute wieder auf der ungeliebten Linksverteidigerposition ran. Trainer Horst Steffen hatte auf der Pressekonferenz vor dem Spiel erklärt, dass er die Wünsche einzelner Spieler zwar vernimmt, darauf im Sinne des Teamerfolgs aber am Ende keine Rücksicht nimmt. Heißt: Wenn Steffen will, dass Friedl auf links spielt, dann ist das so. Schauen wir mal, ob es heute von Erfolg gekrönt ist. Zuletzt gab der Werder-Kapitän auf der Außenverteidigerposition schließlich keine allzu gute Figur ab.

Werder Bremen im Liveticker gegen den VfL Wolfsburg: Anpfiff! Das Spiel läuft!

1. Min: Dann gibt Schiedsrichter Zwayer das Spiel frei - das Nordduell zwischen Werder und Wolfsburg läuft!

20.29 Uhr: Werder spielt in der ersten Halbzeit „falsch herum“, also zuerst auf die Ostkurve zu. Schmeckt den Anhängern hier im Stadion überhaupt nicht - und ist hoffentlich kein schlechtes Omen... Gleich gehts los!

20.28 Uhr: Während die beiden Mannschaften einlaufen, wird in der Ostkurve eine einzelne Pyrofackel gezündet - natürlich in weiß. Zudem haben die Werder-Fans ein großes Banner mit dem Konterfei von Max Lorenz gebastelt. Ehre, wem Ehre gebührt!

20.26 Uhr: In der Ostkurve wird an einen ganz großen der Werder-Historie gedacht: Max Lorenz. Die Bremer Legende, der 1965 Deutscher Meister mit dem SVW wurde, verstarb am 24. Oktober 2025 im Alter von 86 Jahren.

20.22 Uhr: Von den Rängen gibt es begeisternden Applaus - und es geht gleich weiter. Bevor Stadionsprecher Arnd Zeigler hier die Aufstellung ansagt, flackert es grün und weiß durch das Stadion. Die eigentliche Abfolge - also das vorlesen und schreien der Namen - läuft dann ab wie gewohnt. Aufregend.

20.20 Uhr: Mit einer einminütigen Verspätung startet das Vereinslied dann auch, die Stadionregie musste laut Stadionsprecher Arnd Zeigler warten, bis „Sky“ als liveübertragendes Medium aus der Werbepause zurück ist. Nun ist das Weserstadion in ein leuchtendes Grün getaucht - macht durchaus was her, diese neue Lichtanlage.

20.18 Uhr: Beide Teams haben sich nun in die Kabinen zurückgezogen, um die letzten Details vor der Partie zu besprechen. Im Weserstadion warten die Fans nun auf das Vereinslied „Lebenslang grün-weiß“ - inklusive toller Lichtshow.

20.10 Uhr: In gut 20 MInuten geht es hier los, werfen wir einen Blick auf das Schiedsrichter-Gespann: Referee ist Felix Zwayer, ihm assistieren Robert Kempter und Christian Dietz. Vierter Offizieller ist Tom Bauer, im „Kölner Keller“ sitzen Patrick Hanslbauer und Frederick Assmuth als VAR-Schiedsrichter.

20.05 Uhr: Der Heimbereich des Weserstadions ist gegen Wolfsburg natürlich ausverkauft, der Gästebereich dagegen nicht. Die „Wölfe“ bringen lediglich 2.000 Fans mit an die Weser.

20.00 Uhr: Alle Werder-Fans dürften heute auch darauf hoffen, dass Jens Stage ein Tor erzielt. Warum? In den vergangenen elf Spielen, in denen der Däne getroffen hat, haben die Grün-Weißen nicht verloren. Mehr Fakten und Zahlen zum Spiel zwischen Werder und Wolfsburg gibt es übrigens hier im Angeberwissen.

19.55 Uhr: Jetzt folgt der Rest der Mannschaft des SV Werder Bremen, die soeben den Rasen betritt. Die vier Flutlichtmasten leuchten in kräftigem Grün, auch die Zuschauer sind bereits auf Temperatur. Unter viel Applau laufen sich die Spieler nun warm.

19.52 Uhr: Ganz schön frisch hier auf der Pressetribüne, aber immerhin werden wir nicht nass: Es nieselt hier durchgängig ins Weserstadion hinein. Ein nasskalter Fußballabend - jetzt bitte kein ödes 0:0...

19.44 Uhr: Soeben dürfen die Fans, die bereits im Weserstadion Platz genommen haben, das neue Lichtspektakel bestaunen. Während das Werder-Keeper-Duo Backhaus und Hein einläuft, flackern die Lampen im Dachkranz munter vor sich hin. Nix für Epileptiker.

