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Bremen - Seit dieser Saison ist er Werders Kapitän, steht also noch mehr im Zentrum der öffentlichen Betrachtung als ohnehin schon - das war Max Kruse bewusst, bevor er das Amt übernommen hat.
Im Talkformat „Weserstrand“ des Weser Kurier hat der 30-Jährige nun einige private Einblicke gewährt. Kruse sprach dabei unter anderem über seinen Vater, seine große Leidenschaft Pokern sowie über einen speziellen Auftritt in einer Hamburger Schwulenbar.
Fast immer, wenn Max Kruse spielt, sitzt sein Vater Frank auf der Tribüne, um seinem Sohn bei der Arbeit zuzusehen. „Mein Vater war früher bei fast jedem Spiel von mir und ist es auch heute noch. Ich kann mich gut daran erinnern, wie er nach meinem ersten Bundesliga-Spiel, als ich bei Werder eingewechselt wurde, auf der Tribüne stand und geweint hat. Das sind Momente, die man nie vergisst“, sagte Kruse im Gespräch mit Moderator Axel Brüggemann.
Mit freiem Oberkörper in einer Schwulenbar kellnern
Noch so ein unvergesslicher Moment - wenn auch aus deutlich weniger emotionalem Grund - dürfte für Kruse das Ritual zum Einstand beim FC St. Pauli gewesen sein. Der Angreifer musste damals mit freiem Oberkörper in einer Schwulenbar kellnern. „Dazu gab es noch Hasenohren. Zum Einstand muss man meistens singen, und es gibt den ein oder anderen alkoholischen Drink. Da ich keinen Alkohol trinke, musste ich halt etwas anderes machen.“
Noch vor seinem Wechsel zu St. Pauli hatte Kruse in Bremen seine Passion für das Pokerspiel entdeckt - mit einigen Mitspielern im Casino Bremen. „Ich war 18 Jahre alt, neu in Bremen und war im Casino. Da habe ich ein paar Jungs von den Profis gesehen, die dort gespielt haben. Von denen musste einer gehen. Warum, das weiß ich bis heute nicht. Er hat mir angeboten, mit seinem Geld weiterzuspielen. Da kann man natürlich nicht Nein sagen.“ Heute nimmt Werders Kapitän regelmäßig an Turnieren in Las Vegas teil. Als Poker-Profi sieht er sich aber nicht.
„Wenn ich etwas verliere, interessiert das keine Sau“
„In den Zeitungen steht nur etwas, wenn ich gewonnen habe. Wenn ich etwas verliere, interessiert das keine Sau. Es sei denn, ich verliere es im Taxi“, scherzte Kruse - und verriet: „Nachdem ich in Vegas etwas gewonnen hatte, habe ich meine ganzen Quittungen beim Finanzamt eingereicht. Also auch die von den Spielen, die ich nicht gewonnen habe. Daraufhin hat das Finanzamt gesagt: Sie machen das sehr hobbymäßig.“