Werder-Pechvogel trifft erneut ins eigene Netz
Friedl macht’s wie der „Kaiser“: Werder-Kapitän zieht im Pechvogel-Ranking mit Beckenbauer gleich
Armer Marco Friedl: Dem Kapitän des SV Werder Bremen ist im Bundesliga-Spiel beim BVB (2:2) einmal mehr ein Eigentor unterlaufen, dazu noch ein irreguläres. Damit zieht der Österreicher mit Franz Beckenbauer gleich.
Bremen – Es ist kein Rekord, auf den ein Profi-Fußballer besonders scharf ist. Aber Marco Friedl muss sich zumindest mit dem Gedanken befassen, dass er irgendwann einmal einen unangenehmen Bundesliga-Bestwert knacken könnte – schließlich will der 26-Jährige noch einige Saisons in Deutschlands Beletage unterwegs sein. Gegen Borussia Dortmund (2:2) unterlief dem Österreicher jetzt bereits das vierte Eigentor seiner Karriere, ein eigentlich irreguläres noch dazu, weil BVB-Profi Ramy Bensebaini im Abseits stand. Denn der Kapitän des SV Werder Bremen hat bei Schüssen ins eigene Netz nun genauso oft zugeschlagen wie ein gewisser Franz Beckenbauer. Auch den „Kaiser“ erwischte es trotz unbestrittener fußballerischer Klasse viermal. Um mit den Führenden der Statistik gleichzuziehen, benötigt Friedl noch zwei weitere Negativerlebnisse, denn Manfred Kaltz (Hamburger SV) sowie Nikolce Noveski (1. FSV Mainz 05 - gegen Werder live im TV und Livestream) fabrizierten sogar jeweils sechs Eigentore. Der Ex-Bremer Per Roentved hatte fünf Nackenschläge dieser Art zu verkraften.
Marco Friedl erzielt schon sein 4. Bundesliga-Eigentor: Werder Bremen-Pechvogel zieht mit FC Bayern-Legende Franz Beckenbauer gleich
Größer als der Frust über das nächste Eigentor war bei Marco Friedl allerdings die Unzufriedenheit über die Leistung des SV Werder Bremen - zumindest in der ersten Stunde der Partie. „Es kann nicht sein, dass du in Überzahl 0:2 zurückliegst und der Musik hinterherläufst“, schimpfte der Innenverteidiger am vereinseigenen TV-Mikrofon. „Wir haben vieles vermissen lassen, waren nicht scharf genug. Und wir haben wieder viel zu billig die Tore bekommen.“
Dass es am Ende gegen den BVB noch zu einem Remis reichte, war da für Marco Friedl nur ein schwacher Trost. „Ich bin enttäuscht, denn ich will jedes Spiel gewinnen. Und auch wenn du hier 0:2 zurückliegst, war die Chance wieder da. Wir hatten so viel Platz, so viele Räume, waren aber einfach zu unsauber“, bemängelte der Kapitän des SV Werder Bremen. „Der Gegner hatte gefühlt zwei Chancen und macht daraus zwei Tore. Das müssen wir als Team in Zukunft einfach besser machen. Es ärgert mich, dass wir es so hergeschenkt haben.“ (mbü)