Werder schlägt Köln knapp
Viel Krampf statt Klasse: Joker Njinmah lässt Werder in Köln jubeln - und die Bremer bleiben auswärts schon wieder ohne Gegentor
Wahnsinn! Der SV Werder Bremen gewinnt dank Joker Justin Njinmah auch das dritte Auswärtsspiel in Folge, mit 1:0 (0:0) gegen den 1. FC Köln. Der Spielbericht der DeichStube.
Köln – Schön war es nicht. Absolut nicht. Dafür umso erfolgreicher. Der SV Werder Bremen hat sich am Freitagabend zu drei weiteren Punkten gemüht, beim 1. FC Köln glückte dank eines Joker-Tores von Justin Njinmah ein hauchdünner 1:0 (0:0)-Erfolg. In der Tabelle sprang die Mannschaft von Trainer Ole Werner somit zumindest für eine Nacht auf Tabellenplatz sieben. Zugleich stellten die Norddeutschen einen Uralt-Rekord ein: Drei Auswärtssiege in Folge, bei denen es obendrein nicht einen einzigen Gegentreffer gegeben hatte, waren letztmals in der Saison 1981/82 gelungen, in der ein gewisser Otto Rehhagel noch an der Seitenlinie stand.
Gleich auf drei Positionen veränderte sich die Anfangsformation im Vergleich zur 1:2-Niederlage gegen Heidenheim vom vergangenen Wochenende. Erwartungsgemäß ersetzte Startelf-Debütant Julian Malatini in der Dreierkette den an der Hüfte verletzten Niklas Stark. Auf der rechten Seite kehrte Mitchell Weiser nach überstandener Adduktorenblessur auf seine Stammposition zurück, Felix Agu rückte dafür wieder auf den linken Flügel, während Olivier Deman auf die Bank musste. Dort saß unter anderem auch Justin Njinmah. Sechs Mal in Folge hatte der 23-Jährige zuletzt zur ersten Elf gehört, nun probierte es Ole Werner mit Nick Woltemade an der Seite von Marvin Ducksch. „Nick ist jemand, der den Ball in den Zwischenräumen halten und sichern kann, wenn man auch mal lang spielen muss. Ich glaube, dass das heute von Beginn an wichtiger für uns sein wird als die allerletzte Geschwindigkeit“, erklärte der Coach vor der Partie am Dazn-Mikrofon. „Justin wird aber sicherlich im Laufe des Spiels eine Rolle spielen und – wie er das schon häufiger getan hat – noch einmal für Belebung sorgen, wenn dann vielleicht auch ein bisschen mehr Räume da sind.“
Werder Bremen beginnt gegen den 1. FC Köln mit drei Veränderungen in der Startelf
Schwung war allerdings auch so direkt drin, nach nicht einmal 15 Sekunden verfehlte Ducksch nur knapp das Tor, knapp 40 Sekunden probierte es der Angreifer erneut. Nach exakt 75 Sekunden tauchten auch die Kölner erstmals im gegnerischen Strafraum auf, doch Werder-Keeper Michael Zetterer war zur Stelle. Ganz so temporeich ging es allerdings nicht weiter. Den Gastgebern war die Verunsicherung nach einer bislang schwierigen Saison deutlich anzumerken, im Spielaufbau gab es einige Ungenauigkeiten. Die Bremer agierten ihrerseits jedoch auch nicht fehlerfrei, immer wieder mangelte es an der Präzision im Aufbau.
So hatte Werder Bremen zwar ein leichtes spielerisches Übergewicht, die nächsten Halbchancen gehörten aber den allmählich mutiger werdenden Rheinländern durch Florian Kainz (31.), Jan Thielmann (33.) und Dejan Ljubicic (35.). Wirklich brenzlig wurde es jedoch auch dabei nicht. So ging es im 100. Bundesliga-Duell der beiden Traditionsclubs mit einem 0:0 in die Halbzeitpause – und verwöhnt hatten beide Mannschaften die Zuschauer beim besten Willen nicht. Umso erstaunlicher, dass es auf Seiten der Grün-Weißen mit Wiederanpfiff keine personellen Veränderungen gab.
