DeichStube-Meinung

Kommentar zu 100 Tage Horst Steffen und Werder: Auf dem Weg zu einem neuen „Perfect Match“

Horst Steffen als Trainer bei Werder Bremen – was früh hätte ins Wanken geraten können, hat sich bemerkenswert entwickelt. Ein Kommentar von DeichStube-Reporter Bjarne Voigt.

Es war wirklich keine leichte Aufgabe, das Erbe von Ole Werner anzutreten. Dafür war der langjährige Trainer des SV Werder Bremen sportlich zu erfolgreich und menschlich zu passend für Verein und Umfeld. In der heutigen Zeit würde man sagen: Es war ein „Perfect Match“. Umso mehr Respekt gebührt Horst Steffen nach dessen ersten 100 Tagen im Amt, denn trotz der Verdienste seines Vorgängers spielt der Name Ole Werner am Osterdeich aktuell keinerlei Rolle mehr.

Mal locker und lustig, mal ernst und konsequent: Horst Steffen zeigt als Trainer des SV Werder Bremen verschiedene Facetten von sich. Seine Art scheint anzukommen.

Trainer Horst Steffen überwindet in 100 Tagen bei Werder Bremen viele Hürden – ein Kommentar

Dabei gab es in diesen ersten 100 Tagen genügend Widerstände, die dafür hätten sorgen können, dass die Liaison zwischen Horst Steffen und den Grün-Weißen frühzeitig ins Wanken gerät: das enorme Verletzungspech, die späten Transfers, der schwierige Saisonstart samt Pokal-Aus. Der 56-Jährige hatte in seinen ersten drei Monaten mehr Hürden zu überwinden als so mancher Trainer in einer ganzen Spielzeit. Umso bemerkenswerter ist, mit welchem Optimismus und welcher Freude Steffen dennoch jedes Thema angeht – und auch öffentlich abmoderiert. Selbst in den unruhigsten Phasen am Ende des Transferfensters gab es vom Cheftrainer des SV Werder Bremen kein Murren, sondern vielmehr Verständnis für die Situation.

Kommentar zu 100 Tagen Horst Steffen bei Werder Bremen: Weg zum „Perfect Match“ – aber Punkte müssen her

Dabei kann Steffen auch anders. Im Training zeigt er regelmäßig, dass er eine klare Vorstellung davon besitzt, wie die Arbeit untereinander zu funktionieren hat – und dass er diese auch konsequent einfordert. Ein reiner Kuscheltyp ist Steffen also beileibe nicht. Und dennoch zahlen sich sein Vertrauen und seine fast väterliche Behutsamkeit gegenüber jungen Spielern wie Karim Coulibaly oder Patrice Covic bereits jetzt aus. Gelingt es dem gebürtigen Rheinländer nun noch, die bislang wacklige Defensive zu stabilisieren und in den kommenden Wochen ordentlich Punkte gegen vermeintliche Gegner auf Augenhöhe zu holen, dürfte die Halbjahresbilanz seiner ersten Amtszeit rosig ausfallen. Schon jetzt lässt sich jedoch festhalten: Horst Steffen und Werder Bremen sind auf dem besten Weg, ein neues „Perfect Match“ zu werden. (bvo)

Rubriklistenbild: © gumzmedia

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