SVW-Einzelkritik
Werder Bremen in Noten gegen Wolfsburg: Jens Stage wieder wichtig, Justin Njinmah enttäuscht
Der SV Werder Bremen hat gegen den VfL Wolfsburg dramatisch und ganz spät noch mit 2:1 (0:1) gewonnen. Die Spieler in der Einzelkritik – mit Noten.
Mio Backhaus: War beim 0:1 durch Svanberg ohne Chance (28.) – und verhinderte vor der Pause Schlimmeres. Gegen Arnold (38.) und Eriksen (40.) auf dem Posten. Strahlte Ruhe aus und löste auch komplizierte Situationen souverän. Note 2
Amos Pieper erneut stark: Die Noten zum Drama-Sieg des SV Werder Bremen gegen den VfL Wolfsburg
Yukinari Sugawara: Präsentierte sich auf der rechten Abwehrseite defensiv fleißig und wählte im Aufbau häufig den tiefen Pass. Das ging nicht immer auf – auch, weil er sich Unkonzentriertheiten erlaubte. Bereitete per präziser Flanke das 1:1 vor (84.). Vergab kurz vor Schluss noch eine dicke Chance. Note 3
Amos Pieper: Hatte bereits nach fünf Minuten eine dicke Kopfballchance, scheiterte aber an Wolfsburgs Torhüter Grabara. Traf im Zentrum der Viererkette viele gute Entscheidungen, auch wenn er nicht ganz fehlerfrei blieb. Note 2
Karim Coulibaly (bis 80.): Startete mit einem Stockfehler (3.), ließ sich davon aber nicht beirren. Gewann vor der Pause 83,3 Prozent seiner Zweikämpfe, weil er kompromisslos agierte. Brachte Werder per Fehlpass aber auch einmal in Gefahr (40.). Note 3
Marco Friedl: Der Kapitän übernahm zum vierten Mal in Folge den Part des Linksverteidigers – und sah beim 0:1, das über seine Seite fiel, nicht gut aus. War darum bemüht, offensiv Akzente zu setzen, seinen Flanken fehlte es aber an Präzision. Note 3,5
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Immer wieder Jens Stage: Werder Bremen in Noten gegen den VfL Wolfsburg
Jens Stage: Der Däne verzeichnete im Zentrum wichtige Ballgewinne, womit er mögliche Wolfsburger Gefahr ein ums andere Mal im Keim erstickte. Trat offensiv dafür lange Zeit kaum in Erscheinung – bis zur 84. Minute, als er wie schon in Mainz zur Stelle war und zum wichtigen 1:1 traf. Note 2
Senne Lynen (bis 86.): Bekam es hauptsächlich mit Wolfsburg-Star Eriksen zu tun, dessen Kreise er über weite Strecken gut einengte. Ließ sich mit dem Ball in einigen Szenen zu viel Zeit, was bestraft wurde. Note 3
Marco Grüll: Dieses Mal zu Beginn auf der linken Seite aufgeboten, ließ er sich bei gegnerischem Ballbesitz tief fallen. War gewohnt viel unterwegs – Ertrag brachte das aber kaum einmal ein. Nach dem Positionswechsel auf die rechte Seite deutlich verbessert und mit gefährlichen Abschlüssen (71./75.). Note 3
Romano Schmid: Sorgte mit seinen Eckbällen für Gefahr im Wolfsburger Strafraum und verfehlte per Distanzschuss kurz vor der Pause nur knapp sein Ziel (45.). Aus dem Spiel heraus zündeten die meisten seiner Ideen aber nicht. Note 3,5
Werder Bremens Offensive lange schwach: Die Noten zu Werder Bremens Drama-Sieg gegen VfL Wolfsburg
Justin Njinmah (bis 65.): Stand erstmals seit Anfang Oktober in der Anfangsformation und lieferte auf dem rechten Flügel einen unglücklichen Auftritt ab. Blieb zu oft hängen, in anderen Szenen passte die Abstimmung mit den Kollegen nicht. Note 5
Keke Topp (bis 65.): Rückte für Boniface ins Team und kam somit zu seinem ersten Startelf-Einsatz der Saison. Machte in vorderster Reihe viele Bälle fest und warf sich in jedes Duell. Vertändelte allerdings auch eine gute Konterchance (34.) und blieb selbst ohne nennenswerten Torabschluss. Note 4
Samuel Mbangula (ab 65.): Sortierte sich auf dem linken Flügel ein, Grüll wechselte dafür nach rechts. War ein belebendes Element für die Offensive – und am Ende durch seinen Treffer zum späten 2:1 der Held des Abends. Note -
Victor Boniface (ab 65.): Übernahm das Sturmzentrum und beschäftigte die Wolfsburger Abwehr. Seine Abschlüsse gerieten aber zu unplatziert. Auf sein erstes Werder-Tor muss er weiterhin warten, leitete aber mit einem verunglückten Fallrückzieher kurios Mbangulas Siegtreffer ein. Note –
Isaac Schmidt (ab 80.): Erlebte die letzten Minuten als Linksverteidiger auf dem Platz, wodurch Friedl ins Zentrum rücken konnte. Note –
Leonardo Bittencourt (ab 86.): Kam zu seinem ersten Einsatz seit Mitte Oktober. Note –
Cameron Puertas (ab 86.): Auch er durfte noch ein paar Minuten sammeln. Note -
Weiter mit der Aufstellung:
Werder-Bremen-Aufstellung gegen VfL Wolfsburg: Überraschung im Sturm - Friedl wieder außen
Der SV Werder Bremen spielt am Freitag gegen den VfL Wolfsburg. So könnte die Startelf-Aufstellung von Trainer Horst Steffen aussehen.
