Werder-Stürmer trifft wieder

Werders Doppelpacker Ducksch: Ein Herzchen für den Sohnemann

Marvin Ducksch war mit zwei Toren der entscheidende Mann beim Heimsieg des SV Werder Bremen gegen den VfB Stuttgart. Einen besonderen Jubel gab es oben drauf.
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Marvin Ducksch war mit zwei Toren der entscheidende Mann beim Heimsieg des SV Werder Bremen gegen den VfB Stuttgart. Einen besonderen Jubel gab es oben drauf.

Marvin Ducksch war der entscheidende Spieler beim Heimsieg des SV Werder Bremen gegen den VfB Stuttgart. Im Nachgang äußerte sich der Stürmer über seinen Jubel und sein Verhältnis zu den Fans.

Bremen – Die Stadionregie hatte passenderweise die Melodie zu „Ducksch is on fire“ eingespielt – und die Werder-Fans im Weserstadion sangen so laut wie sie nur konnten. Nach dem zweiten Treffer von Marvin Ducksch beim 2:1-Sieg des SV Werder Bremen gegen den VfB Stuttgart deutete alles auf die große Versöhnung des unglücklichen Stürmers mit den Anhängern hin, zumal der 30-Jährige auch noch mit den Händen deutlich sichtbar ein Herzchen formte. Doch Ducksch hatte noch keine Lust auf das ganz große Happy End, blieb bei dem Thema seiner Linie treu, freute sich aber dennoch ausgiebig über das Ende seiner Torflaute und noch mehr über den Sieg der Mannschaft.

„Es ist toll, dass wir heute gegen eine Topmannschaft eine richtig gute Leistung gezeigt und uns dafür mit drei Punkten belohnt haben“, schwärmte der Stürmer und lobte ganz besonders die Hintermannschaft des SV Werder Bremen: „Bis zum Ende haben wir alles wegverteidigt. Davor kann man nur den Hut ziehen.“ Ähnliches galt für ihn selbst – speziell in der 28. Minute. Denn mental war es gewiss nicht einfach, sich nach neun Spielen ohne Tor den Ball zum Strafstoß zu schnappen. „Aber so sollte man es machen“, sagte der Torjäger und fügte grinsend an: „Ich habe schon ein paar Spiele vorher darauf gehofft, dass wir vielleicht einen Elfmeter bekommen und so der Knoten platzt.“ Und genau das passierte. Marvin Ducksch verwandelte sicher und legte später noch das 2:0 nach – mit etwas Glück, wie er gestand: „Wenn ich den perfekt treffe, geht er wahrscheinlich nicht rein. Ich habe den einfach irgendwie über die linke Innenseite laufen lassen.“

Marvin Ducksch verrät, an wen sein Herzjubel bei Werder Bremens Heimsieg gegen Stuttgart gerichtet war

Genauso ehrlich verriet er auch, für wen sein Herz gedacht war: „Für meinen Sohn auf der Tribüne.“ Also nicht für die Fans des SV Werder Bremen, von denen er im Podcast „kicker meets DAZN“ gesagt hatte, sie würden sich seinen Wechsel wünschen. „Es war einfach mein Gefühl in den letzten Wochen und Monaten, und deswegen habe ich es auch so gesagt“, verteidigte Marvin Ducksch seine viel diskutierten Aussagen, war diesmal mit der Unterstützung aber absolut zufrieden: „Die Fans haben uns heute richtig gut gepusht, jeden Einzelnen, weil sie gemerkt haben, dass jeder alles auf dem Platz lässt. Das war ein perfektes Zusammenspiel zwischen uns auf dem Platz und den Fans auf den Rängen.“
 
Auf eine ganz persönliche Note bis hin zu einer Versöhnung verzichtete Marvin Ducksch, betonte aber, dass dieses Fan-Thema „keinen großen Einfluss auf meine Situation im Sommer hat. Ich habe einen Vertrag bei Werder und fühle mich hier wohl.“ Und mit seinen beiden Toren, immerhin seinen Saisontreffern zehn und elf, hat er dafür gesorgt, dass sich auch alle Fans des SV Werder Bremen wieder wohler fühlen. (kni)

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