Knapper Erfolg beim 1. FC Köln: Werder Bremen holt dritten 1:0-Auswärtssieg in Serie
Die erste gute Gelegenheit des zweiten Abschnitts gehörte dennoch den Hanseaten, ein Ducksch-Kopfball geriet aber zu zentral und ungefährlich (48.). Fast im Gegenzug war dann Kapitän Marco Friedl gefordert, der im eigenen Strafraum im letzten Moment einen Schuss von Eric Martel blockte. Danach rumpelte es auf beiden Seiten wieder gewaltig, etliche Fehlpässe ließen die ganze Angelegenheit recht unansehnlich werden. Für den nächsten Aufreger sorgten da schon einige FC-Anhänger, die aus Protest gegen die DFL und die Investoren-Thematik Tennisbälle auf den Platz warfen, sogar zwei ferngesteuerte Minifahrzeuge über den Rasen fahren ließen und so für eine rund dreiminütige Unterbrechung sorgten.
Dem SV Werder Bremen half die kurze Auszeit. Erst wurde ein Schuss von Jens Stage gerade noch zu Ecke geblockt (61.), beim folgenden Standard hätte Kölns Timo Hübers beinahe ins eigene Tor getroffen. Nach der zweiten Ecke in Serie setzte dann erneut Stage einen Aufsetzer aus guter Position über den Kasten. Wenig später stand dann der erste Wechsel bei Werder an, Justin Njinmah ersetzte den wirkungslosen Woltemade (66.). Und der Tausch machte sich sofort bezahlt. Der bis dato unglücklich agierende Weiser setzte eine Flanke in den Strafraum ab, wo Njinmah goldrichtig stand und seinem Ruf als Topjoker wieder einmal alle Ehre machte (70.).
Der Defensive sei Dank: Werder Bremens Auswärtssieg beim 1. FC Köln in der Taktik-Analyse!
Joker Justin Njinmah erlöst Werder Bremen mit dem ersten Ballkontakt - Auswärtssieg beim 1. FC Köln
Der abstiegsbedrohte 1. FC Köln musste reagieren – und das tat er. Nach einer Ecke landete der Ball bei Weiser, der unfreiwillig in Richtung des eigenen Tores köpfte, doch Friedl kratzte den Ball gerade noch von der Linie, verhinderte das 1:1 und ballte begeistert die Faust (75.). Nur Augenblicke später probierte es Justin Diehl aus der Distanz, doch dessen abgefälschter Schuss senkte sich hinter die Latte aufs Tornetz. Doch auch die Gäste blieben gefährlich, Ducksch scheiterte jedoch an Keeper Marvin Schwäbe (80.). Kurz darauf war für den Bremer Stürmer ebenso Schluss wie für Weiser und Schmid, für die Schlussphase samt achtminütiger Nachspielzeit kamen Rafael Borré, Leonardo Bittencourt und Olivier Deman, später auch noch Skelly Alvero für Senne Lynen.
Und tatsächlich: Werder Bremen brachte den Sieg über die Runden – auch weil eine echte Schlussoffensive der Kölner ausgeblieben war. Das hatte vielleicht nicht alles immer gut ausgesehen, aber ein schöner Abend war es dank des Ergebnisses am Ende eben doch noch geworden. (mbü/dco)
SV Werder Bremen: Zetterer – Malatini, Friedl, Jung, Weiser (83. Deman), Lynen (90.+4 Alvero), Agu, Stage, Schmid (79. Bittencourt), Ducksch (83. Borré), Woltemade (66. Njinmah)
Weiter mit dem Liveticker:
Werder Bremen im Liveticker gegen den 1. FC Köln: Auswärtssieg dank Joker Justin Njinmah!
Der SV Werder Bremen im Liveticker gegen den 1. FC Köln: Alle Tore, News und Infos vom Bundesliga-Spiel am Freitag – heute alles live im Live-Ticker der DeichStube. Endstand: 1:0 für Werder.
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22.31 Uhr: Was für ein Zittersieg für Werder. Ein Spiel, in dem keine der beiden Mannschaften so richtig geglänzt hat. Werder zeigte sich am Ende schlicht effizienter und hatte auch ein wenig das Glück mit auf seiner Seite. Bis zum Schluss war die Spannung greifbar, da Bremen nie nachlegen konnte. Dadurch hatte Köln bis zur letzten Sekunde die Chance zum Ausgleich, war offensiv aber nicht zielstrebig und konsequent genug.
Werder Bremen im Liveticker gegen den 1. FC Köln: Werder gewinnt Zitterpartie in Köln dank Joker Justin Njinmah
22.28 Uhr: Und jetzt ist das Spiel aus. Werder gewinnt 1:0 in Köln!
90. Min +8: Noch einmal Eckball für Köln. Verwirrung im Bremer Strafraum, der Ball findet jedoch keinen Abnehmer. Die Kölner sehen ein Handspiel, das gab es jedoch nicht.