Update vom 7. November 2025 (19.20 Uhr): Jetzt ist die Startelf-Aufstellung des SV Werder Bremen da - Keke Topp startet, Samuel Mbangula und Victor Boniface sind draußen, Marco Friedl spielt wieder Linksverteidiger! Alle Infos lest ihr im DeichStube-Liveticker zum Heimspiel des SV Werder Bremen gegen den VfL Wolfsburg!
Bremen - Dass sich Marco Friedl auf der Position des Linksverteidigers nicht mehr allzu wohl fühlt, war während des jüngsten Auswärtsspiels des SV Werder Bremen beim 1. FSV Mainz 05 deutlich zu sehen: Der Österreicher haderte, hatte Probleme ins Spiel zu kommen und leistete sich (wie seine Mitspieler auch) unnötige Fehler. Vor dem Heimduell gegen den VfL Wolfsburg (Freitag, 20.30 Uhr, DeichStube-Liveticker) könnte Friedl nun in die Mitte zurückkehren, was für den Kapitän und seine Mannschaft eigentlich eine gute Nachricht ist - Cheftrainer Horst Steffen allerdings vor eine schwierige Entscheidung stellt.
Werder Bremen-Aufstellung gegen VfL Wolfsburg: Rückt Marco Friedl wieder in die Innenverteidigung?
Klar ist: Als Aushilfe auf der linken Abwehrseite wird Marco Friedl gegen den VfL Wolfsburg - anders als in den Spielen gegen Heidenheim, Union Berlin und eben Mainz - nicht mehr zwingend gebraucht, weil Isaac Schmidt nach seiner Fußverletzung wieder vollkommen fit ist. „Er hat seine Verletzung überstanden. Meine aktuelle Einschätzung ist so, dass ich das Gefühl habe, dass er für einen Einsatz von Beginn an in Frage kommt“, sagte Steffen über den Schweizer, der in Mainz in der 81. Minute eingewechselt worden war. Der Weg zurück in die Innenverteidigung wäre demnach frei für Friedl - allerdings hat das Duo Karim Coulibaly/Amos Pieper dort zuletzt gute Leistungen gezeigt. Möglich, dass Youngster Coulibaly, wie Friedl ebenfalls ein Linksfuß, nun eine Pause erhält. In die Karten schauen lassen wollte sich Trainer Steffen naturgemäß nicht.
Auf den anderen Positionen herrscht dafür weitestgehend Klarheit: Torhüter Mio Backhaus ist ebenso gesetzt wie Yukinari Sugawara als Rechtsverteidiger. Das defensive Zentrum im Mittelfeld dürften zudem auch gegen den VfL Wolfsburg einmal mehr Senne Lynen und Jens Stage bilden. Bleibt noch die Offensivreihe. Denkbar, dass Justin Njinmah eine neue Chance in der Startelf des SV Werder Bremen bekommt, nachdem er in Mainz als Joker für frischen Wind gesorgt hatte. Marco Grüll oder Samuel Mbangula müssten dann weichen. Auf der Mittelstürmerposition dürfte derweil einmal mehr Victor Boniface die Nase vorn haben, auch wenn der Nigerianer zuletzt in Mainz Schwierigkeiten hatte. (dco)
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