Werder-Transfer-News
Was wird aus Werders Abwehrchef? Marco Friedl spricht über möglichen Abschied
Kommt es auch bei Werder Bremens Kapitän Marco Friedl zu einem Sommer-Transfer? Jetzt spricht der WM-Fahrer über einen möglichen Abschied.
Als Kapitän ist er eine der zentralen Figuren beim SV Werder Bremen, seit 2018 trägt Marco Friedl nun schon das Trikot der Hanseaten. Eine lange Zeit, in der eine Menge passiert ist und in der es Höhen und Tiefen für den Abwehrchef des Bundesligisten gab. Ein ganz besonderes Erlebnis steht für den 28-Jährigen in diesem Sommer an, denn am Donnerstag fliegt er mit der österreichischen Nationalmannschaft zu Weltmeisterschaft. Dort könnte sich Friedl theoretisch auch ins Blickfeld anderer Clubs spielen, Auftritte auf der global größten Bühne sind jedenfalls nicht ausgeschlossen – das bewies zuletzt ein 45-minütiger Auftritt während der WM-Generalprobe gegen Tunesien (1:0). Im Interview mit der italienischen „Gazzetta dello Sport“ spricht Friedl darüber, was passieren müsste, damit er Werder verlässt.
Sommer-Transfer? Werder Bremens Kapitän Marco Friedl spricht über möglichen Abschied
„Ich bin seit neun Jahren hier, und das zeigt, dass ich glücklich bin“, betonte der Innenverteidiger, sagte aber auch: „Ich weiß nicht, was die Zukunft bringt, aber sollte sich eine Gelegenheit ergeben, müsste sie mich vollkommen überzeugen. Ich möchte um etwas Wichtiges spielen und hoffe, dass das bei Werder klappt.“ Doch es gibt auch einen Verein, für den Marco Friedl alles stehen und liegen lassen würde, wie er verriet: „Ich verfolge den AC Mailand in der Serie A. Ich habe sie im Champions-League-Finale und in anderen wichtigen Spielen gesehen. Für mich ist es ein extrem faszinierender Verein.“ Passenderweise soll ausgerechnet sein Bundestrainer Ralf Rangnick beim italienischen Topclub zum Kandidatenkreis auf die zu vergebende Stelle des Coaches zählen. Friedl scherzt: „Wenn die Rossoneri jemals Interesse an mir hätten, würde ich auch ohne ihn wechseln. Spaß beiseite, das ist alles sehr abstrakt. Ich konzentriere mich voll und ganz auf Werder Bremen und die Weltmeisterschaft, nicht auf einen möglichen Transfer.“
In der Vergangenheit stand immer mal wieder ein Wechsel im Raum. Vor vielen Jahren wollte sich Friedl zum 1. FC Union Berlin streiken, ehe er doch blieb und sich den Stellenwert erarbeitet, den er jetzt besitzt. Und der auch anderen Clubs nicht verborgen geblieben ist – vor wenigen Monaten war etwa von einer Millionen-Offerte seitens des inzwischen abgestiegenen VfL Wolfsburg die Rede gewesen. „Es gab sowohl im Sommer als auch im Winter Kontakte. Letztlich kam der Wechsel nicht zustande, weil ich nicht hundertprozentig überzeugt war und sich die Vereine auch nicht in allen Punkten geeinigt hatten“, sagte Marco Friedl rückblickend. Nicht ausgeschlossen, dass die Thematik nach guten WM-Darbietungen neu an Fahrt gewinnen könnte. Da bei Werder Bremen grundsätzlich kein Spieler unverkäuflich ist, wenn der Preis stimmt, würden sich die Verantwortlichen keineswegs einer passenden Millionen-Offerte verschließen. (mbü)
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