Werder-Noten gegen Köln
Werder Bremen in Noten gegen den 1. FC Köln: Michael Zetterer, Marco Friedl und Jens Stage stechen heraus
Der SV Werder Bremen hat das Bundesliga-Spiel gegen den 1. FC Köln knapp mit 1:0 (0:0) gewonnen. Justin Njinmah erzielte das Tor des Tages (70.). Die Werder-Spieler in Noten - mit Einzelkritik.
Michael Zetterer: Wirkte in der Anfangsphase wie ein zusätzlicher Feldspieler, so oft wurde er von seinen Kollegen ins Spiel eingebunden. Strahlte mit dem Ball am Fuß große Ruhe aus und ließ sich auch darüber hinaus nichts zuschulden kommen. Note 2
Julian Malatini: Feierte sein Startelf-Debüt und löste viele Situationen auffällig unaufgeregt. War in anderen Szenen aber wiederum unsicher. Ihm war anzumerken, dass es hier und da noch an der Abstimmung mit den Kollegen mangelt. Machte vieles aber durch großen Einsatz wett. Note 3
Marco Friedl: War früh im Spiel angeschlagen, biss sich aber durch. Im Abwehrzentrum zur Stelle, wenn er zur Stelle sein musste. Verlor kurz vor der Pause gegen Maina die Orientierung. In der zweiten Hälfte dann mit wichtiger Rettungstat gegen Martel (49.) und später auf der Torlinie (75.). Note 2,5
Anthony Jung: Agierte als linker Part der Dreierkette abgeklärt und gefiel durch ein gutes Stellungsspiel. Auch in der Luft stimmte sein Timing. Überließ die Verantwortung im Spielaufbau weitestgehend anderen und zeigte kaum Vorstöße. Note 3
Werder Bremen in Noten gegen den 1. FC Köln: Fehlende Spielpraxis war Mitchell Weiser anzumerken
Mitchell Weiser (bis 83.): Stand erstmals seit drei Spieltagen wieder auf dem Platz – die zuletzt mangelnde Spielpraxis war ihm dabei lange anzusehen. Leistete sich viele unnötige Fehler. Dazu fehlte es seinem Spiel an Präzision – bis zur 70. Minute, als er per Flanke das 1:0 vorbereitete. Note 3,5
Senne Lynen (bis 90.+3): Gefiel einerseits durch clevere Spielverlagerungen und ordnende Pässe, verlor andererseits aber auch den einen oder anderen Ball. Defensiv mit großem Einsatz, was ihm dabei half, die Kreise von Ex-Bremer Kainz einzuengen. Note 3
Felix Agu: Rückte nach Weisers Rückkehr wieder auf die linke Außenbahn, wo er immer wieder um Offensiv-Akzente bemüht war. Großen Ertrag brachte das meiste nicht, weil er im entscheidenden Moment die falsche Entscheidung traf. Steckte aber nie auf. Note 3,5
Der Defensive sei Dank: Werder Bremens Auswärtssieg beim 1. FC Köln in der Taktik-Analyse!
Werder Bremen in Noten gegen den 1. FC Köln: Romano Schmid zwar präsent, aber glücklos
Romano Schmid (bis 83.): Hatte Probleme, ins Spiel zu finden, wurde dann zwar präsenter, blieb aber glücklos. Versuchte den Traumpass per Hacke auf Woltemade und scheiterte (21.), später scheute er den Abschluss und vergab damit eine gute Chance (30.). Note 4
Jens Stage: Interpretierte seine Rolle als Achter etwas defensiver als sonst und führte im Zentrum viele wichtige Zweikämpfe. Agierte diszipliniert und laufstark, ließ offensiv aber etwas die Entschlossenheit vermissen. Note 2,5
Nick Woltemade (bis 66.): Der 22-Jährige ersetzte Njinmah in der Anfangsformation und kam zu seinem dritten Startelfeinsatz der Saison. Forderte als zweite Sturmspitze viele Bälle, konnte sich aber nicht entscheidend durchsetzen. Blieb harmlos. Note 4,5
Werder Bremen in Noten gegen den 1. FC Köln: Marvin Ducksch ohne durchschlagende Ideen
Marvin Ducksch (bis 83.): War sofort präsent und kam bereits nach zwölf Sekunden zum ersten Abschluss – der zweite folgte dann nach 47 Sekunden. In der Folge zwar mit viel Laufarbeit – auch nach hinten – , aber ohne durchschlagende Ideen in der Offensive. Trotzdem mit einigen Abschlüssen. Note 4,5
Justin Njinmah (ab 66.): Nur vier Minuten nach seiner Einwechslung stach der Joker, weil er im Strafraum goldrichtig stand und das 1:0 erzielte (70.). Note –
Leonardo Bittencourt (ab 83.): Half dabei mit, das Zentrum zu verdichten. Note -
Rafael Borré (ab 83.): Hatte keine große Aktion mehr. Note -
Olivier Deman (ab 83.): Übernahm den linken Flügel. Note –
Skelly Alvero (ab 90.+4): Kam für die letzten Minuten. Note -
Werder Bremen darf von Europa träumen und die große Diskussion um Marvin Ducksch - jetzt Folge 37 der Werder Bremen-Podcast-Show eingeDEICHt hören!