19.40 Uhr: Allerdings wartet mit dem VfL Wolfsburg heute auch so etwas wie ein Angstgegner auf den SV Werder: Vier der letzten fünf Spiele im Weserstadion gewannen die Niedersachsen. Diese Bilanz gilt es natürlich aufzubessern.

19.35 Uhr: Die Bremer wollen heute gegen Wolfsburg ihren dritten Heimsieg in Serie einfahren - das gelang letztmals im Jahr 2019. Nach zwei 1:0-Siegen gegen Union Berlin und St. Pauli kommt auf dem Papier mit dem kriselnden VfL auch genau der richtige Gegner, schließlich verloren die „Wölfe“ zuletzt sechs ihrer sieben Pflichtspiele.

19.30 Uhr: Für Keke Topp ist es damit der erste Startelf-Einsatz in dieser Saison. Vor Kurzem wurde dem Talent noch nachgesagt, im Winter einer Ausleihe gegenüber nicht abgeneigt zu sein - nun zeigt Trainer Horst Steffen, welche Bedeutung der Angreifer in dessen Planungen spielt.

Werder Bremen im Liveticker gegen den VfL Wolfsburg: Bundesliga heute LIVE!

Werder Bremen im Liveticker gegen den VfL Wolfsburg: Die Aufstellungen sind da

19.18 Uhr: Und auch die Aufstellung des VfL Wolfsburg liegt bereits vor, folgende Elf schickt Paul Simonis auf den Rasen: Grabara - Kumbedi, Seelts, Jenz, Zehnter - Arnold, Souza - Svanberg, Eriksen, Daghim - Amoura. Auf der Bank sitzen zunächst: Pervan, Vavro, Koulierakis, Skov Olsen, Pejcinovic, Wind, Hensel, Wimmer, Bürger.

19.15 Uhr: Moin aus der DeichStube! Wir melden uns heute schon etwas früher, denn die Aufstellungen sind überraschenderweise schon da. Und bei Werder gibt es eine spannende Änderung: Keke Topp darf anstelle von Victor Boniface stürmen! Die ganze Aufstellung: Backhaus - Sugawara, Pieper, Coulibaly, Friedl - Stage, Lynen - Njinmah, Schmid, Grüll - Topp. Auf der Bremer Bank sitzen zunächst: Hein, Mbangula, Bittencourt, Puertas, Malatini, Schmidt, Covic, Alvero und Boniface.

Der SV Werder Bremen im Liveticker gegen den VfL Wolfsburg. Anpfiff im Weserstadion ist am heutigen Freitag um 20.30 Uhr, der Live-Ticker startet hier gegen 19.30 Uhr mit der Werder-Startelf-Aufstellung. Alle Tore, News, Infos und Highlights gibt es dann hier live im Liveticker der DeichStube.

Weiter mit dem Vorbericht:

Werder Bremen will das Heimsieg-Triple - aber Horst Steffen warnt vor Krisenclub VfL Wolfsburg

Dritter Heimsieg in Folge im Blick: Der SV Werder Bremen empfängt am Freitag (20.30 Uhr/DeichStube-Liveticker) den VfL Wolfsburg. Der Vorbericht der DeichStube.

Bremen - Wenn alles gut geht, also im bestmöglichen Fall, steht für den SV Werder Bremen am späten Freitagabend etwas zu Buche, das es bereits seit rund fünfeinhalb Jahren nicht mehr gab am Osterdeich: der dritte Bundesliga-Heimsieg in Folge! Für diejenigen, die sich nicht mehr genau erinnern können: In der Saison 2018/19 war Werder dieses Kunststück letztmals gelungen, damals unter dem Trainer Florian Kohfeldt und dank Siegen gegen Schalke, Mainz und Freiburg. Jetzt - nach dem 1:0 gegen St. Pauli und dem 1:0 gegen Union Berlin - ist die Chance erneut da, wenn der schwer kriselnde VfL Wolfsburg zum Auftakt des zehnten Spieltags um 20.30 Uhr (DeichStube-Live-Ticker) im Weserstadion antritt. „Wir tun gut daran, unsere beste Leistung auf den Platz zu bringen, damit wir eine Chance haben, das Spiel zu gewinnen“, betont Werder-Trainer Horst Steffen, dessen Team bei einem Sieg (zumindest über Nacht) Tabellenplatz sieben erklimmen würde. Die Aussichten, sie sind also fraglos gut - womit sie allerdings in starkem Kontrast stehen zu den fußballerischen Auftritten, die die Bremer zuletzt hingelegt hatten.

