Wink vor Heidenheim
Er soll jetzt zum Werder-Retter werden: Thioune deutet Startelf-Einsatz von Milosevic an
Werder Bremen braucht im Abstiegskampf dringend Tore. Jetzt soll Jovan Milosevic zum Retter werden. Mit Blick auf die Aufstellung winkt Trainer Daniel Thioune mit dem Zaunpfahl.
Seit drei Spieltagen steht Daniel Thioune nun schon als Cheftrainer beim SV Werder Bremen in der Verantwortung – allzu viel Grund zur Freude hatte der 51-Jährige seitdem nicht. Die Partien gegen Freiburg, Bayern München und den FC St. Pauli gingen allesamt verloren, darüber hinaus erzielte Werder unter Thioune erst ein einziges Tor. Der Mann, der dafür während des 1:2 am Millerntor gesorgt hat, rückt vor dem anstehenden Heimspiel gegen den 1. FC Heidenheim (Samstag, 15.30 Uhr, DeichStube-Liveticker) automatisch in die Rolle des Hoffnungsträgers: Jovan Milosevic. Jetzt winkt ihm gegen Heidenheim die Startelf-Premiere unter Werder-Coach Thioune.
Werder Bremen-Trainer Daniel Thioune will auf Jovan Milosevic setzen: Startelf-Wink vor Spiel gegen 1. FC Heidenheim
„Im besten Falle übernimmt Jovan bei uns die Rolle des Torjägers“, sagte der Trainer am Freitag, „denn das ist das Aufgabengebiet, in dem er sich am wohlsten fühlt und uns am meisten helfen kann.“ Nach seiner Einwechslung beim FC St. Pauli benötigte Mittelstürmer Jovan Milosevic lediglich eine Minute, um den zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich zu besorgen. Sein bereits zweiter Treffer im siebten Einsatz für Werder Bremen. „Seine Trainingswoche war gut und energetisch“, lobte Thioune, in dessen Augen noch etwas für den Angreifer aus Serbien spricht, den die Bremer bis Saisonende vom VfB Stuttgart ausgeliehen haben: „Jovan ist unbelasteter als viele andere, weil er die 13 Spiele, die wir auf einen Sieg warten, nicht alle miterlebt hat. Zudem ist er im Januar mit vielen Toren im Rücken zu uns gekommen.“ Zwölf Mal hatte Milosevic für Partizan Belgrad in 17 Liga-Spielen getroffen, ehe er in die Bundesliga zurückkehrte, wo er nun zum Bremer Retter werden soll.
Thioune jedenfalls plant inzwischen fest mit dem 20-Jährigen: „Schließen Sie mal nicht aus, dass er am Samstag von Beginn an spielen wird“, sagte der Trainer während der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen den 1. FC Heidenheim. Zuletzt sei Jovan Milosevic zwar „etwas ins Hintertreffen“ geraten, damit dürfte es aber vorbei sein. Nochmal Thioune, andere Wortwahl, gleiche Aussage: „Seien Sie nicht überrascht, wenn Jovan am Samstag beim Anpfiff auf dem Platz steht. Dann darf er gerne so weitermachen wie in der vergangenen Woche.“ (dco)
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