Duell im Werder-Tor
Michael Zetterer hängt Jiri Pavlenka ab: Werders deutliche Torwart-Statistik
Auch im Heimspiel des SV Werder Bremen gegen den 1. FC Heidenheim (Samstag, 15.30 Uhr) wird Michael Zetterer im Tor der Grün-Weißen stehen. Der 28-Jährige hat seinem Kontrahenten den Rang als Nummer eins abgelaufen - ein Blick auf die Torhüter-Statistiken zeigt, warum die Entscheidung richtig war.
Bremen – Er kann einem fast schon leidtun: Werder-Keeper Jiri Pavlenka. Über mehr als sechs Jahre hinweg war der Tscheche die klare Nummer eins im Tor des SV Werder Bremen und dabei stets ein wichtiger Rückhalt. Nun muss Pavlenka seit 13 Spieltagen seinem Kollegen Michael Zetterer von der Bank aus bei der Arbeit zusehen. Was anfangs heiß diskutiert wurde, scheint mittlerweile mehr als nachvollziehbar. Während zunächst vor allem das Mitspielen Zetterers als Argument für dessen Aufstieg zur Nummer eins aufgeführt wurde, sprechen mittlerweile auch andere Statistiken eine eindeutige Sprache. Tschechisch klingt sie nicht.
75,9 Prozent der Bälle, die in dieser Saison auf Michael Zetterer zugeflogen kamen, wehrte der Keeper des SV Werder Bremen ab. Das ist der zweitbeste Wert in der kompletten Bundesliga. Lediglich Lukas Hradecky von Spitzenreiter Bayer 04 Leverkusen steht mit 81,1 Prozent noch besser da. Jiri Pavlenka rangiert derweil mit 56,4 Prozent auf Rang 19.
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Werder Bremens Michael Zetterer kassierte in 13 Bundesligaspielen 15 Gegentore, Jiri Pavlenka 17 Gegentore in sieben Partien
In 13 absolvierten Partien nach seiner Beförderung kassierte Michael Zetterer 15 Gegentore. Jiri Pavlenka musste bei 17 Gegentoren zwei Mal öfter hinter sich greifen – und das in gerade einmal sieben Bundesligaspielen. Dass Zetterer schon vier Mal ohne Gegentor blieb, während sich Jiri Pavlenka nur einmal die weiße Weste anziehen durfte, lag nicht nur an der deutlich verbesserten und zuletzt sehr stabilen Bremer Dreierkette. Auch wenn Zetterer im Tor stand, kamen rund vier Schüsse pro Spiel auf den Kasten des SV Werder Bremen. Bei Pavlenka waren es etwa fünf.
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Auch die Fangquote der beiden Keeper zeigt auf, warum eine Torwart-Diskussion mittlerweile hinfällig ist: Während der 1,96 Meter große Jiri Pavlenka, der im Sommer unbedingt als Nummer eins Tschechiens bei der EM in Deutschland auflaufen möchte, nur circa 60 Prozent der Bälle festhalten konnte, waren es beim neun Zentimeter kleineren Michael Zetterer starke 77,2 Prozent. (mas)