Zukunft des Werder-Routiniers offen

Abschiedsworte im brasilianischen Fernsehen: So ist der Stand bei Werder-Routinier Leonardo Bittencourt

Die Zeit von Leonardo Bittencourt bei Werder Bremen könnte nach der Saison zu Ende gehen. Der Routinier spricht schon von Abschied, aber ist das wirklich schon entschieden?

Bremen – Als am Dienstagmorgen aufgrund der Länderspielpause erneut nur eine kleine Trainingsgruppe beim SV Werder Bremen auf dem Platz stand, nutzte Cheftrainer Horst Steffen die Zeit und ließ intensive Vier-gegen-vier-Duelle auf engem Feld mit zwei Torhütern spielen. Mittendrin: Leonardo Bittencourt. Wie man es vom Routinier gewohnt ist, warf sich der 31-Jährige in jeden Ball und begleitete die Aktionen seiner Kollegen lautstark mit Kommentaren. Die Freude an dieser Spielform war ihm deutlich anzumerken. Trotz der zuletzt geringen Spielzeit – Bittencourt kommt in dieser Bundesliga-Saison bislang auf 179 Minuten in sieben Einsätzen – lässt sich der erfahrene Mittelfeldspieler im Training nicht hängen. Im Gegenteil: Er geht weiterhin voran und übernimmt Verantwortung. Dabei befindet sich der gebürtige Leipziger nicht nur sportlich, sondern auch vertraglich in einer besonderen Phase – schließlich könnte für ihn bald das letzte halbe Jahr in Bremen anbrechen.

Eine offizielle Entscheidung über seine Zukunft ist bei Werder Bremen noch nicht gefallen, aber Leonardo Bittencourt spricht schon von Abschied.

Werder Bremens Leonardo Bittencourt vor Abschied? „Das ist mein letztes Jahr hier, also möchte ich jedes Spiel genießen“

Nach dem Heimsieg gegen den VfL Wolfsburg (2:1) am vergangenen Freitagabend sprach Leonardo Bittencourt in einem Interview mit dem brasilianischen Fernsehsender „Goat“, der die Bundesliga überträgt, über die emotionale Schlussphase und erklärte: „Das ist mein letztes Jahr hier, also möchte ich jedes Spiel genießen. Und so ein Sieg, mit einem Tor in der letzten Minute, nach einem Rückstand, das ist etwas Besonderes.“ Weiter sagte der 31-Jährige: „Ich will einfach alles genießen, weil ich sieben Jahre hier gespielt habe, und es geht langsam zu Ende. Ich möchte diese Momente festhalten, weil sie für immer bleiben werden.“

Zur Einordnung: Bittencourt führte das Interview auf Portugiesisch. Auch wenn die Übersetzung wortgetreu ist, gibt es in jeder Sprache unterschiedliche Interpretationen von Sätzen – etwa bei der Bedeutung von „es ist mein letztes Jahr hier“. Denn Fakt ist: Der Vertrag des Mittelfeldspielers läuft im kommenden Sommer aus. Dennoch können die Sätze auch als vorzeitige Abschiedsworte verstanden werden. Schließlich hatte Bittencourt erst vor Kurzem in einem DeichStube-Interview zu den laufenden Gesprächen mit Werder erklärt: „Ich bin mit Clemens (Fritz, d. Red.) im engen Austausch, wir verstehen uns sehr gut, haben auch vor der Saison schon miteinander gesprochen. Ich glaube, in naher Zukunft wird es eine Entscheidung geben.“

Hat Leo Bittencourt noch eine Zukunft bei Werder Bremen? Gespräche laufen, konkretes Angebot gibt es bisher nicht

Diese Entscheidung ist – soweit zu hören ist – bislang allerdings noch nicht gefallen. Nach Informationen der DeichStube werden im Hintergrund zwar Gespräche geführt, ein konkretes Angebot liegt derzeit jedoch nicht vor. Eine offizielle Absage über eine mögliche Verlängerung gibt es aber eben von beiden Seiten auch noch nicht. Dem Vernehmen nach wünscht sich Leonardo Bittencourt allerdings frühzeitig Klarheit über seine Zukunft und möchte ungern erst im kommenden Frühjahr erfahren, ob es für ihn bei Werder Bremen weitergeht. In den Gesprächen dürfte es neben finanziellen Aspekten vor allem um die zukünftige Rolle des Routiniers gehen – schließlich hat sich seine sportliche Bedeutung mit bislang nur einem Startelfeinsatz in dieser Saison deutlich reduziert. Dass der erfahrene Profi mit seinen fußballerischen Fähigkeiten und seiner Persönlichkeit in der Kabine dennoch wertvoll bleibt, hat er in der Vergangenheit mehrfach bewiesen. Ob sich beide Seiten auch zukünftig eine gemeinsame Rolle vorstellen können, ist derzeit noch offen. (bvo)

Rubriklistenbild: © gumzmedia

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

Frech und pfiffig: Diese Pferderassen haben es faustdick hinter den Ohren

Frech und pfiffig: Diese Pferderassen haben es faustdick hinter den Ohren

Kanufahren, Demokratieworkshop und sportliche Wettkämpfe

Kanufahren, Demokratieworkshop und sportliche Wettkämpfe

Die Bildergalerie der Bands: Das war am Samstag auf den Hurricane-Bühnen los

Die Bildergalerie der Bands: Das war am Samstag auf den Hurricane-Bühnen los

Hurricane Festival 2026: Die Fotos vom Sonntag

Hurricane Festival 2026: Die Fotos vom Sonntag

Kommentare