Größere Fehlerkette
Nach Fehler vor Gegentor: Werder-Trainer Daniel Thioune nimmt Julian Malatini in Schutz
In der Entstehung des Freiburger Führungstreffers gegen den SV Werder Bremen unterlief Julian Malatini ein Fehler. Wie Coach Daniel Thioune die Szene einordnet.
Es waren 20 Sekunden, die am Samstagnachmittag letztlich über den Ausgang der Partie zwischen dem SC Freiburg und dem SV Werder Bremen entscheiden sollten. Wenige Augenblicke, nachdem Justin Njinmah in der 13. Spielminute mit einem spektakulären Fallrückzieher am SC-Keeper Noah Atubolu gescheitert war, schlenzte Ex-Bremer Jan-Niklas Beste auf der Gegenseite den Ball gefühlvoll in den Winkel zum entscheidenden 1:0 für die Hausherren. Vorausgegangen war ein nicht besonders clever geführter Zweikampf von Julian Malatini, der sich zwar zunächst gegen seinen Gegenspieler durchsetzte, dann aber doch den Ball verlor, wodurch Beste erst in Abschlussposition kam. Es war nicht die einzige Szene, in der der argentinische Innenverteidiger bei seinem dritten Startelfeinsatz in Folge unglücklich aussah.
Julian Malatini mit Fehler vor Werder Bremens Gegentor in Freiburg – so reagiert Trainer Daniel Thioune
Die Schuld am Gegentor wollte Cheftrainer Daniel Thioune jedoch keineswegs allein bei Julian Malatini suchen. „Gar kein Vorwurf an Julian. Ich glaube, dass er zwar nicht gut aussieht in der Situation, aber am Ende des Tages darf man sich auch darüber unterhalten, warum wir überhaupt in eine solche Situation kommen“, sagte der 51-Jährige am Sonntagmorgen. Besonders störte den Übungsleiter dabei, dass Werder Bremen zunächst deutlich in der Überzahl war, dann jedoch nicht entschlossen genug im gesamten Team den Rückwärtsgang einlegte. Bereits unmittelbar nach der Partie am Samstagabend monierte Thioune: „Ich fand schon, dass ein Jan-Niklas Beste und ein Olivier Deman quasi auf Augenhöhe gestartet sind. Der eine war nur etwas konsequenter im Umschalten als der andere.“
Auch Kapitän Marco Friedl suchte die Ursache nicht im Zweikampfverhalten seines Nebenmannes, machte aber dennoch deutlich: „Wenn ich daran denke, wie wir das 1:0 kriegen, darfst du in so einer Situation nicht solche dummen kleinen Fehler machen, weil nicht nur Freiburg, sondern generell die ganze Liga uns damit bestraft.“ Auch Thioune betonte, dass eine Verkettung mehrerer kleiner Fehler letztlich zum Gegentor von Werder Bremen geführt habe: „Karim (Coulibaly) kann da auch noch etwas früher aus der Box herausstechen, um den Abschluss zu blockieren. Deshalb ist die Situation nicht auf Julian allein zu reduzieren, sondern auf das Team.“ (bvo)
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