Mbangula, Boniface und Co.
Wieder Belebung von der Bank: Werder-Trainer Steffen erklärt neue Joker-Stärke
In Samuel Mbangula und Victor Boniface bringen einmal mehr die Einwechselspieler beim SV Werder Bremen die Wende - dieses Mal mit vertauschten Rollen.
Bremen – Im Grunde war es das gleiche Muster, nur die personelle Rollenverteilung war eine andere. Wie schon beim späten Punktgewinn in Mainz (1:1) waren es auch am Freitagabend wieder die Einwechselspieler, die dem SV Werder Bremen in der Schlussphase die nötige Ration an Frische und Intensität brachten – und damit letztlich nach 0:1-Rückstand sogar noch einen späten 2:1-Heimerfolg über den VfL Wolfsburg. „Die Jungs, die von der Bank kamen, haben in den letzten Wochen immer wieder neue Energie ins Spiel gebracht“, lobte Werders Leiter Profifußball Peter Niemeyer – und hielt fest: „Das ist elementar wichtig für uns.“
Werder Bremen-Wechsel mit vertauschten Rollen: Wie gegen Mainz 05 bringen auch gegen Wolfsburg die Einwechselspieler die Wende
Namentlich waren es gegen Wolfsburg allen voran die Offensivkräfte Samuel Mbangula (kam in der 65. Minute für Justin Njinmah) und Victor Boniface (kam in der 65. Minute für Keke Topp) gewesen, die Belebung mit auf den Rasen brachten – und für den späten Siegtreffer in Co-Produktion verantwortlich zeichneten. Einen verunglückten Fallrückzieher-Versuch von Boniface nutzte Mbangula technisch hochanspruchsvoll zum späten 2:1, indem er die Bogenlange aus vollem Lauf volley im Tor unterbrachte (90.+4). Dabei hatte das Duo in der Vorwoche gegen Mainz noch zu den schwächsten Profis des SV Werder Bremen gezählt, war seinerseits vorzeitig ausgewechselt und für das Wolfsburg-Spiel aus der Startelf genommen worden. Weil eben Njinmah und Topp ihre Joker-Rolle jeweils ordentlich erfüllt hatten.
Tor nach Einwechslung: Werder Bremen-Trainer zufrieden mit Reaktion von Samuel Mbangula gegen Wolfsburg
„Die Jungs, die ihn Mainz reingekommen sind, waren gut, sodass das Gefühl vermittelt werden durfte, dass die, die hinten dran sind, auch ihre Chance bekommen, wenn der eine oder andere mal schwächelt“, erklärte Steffen. Andersfalls, also ohne diese Durchlässigkeit, „fallen mir einige Jungs irgendwann weg“, was der Trainer des SV Werder Bremen selbstredend vermeiden möchte. Darüber hinaus kann das Rotationsmodell andere Profis wiederum anstacheln, wie das Beispiel Samuel Mbangula gegen Wolfsburg gezeigt hat. „In Mainz war ich nicht einverstanden mit seiner Leistung“, sagte Steffen über den 21-jährigen Belgier – und betonte mit einem Lächeln: „Seine Reaktion gegen Wolfsburg war gut, genauso muss es sein. Von mir aus darf er mit Toren nach Einwechslungen gerne beweisen, dass er in die Anfangself gehört.“ (dco)
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