90. Min +6: Hübers bekommt ebenfalls die Gelbe Karte, da er Njinmah am Strafraum foult. Werder bringt das einen Freistoß ein, der kurz ausgeführt wird. Zum Abschluss kommt niemand.
90. Min +5: Ein vertrautes Bild an diesem Abend: Mal wieder landet eine Freistoßflanke in den Armen von Werder-Keeper Zetterer.
90. Min +4: Werder wechselt nochmal. Lynen verlässt den Platz, Winter-Neuzugang Skelly Alvero darf auch ein paar Minuten mitspielen.
90. Min +2: Die Gelbe Karte jetzt auch für Huseinbasic, der Agu an der Seitenlinie foult.
90. Min: Und es gibt acht Minuten Nachspielzeit! Gelingt Köln noch der Ausgleich oder Werder die Entscheidung? Derweil beschwert sich Bittencourt, weil er im Kölner Strafraum umgestoßen wird. Einen Freistoß gibt es aber nicht.
88. Min: Das war zu energisch im Zweikampf: Malatini kassiert von Siebert die Gelbe Karte.
86. Min: Gut 20 Meter vor dem Tor holt der frisch eingewechselte Adamyan einen Freistoß heraus. Der Standard bringt aber nichts ein. Der Ball landet in der Mauer und wird zur Bogenlampe. Im Strafraum prallen Zetterer und Kilian aneinander. Es geht aber weiter.
85. Min: Das darf nicht unterschlagen werden: Weil er sich zu lautstark beschwert hat, gab es für Köln-Coach Timo Schultz die Gelbe Karte.
84. Min: Wechsel jetzt auch bei Köln: Ljubicic und Schmitz müssen raus, sie werden durch Steffen Tigges und Florian Dietz ersetzt.
Werder Bremen im Liveticker gegen den 1. FC Köln: Dreifach-Wechsel bei Werder – auch Köln reagiert doppelt
83. Min: Dreifach-Wechsel bei Werder: Raus müssen Weiser, Ducksch und Schmid. Neu mit dabei für die verbleibenden Minuten sind Olivier Deman, Rafael Borré und Leonardo Bittencourt.
80. Min: Das hätte das 2:0 sein können! Werder taucht gefährlich im Strafraum der Kölner auf, die Flanke von Stage landet bei Ducksch, dessen Schuss Schwäbe im rechten Eck pariert.
77. Min: Nach einem Disput erhalten Weiser und Thielmann jeweils die Gelbe Karte.
76. Min: Köln ist jetzt am Drücker. Diehl zieht von der Strafraumgrenze ab, doch wird sein Schuss abgefälscht und landet letztlich auf dem Tordach.
75. Min: Diehl sucht das Dribbling gegen Malatini, der Bremer weiß sich nur mit einer Grätsche zu helfen. Es gibt Eckball, der links am zweiten Pfosten bei Weiser landet. Und was macht? Köpft unfreiwillig in Richtung des eigenen Tores! Doch Friedl klärt auf der Linie. Das war knapp!
74. Min: Und wie reagiert Köln? Mit einem Doppelwechsel. Linton Maina und Eric Martel gehen, Sargis Adamyan und Jacob Christensen sind neu mit in der Partie.
72. Min: Ganze vier Minuten nach seiner Einwechslung hat Njinmah also mal wieder zugeschlagen. Im Hinspiel gegen Köln war er sogar schon nach einer Minute zur Stelle. So kann es doch weitergehen!
Werder Bremen im Liveticker gegen den 1. FC Köln: Eingewechselter Justin Njinmah bringt Werder in Führung!
70. Min: Und da ist das Tooooor für Werder! Justin Njinmah schlägt zu! Mal wieder sticht der Edel-Joker. Auf der rechten Seite hat Weiser extrem viel Platz, flankt an den Fünfer, wo Kölns Schwäbe an der Hereingabe vorbeispringt. Njinmah wiederum ist zur Stelle und schiebt den Ball flach ins Tor.
69. Min: Freistoß für Köln. Finkgräfe schlägt den Ball in den Bremer Strafraum, abermals landet das Spielgerät direkt in den Armen von Keeper Zetterer. Die Standards, sie sind heute bezeichnend.