Personal-Update: Niklas Stark fällt bei Werder Bremen gegen den VfL Wolfsburg aus, was ist mit Karim Coulibaly?

Werder Bremen im Live-Ticker gegen den VfL Wolfsburg: Trainer Horst Steffen fordert mehr Entschlossenheit, Abschlüsse zu suchen

Nach dem jüngsten 1:1 in Mainz hatten Trainer, Spieler und sportliche Führung unisono die eigene Leistung kritisch eingeordnet. „Das war kein gutes Spiel von uns, dabei bleibe ich“, sagt Horst Steffen nun vor dem Duell mit dem VfL Wolfsburg - und hebt hervor: „Wir wollen mehr Chancen rausspielen. In Mainz wurden einige Abläufe nicht so umgesetzt, wie ich es gerne sehe. Das sind Themen, die wir angehen und auch von der Mannschaft einfordern.“ Was das genau bedeutet? Steffens Antwort: „Es geht um die Entschlossenheit, Abschlüsse zu suchen und zu zeigen, dass wir nicht nur drumherum spielen, sondern Tore schießen wollen.“ Unter anderem daran hatte das Bremer Spiel zuletzt gekrankt, was angesichts der guten Ergebnisse - aus den vergangenen vier Partien holte Werder Bremen bekanntlich stolze acht Punkte - fast schon wie ein Luxusproblem wirkt. Zumindest verglichen mit den Themen, mit denen sich Gegner Wolfsburg gerade so herumschlägt.

Die Mannschaft von Trainer Paul Simonis hat sechs ihrer vergangenen sieben Pflichtspiele verloren, was den Trainer, aber auch die sportliche Führung der Wölfe um Geschäftsführer Peter Christiansen und Sportdirektor Sebastian Schindzielorz längst ins Zentrum der Kritik gerückt hat. Einige Beobachter ordnen die Partie beim SV Werder Bremen gar als Endspiel für die Verantwortlichen ein. „Die Lage bei den Männern ist allen im Verein bewusst. Die sportliche Leitung hinterfragt kritisch, was wir besser machen müssen. Sollten wir als Verein zum Ergebnis kommen, dass wir Konsequenzen ziehen müssen, tun wir dies“, ließ sich Sebastian Rudolph, Aufsichtsrat des VfL Wolfsburg, unter der Woche vom „Kicker“ und der „Wolfsburger Allgemeinen Zeitung“ zitieren. Sätze, die natürlich auch in Bremen wahrgenommen wurden - auch wenn Horst Steffen sie nicht in direkten Bezug zum Spiel am Freitagabend setzen will.

Werder Bremen im Liveticker gegen den VfL Wolfsburg: Trainer Horst Steffen warnt vor kriselnden „Wölfen“

Auf die Frage, ob er mit einem verunsicherten Gegner rechnet, entgegnet der 56-Jährige entschlossen: „Nein, überhaupt nicht. Wolfsburg hat Qualität und wird den eigenen Plan gegen uns unbedingt umsetzen wollen. Sie werden sehr engagiert auftreten, möglicherweise mit einer Jetzt-erst-Recht-Mentalität.“ Vor den grundsätzlichen Fähigkeiten des VfL Wolfsburg hat Steffen ohnehin großen Respekt: „Die Leistungen, die ich von ihnen gesehen haben, sprechen dafür, dass es eine gut zusammengestellte Mannschaft ist, die gerade nur ihre Punkte nicht holt.“ Werder Bremen hingegen tut genau das seit einigen Wochen zuverlässig - wie gesagt: ohne dabei zu glänzen. „Zur Wahrheit gehört aber auch, dass wir eine Stabilität in der Mannschaft haben, die dazu führt, dass wir auch in Spielen wie gegen Mainz punkten können“, unterstreicht Horst Steffen. Das sei eine wichtige Erkenntnis, „weil sie zeigt, dass wir ein gutes Gerüst haben“. Womöglich sogar eines, dass den Verein zwischenzeitlich bis auf Platz sieben hieven kann.

„Wir sehen die Tabelle natürlich auch und können das einordnen“, sagt Horst Steffen. „Es geht aber vielmehr darum, wie der nächste Gegner spielt und was wir dem entgegenstellen können. Der Blick auf die Tabelle macht bei mir vielleicht zwei Prozent aus.“ Die Spieler dürfen das in den Augen des Trainers aber gerne anders handhaben: „Sie können gerne draufschauen und es als zusätzliche Motivation nehmen.“ Vielleicht trägt es ja dazu bei, dass der SV Werder Bremen gegen den VfL Wolfsburg (live im TV) den dritten Heimsieg in Folge einfährt. (dco)

Rubriklistenbild: © gumzmedia

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