Nach schwachem Unentschieden
Drei Impulse für einen Punkt: Wie Werders Bank in Mainz für wichtigen Schwung sorgte
Erst mit einigen Einwechslungen kam Werder Bremen gegen den FSV Mainz 05 besser ins Spiel. Wie die Joker um Cameron Puertas für frischen Schwung sorgten.
Mainz – Während Horst Steffen beim 1:0-Heimsieg in der Vorwoche gegen Union Berlin bis zur 84. Minute wartete, um mit einer Einwechslung einen Impuls von der Bank zu setzen, reagierte der Cheftrainer des SV Werder Bremen beim 1:1 gegen den FSV Mainz 05 bereits in der Halbzeitpause. Für den bis dahin enttäuschenden Samuel Mbangula kam Cameron Puertas in die Partie – und sorgte im zweiten Durchgang tatsächlich für frischen Schwung. „Das, was er eingebracht hat, war genau das, was uns gefehlt hat: diese Aktivität in Richtung Ball, das Reinstechen, das Bälle-erobern-Wollen. Das zeichnet ihn aus, und das hatten wir heute nicht“, lobte Steffen den gebürtigen Schweizer im Nachgang.
Einwechslungen bringen Werder Bremen gegen Mainz 05 frische Impulse: „Waren ab der 60. Minute einigermaßen im Spiel“
War Cameron Puertas vor zwei Wochen beim ebenfalls intensitätsarmen 2:2 in Heidenheim noch einer der schwächeren Bremer gewesen und in den darauffolgenden beiden Spielen aus der Startelf gerutscht, zeigte sich die Leihgabe aus Saudi-Arabien in Mainz klar verbessert. „Er hat heute eine gute Halbzeit gespielt“, bilanzierte Steffen und ergänzte: „Ab der 60. Minute waren wir auch insgesamt einigermaßen im Spiel.“ Dazu trugen auch die weiteren Einwechselspieler Justin Njinmah und Keke Topp bei, die rund um die Stundenmarke bei Werder Bremen in die Partie kamen. Njinmah hätte nach schöner Vorarbeit von Puertas beinahe mit seinen ersten Ballkontakten den Ausgleich erzielt, scheiterte jedoch freistehend am Mainzer Keeper Robin Zentner, der stark reagierte und den Ball um den Pfosten lenkte.
Werder Bremen braucht neuen Schwung durch Joker - Auch Keke Topp setzte Akzente
Auch Topp setzte bei seinem bisher längsten Saisoneinsatz Akzente: In der Entstehung des späten Ausgleichstreffers behauptete der Youngster den Ball an der rechten Strafraumkante und legte auf Amos Pieper ab, dessen Flanke schließlich über Umwege bei Torschütze Jens Stage landete. Auch wenn nicht jede Aktion der drei Joker gelang, brachten sie belebende Elemente ins Spiel des SV Werder Bremen – oder wie Werders Sportchef Clemens Fritz es zusammenfasste: „Ich habe es heute schon so wahrgenommen, dass von unserer Bank nochmal neuer Schwung kam.“ (bvo/dco)
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