Werder-Einzelkritik gegen Heidenheim
Werder Bremen in Noten gegen Heidenheim: Njinmah unglücklich, Ducksch mit Licht und Schatten
Der SV Werder Bremen hat das Bundesliga-Spiel gegen den 1. FC Heidenheim knapp mit 1:2 (1:2) verloren. Die Noten zum Spiel. Alle Bremer in der Einzelkritik.
Michael Zetterer: Beim Rückstand ohne Abwehrchance, kurz darauf nach einer Kleindienst-Hereingabe erst im zweiten Versuch zur Stelle. Verließ vor dem 0:2 früh sein Tor, konnte den Treffer aber nicht verhindern. Später kaum noch geprüft, dafür mit tollem Abschlag auf Ducksch (87.) und imposanter Kopfballchance zum Ausgleich (90.+6). Note 3
Niklas Stark (bis 40.): Verlor vor dem 0:1 das entscheidende Kopfballduell gegen Torschütze Maloney, wenngleich der mit dem Vorteil eines energischen Anlaufs angerauscht kam. Im weiteren Verlauf rigoros in der Zweikampfführung und obendrein mit ein paar öffnenden Pässen in die Spitze. Musste dann mit Hüftproblemen vorzeitig runter. Note 3,5
Marco Friedl: Hätte vor dem 0:2 ruhig etwas dynamischer mit zurücklaufen dürfen. Munterte seine Nebenleute immer wieder klatschend auf, doch insbesondere bei gegnerischen Ecken hatten Friedl und Co. große Nöte. Im Aufbau mit einigen Ungenauigkeiten. Note 4
Anthony Jung: Sah vor dem 0:2 nur noch die Hacken von Vorbereiter und Werder-Leihgabe Dinkci. Ansonsten grundsolide, doch ihn wurmte sichtlich, dass es kaum Angebote aus dem Mittelfeld für entlastende Pässe gab. Gute Flanke vor der späten Kownacki-Möglichkeit (90.+1). Note 3,5
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Werder Bremen in Noten gegen den 1. FC Heidenheim: Senne Lynen liefert weiter ab
Felix Agu (bis 87.): Weil Mitchell Weiser weiterhin verletzt fehlt, erneut auf der rechten Seite unterwegs. Wurde einige Male gut in Szene gesetzt, brachte dann den letzten Pass aber nicht an den Mitspieler. Wurde von Ex-Bremer Beste intensiv bearbeitet und blieb nicht selten nur zweiter Sieger. Wechselte später wieder auf die linke Seite, hatte zwar auch dort Probleme, klärte aber einmal stark gegen Dinkci (75.). Note 4,5
Senne Lynen (bis 87.): Begann etwas verhalten, flankte dann aber punktegenau vor dem Schmid-Tor auf den Kopf des Österreichers (19.). Danach war der Belgier voll auf Ballhöhe, luchste seinen Gegenspielern gleich mehrmals geschickt die Kugel ab. Prallte kurz nach der Pause mit dem Kopf gegen Becks Schädel, wurde länger behandelt, konnte aber weitermachen – und machte weiterhin eine gute Figur. Note 2,5
Olivier Deman (bis 66.): Wählte ein paar Mal zu häufig die Sicherheitsvariante, indem er sich nach hinten drehte und zurückpasste. Bot sich ihm doch einmal etwas Freiraum, trabte er in diesen nur hinein und verzichtete auf Sprints. Note 4
Jens Stage: Hätte nach vier Minuten das 1:0 machen müssen, als er völlig allein aufs Tor zulief, aber nur den Außenpfosten traf. Danach unheimlich engagiert, seine körperliche Robustheit hätte man auch einigen Nebenleuten gewünscht, die nur selten Druck auf den ballführenden Gegner ausübten. Kämpfte bis zum bitteren Ende. Note 3
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Marvin Ducksch und Justin Njinmah glücklos: Werder Bremen in Noten gegen den 1. FC Heidenheim
Romano Schmid: Als im Weserstadion gerade die Stimmung zu kippen drohte, verkürzte der kleinste Akteur auf dem Platz ausgerechnet per Kopf zum 1:2 (19.). Probierte danach eine Menge, die allerletzte Konsequenz bekam er aber nicht in seine Aktionen, weil er zu fehlerhaft agierte. Note 3,5
Marvin Ducksch: Bereitete die frühe Stage-Chance vor, begünstige wenig später aber mit einem Fehlpass die Entstehung des zweiten Heidenheimer Treffers von Beste (17.). Danach in die meisten Offensivbemühungen involviert, doch auch ihm versprang zu oft der Ball. Wehrte sich bis zuletzt gegen die drohende Niederlage und hatte noch das 2:2 auf dem Fuß (87.). Note 4,5
Justin Njinmah (bis 66.): Mühte sich redlich, doch in den meisten Fällen fanden seine Aktionen ein unglückliches Ende, weil er sich entweder festdribbelte oder den falschen Weg wählte, um sich zu positionieren. Gefahr ging so keine von ihm aus. Note 4,5
Julian Malatini (ab 40.): Durfte aufgrund der Stark-Verletzung erstmals über einen längeren Zeitraum zeigen, was er zu leisten imstande ist. Das tat er nicht fehlerlos, insgesamt aber ziemlich abgebrüht. Note 3
Nick Woltemade (ab 66.): Zeigte noch ein paar nette Dribblings, manchmal mit einer Pirouette zu viel. Note -
Rafael Borré (ab 66.): Der Pfosten oder ein gegnerischer Fuß verhinderten seinen Ausgleichstreffer (76./80.). Note -
Skelly Alvero (ab 87.): Kam noch zu seinem Debüt. Note -
Dawid Kownacki (ab 87.): Scheiterte in der Nachspielzeit per Kopf am Aluminium. Note -
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Werder Bremen-Aufstellung gegen Heidenheim: Naby Keita in der Jokerrolle - Njinmah bleibt in der Startelf
Update (10. Februar, 14.30 Uhr): Jetzt ist die Werder-Aufstellung da - Trainer Ole Werner vertraut der Elf der Vorwoche! Die ganze Startelf und alles Weitere zum Spiel lest Ihr im Live-Ticker zur Partie SV Werder Bremen gegen 1. FC Heidenheim!