Weiter mit der Aufstellung:
Werder Bremen-Aufstellung gegen 1. FC Köln: Startelf-Premiere für Julian Malatini
Update (16. Februar, 19.30 Uhr): Jetzt ist die Werder-Aufstellung da - Trainer Ole Werner nimmt drei Änderungen im Vergleich zur Vorwoche vor! Die ganze Startelf und alles Weitere zum Spiel lest Ihr im Live-Ticker zur Partie SV Werder Bremen gegen 1. FC Köln!
Bremen - Amos Pieper, Milos Veljkovic und Niklas Stark - beim SV Werder Bremen fällt vor dem Auswärtsspiel gegen den 1. FC Köln (Freitag, 20.30 Uhr/DeichStube-Liveticker) eine komplette Dreierkette aus. Cheftrainer Ole Werner stellt das vor eine schwierige Entscheidung bei der Aufstellung. Zwar stehen Pieper (nach einem Knöchelbruch) und Veljkovic (wegen Knieproblemen) schon länger nicht zur Verfügung, was von der Mannschaft gut kompensiert wurde - dass sich nun aber auch noch Stark (mit Hüftproblemen) längerfristig abgemeldet hat, macht die Sache kompliziert. Vieles spricht dafür, dass ein Bremer Winterneuzugang deshalb in Köln seine Startelf-Premiere feiern wird.
Werder Bremen-Aufstellung gegen 1. FC Köln: Julian Malatini dürfte Niklas Stark in der Startelf ersetzen
Bisher bringt es Julian Malatini, der im Januar vom argentinischen Erstligisten Defensa y Justicia an den Osterdeich gewechselt ist, auf drei Bundesliga-Einsätze im Werder-Trikot mit einer Gesamtspielzeit von 49 Minuten. Auf jeweils einminütige Auftritte gegen Freiburg (inklusive Tor) und Mainz folgten zuletzt 49 Minuten Spielzeit gegen Heidenheim, als der Innenverteidiger früh für den verletzen Stark ins Spiel kam. Vor dem Auswärtsspiel beim 1. FC Köln ist Malatini neben Christian Groß nun eine von zwei Alternativen, um das Loch in der Dreierkette des SV Werder Bremen zu stopfen - und gegenüber dem Routinier dürfte er Vorteile haben. Zum einen hatte Werner bereits gegen Heidenheim auf den Neuzugang vertraut, der seine Sache dann auch ordentlich machte. Und zum anderen könnten seine Geschwindigkeitsvorteile gegenüber Groß im Duell mit den schnellen Kölner Angreifern ein schlagendes Argument für seine Aufstellung sein.
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Werder Bremen-Startelf-Aufstellung gegen 1. FC Köln: Mitchell Weiser kehrt in die erste Elf zurück
Sollte Julian Malatini spielen, dann sehr sicher an der Seite von Mitchell Weiser, der nach auskurierten Adduktorenproblemen auf die rechte Schienenposition zurückkehren wird. Zuletzt hatte Felix Agu den 29-Jährigen dort vertreten. Nun könnte Agu wieder auf die linke Seite rücken und den zuletzt verunsichert wirkenden Olivier Deman aus der Aufstellung des SV Werder Bremen verdrängen. Weitere Startelf-Veränderungen sind im Vergleich zum Heidenheim-Spiel gegen den 1. FC Köln derweil nicht zu erwarten.
Vor Torhüter Michael Zetterer sind Anthony Jung und Kapitän Marco Friedl in der Dreierkette gesetzt. Selbiges gilt für Senne Lynen auf der Sechserposition und wohl auch für die beiden Achter Romano Schmid und Jens Stage, obwohl Leonardo Bittencourt nach auskurierter Erkältung wieder im Kader des SV Werder Bremen steht. Das Bremer Sturmduo bilden seit einigen Wochen Marvin Ducksch und Justin Njinmah - vermutlich auch in Köln. Ducksch ist bei Cheftrainer Ole Werner ohnehin unantastbar. Erste Startelf-Alternative zu Njinmah ist Rafael Borré. (dco)
