Nach Kritik vom Ex-Werder-Stürmer

Nach Ducksch-Kritik wegen mangelnder Wertschätzung: So reagiert Werder-Sportchef Clemens Fritz

In einem Interview hat Marvin Ducksch verbal gegen Werder Bremen und dessen Verantwortliche nachgetreten. Jetzt reagiert SVW-Fußball-Boss Clemens Fritz.

Bremen – Es waren Worte, die am Freitagabend für Aufruhr rund um den SV Werder Bremen gesorgt hatten. In einem Interview mit der „Bild“ hatte Marvin Ducksch, der im Sommer zum englischen Zweitligisten Birmingham City gewechselt war, deutlich die Verantwortlichen an der Weser kritisiert, eine fehlende Wertschätzung im Nachgang des Transfers bemängelt. „Von den Verantwortlichen hat sich keiner mehr bei mir gemeldet – kein Anruf, keine Nachricht“, monierte der gebürtige Dortmunder das Verhalten seiner früheren Chefs. „Wenigstens ein ‚Viel Erfolg‘ und ein ‚Danke für die Jahre‘ wären angebracht gewesen.“ Worte, die klar in Richtung von Werders Fußballchef Clemens Fritz und dem Leiter Profifußball Peter Niemeyer gingen. Fritz äußerte sich am Samstagvormittag vor dem Bundesliga-Heimspiel gegen den 1. FC Köln (Samstag, 15.30 Uhr/DeichStube-Liveticker) gegenüber der DeichStube zu den Vorwürfen – vermied es dabei aber, einen öffentlichen Rosenkrieg auszutragen.

Werder Bremens Ex-Stürmer Marvin Ducksch warf Sportchef Clemens Fritz nun fehlende Rückendeckung am Osterdeich vor. So reagiert der 44-Jährige.

So reagiert Werder Bremens Sportchef Clemens Fritz auf die Kritik von Ex-Bremer Marvin Ducksch

„Ich nehme Marvins Kritik über die fehlende Kontaktaufnahme nach seinem Abschied selbstkritisch an“, sagte der Ex-Profi. Demnach habe es zwischen beiden Seiten nach dem Wechsel im Sommer tatsächlich keinen Kontakt mehr gegeben. Ein Zerwürfnis bestehe dennoch nicht, wie Clemens Fritz deutlich hervorhob: „Wir beide hatten während seiner Zeit bei uns immer ein gutes Verhältnis, und deshalb wird bei uns auch nichts hängen bleiben, weil wir ihm dankbar sind für das, was er für uns geleistet hat.“ Gleichzeitig hätte sich der 44-Jährige allerdings gewünscht, wenn die Kritik auf anderem Wege formuliert worden wäre – und nicht über die Medien: „Ich bin dennoch ein Freund davon, Themen untereinander direkt anzusprechen.“ Der zweifache deutsche Nationalspieler Marvin Ducksch hatte in dem Interview aber nicht nur kritische, sondern auch versöhnliche Sätze gefunden und über seine Zeit beim SV Werder Bremen abschließend gesagt: „Ich habe dem Verein sehr viel zu verdanken, und er wird immer ein besonderer Teil von mir sein, den ich in meinem Herzen trage.“ (bvo)

Rubriklistenbild: © IMAGO/nordphoto GmbH / Tauchnitz

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