Bremen - Dass Mitchell Weiser (Adduktorenprobleme) sicher und Leonardo Bittencourt (krank) sehr wahrscheinlich für das Heimspiel gegen den 1. FC Heidenheim (Samstag, 15.30 Uhr im DeichStube-Liveticker) ausfallen, ist für den SV Werder Bremen freilich keine gute Nachricht. Schließlich zählen beide Spieler zu den erfahrensten Kräften des Kaders und nehmen dementsprechend Führungsrollen ein. Ein Blick auf die vergangenen Wochen zeigt jedoch, dass es für Werder auch ohne Weiser und Bittencourt gut laufen kann, ziemlich gut sogar. Bei zwei der drei jüngsten Siege in Serie stand Weiser verletzungsbedingt bereits nicht in der Startelf, Bittencourt gar bei allen dreien, weil er zunächst gesperrt und dann seinen Stammplatz los war. Vor dem Heidenheim-Spiel muss Trainer Ole Werner seine Aufstellung also nicht großartig umbauen, streng genommen: überhaupt nicht.
Zugegeben: Fußballerisch war der knappe 1:0-Erfolg des SV Werder Bremen in Mainz vor Wochenfrist alles andere als ansprechend gewesen - am Ende stand aber ein Sieg, den sich die Mannschaft dank großer Geschlossenheit und defensiver Disziplin hart erarbeitet hatte. Anders ausgedrückt: Die Bremer waren als echte Einheit aufgetreten, warum also im Heimspiel gegen den 1. FC Heidenheim an der Startelf schrauben? Zumal dieselben elf Profis einen Spieltag zuvor gegen Freiburg auch spielerisch überzeugt hatten.
Werder Bremen-Aufstellung gegen den 1. FC Heidenheim: Naby Keita dürfte nicht in der Bremer Startelf stehen
Da ist es längst kein Automatismus mehr, dass beispielsweise ein Spieler wie Naby Keita, der inzwischen vollkommen fit und einsatzbereit sein soll, nach seiner Rückkehr vom Afrika-Cup in die erste Elf rutscht. „Man muss an den Jungs, die es gerade gut gemacht haben, erst mal vorbeikommen. Das gilt auch für Naby“, hatte Chefcoach Ole Werner während der Pressekonferenz vor dem Spiel betont. Gegen den 1. FC Heidenheim wird Keita zwar erstmals wieder im Kader, aber nicht direkt in der Startelf stehen. Das Mittelfeld des SV Werder Bremen dürfte mit hoher Wahrscheinlichkeit wieder aus Senne Lynen (Sechserposition) sowie Romano Schmid und Jens Stage (beide Achterposition) bestehen. Ob Neuzugang Skelly Alvero im Verlauf des Spiels möglicherweise sein Werder-Debüt feiern kann, ist fraglich. Der Franzose musste das Abschlusstraining am Freitag verletzt abbrechen.
Werder Bremen-Aufstellung gegen den 1. FC Heidenheim: Olivier Deman erneut für verletzten Mitchell Weiser in die Startelf
Die Schienenpositionen bekleiden auch gegen den 1. FC Heidenheim Felix Agu (rechts) und Olivier Deman (links). Ganz vorne haben sich Marvin Ducksch und Justin Njinmah derweil den Status als gesetztes Sturmduo erspielt, wobei es zumindest denkbar ist, dass der 23-jährige Njinmah mal eine Pause erhält und Rafael Borré dafür eine neue Startelf-Chance bekommt. In der Abwehr des SV Werder Bremen stellen sich hingegen keinerlei Personalfragen. Die seit Wochen sichere Dreierkette mit Kapitän Marco Friedl im Zentrum sowie Anthony Jung (links) und Niklas Stark (rechts) daneben ist ein wichtiger Baustein in der Bremer Aufstellung und des aktuellen sportlichen Höhenflugs. Um Michael Zetterer im Tor gibt es ohnehin schon lange keine Diskussionen mehr. (dco)