67. Min: Und auch Köln wechselt zum ersten Mal. Der Ex-Bremer Florian Kainz muss raus, für ihn neu mit dabei ist Justin Diehl.
65. Min: Und es gibt den ersten Wechsel in der Partie. Für Nick Woltemade ist der Arbeitstag beendet, er blieb heute eher glücklos in seinen Aktionen. Für ihn soll es nun Justin Njinmah richten.
62. Min: Auf links hängt Maina Malatini ab. Dann spitzelt er den Ball auch an Werder-Keeper Zetterer vorbei. Doch ist im Bremer Strafraum kein weiterer Kölner.
61. Min: Die doppelte Chance für Stage! Erst bekommt er den Ball im Strafraum per Kopf quer gelegt, der Schuss wird von Martel zur Ecke geblockt. Dann rutscht der Standard von Ducksch an den zweiten Pfosten durch, wo Stage einen Aufsetzer über die Latte setzt.
59. Min: Mit einer Hereingabe von links sucht Ducksch seinen Sturmpartner Woltemade. Doch setzt der den Ball weit drüber.
57. Min: Und jetzt geht es weiter!
21:45 Uhr: Aktuell ist das Spiel unterbrochen, Schiri Siebert bleibt keine andere Wahl. Das Spielfeld muss erst einmal freigeräumt werden.
54. Min: Jetzt werfen Fans vereinzelt Tennisbälle aufs Spielfeld. Ihre Form des Protests. Neu ist allerdings, dass jetzt auch ferngesteuerte Autos auf dem Rasen landen.
Werder Bremen im Liveticker gegen den 1. FC Köln: Geißböcke kommen gut in die zweite Hälfte
51. Min: Eines muss man den Kölner Fans lassen: Auch, wenn ihre Mannschaft an diesem Abend noch nicht wirklich überzeugen konnte, der Support ist unverändert da. Ob das auch die Mannschaft beflügelt. Schmitz kommt rechts am Strafraum zumindest zweimal zur Flanke, doch Agu und Friedl klären zur Ecke. Der dann folgende Standard bringt nichts ein.
49. Min: Köln mit der Freistoßflanke durch Kainz, die über Umwege bei Martel landet. Der steht im Strafraum der Bremer und zieht aus der Drehung heraus ab. Werder ist in Form von Weiser jedoch wachsam, der Verteidiger wirft sich dazwischen und blockt somit entscheidend.
48. Min: Werder mit dem Abschluss: Stage flankt von rechts auf den Kopf von Ducksch. Der zielt mit dem Ball jedoch genau auf Schwäbe.
47. Min: Schmitz flankt von der rechten Seite, der Ball segelt in den Bremer Strafraum und dort direkt in die Arme von Werder-Keeper Zetterer.
46. Min: Und jetzt gibt Schiedsrichter Siebert die zweite Halbzeit frei! Wechsel gibt es auf beiden Seiten nicht.
21.32 Uhr: Gleich geht es weiter. Bleibt offen, ob die Halbzeit-Ansprachen der Trainer fruchten und beide Teams mit etwas mehr Kreativität und Mut in den zweiten Durchgang starten. Wir sind gespannt.
21:18 Uhr: Nach einer Minute Nachspielzeit ist die erste Hälfte dann auch vorüber. Schiri Siebert hat das Nachsehen mit allen Beteiligten. Was bleibt festzuhalten? Beide Teams haben vereinzelt Offensivdrang gezeigt, waren letztlich aber zu ungenau und nicht konsequent genug, um den Ball gefährlich aufs Tor zu bringen. Frischer Wind in Form von Personalwechseln könnte der Partie durchaus gut tun.
44. Min: Riesen-Wirbel im Bremer Strafraum! Maina setzt sich links gegen gleich mehrere Werder-Kicker durch, kann den Ball dann aber nicht zu Ljubicic bringen. Der Konter der Bremer wiederum wird zu behäbig in Gang gesetzt und direkt von Köln unterbunden.
42. Min: Gegen Malatini weiß Finkgräfe eine Ecke herauszuholen. Diese wird von Kainz ausgeführt, der Ball geht in Richtung des ersten Pfostens. Dort wird jedoch Ducksch gefoult, Schiri Siebert greift direkt zur Pfeife.
40. Min: Kölns Huseinbasic schickt seinen Teamkolloegen Ljubicic in die Tiefe. Doch ist Bremen in Form von Friedl hellwach und klärt zum Einwurf. Es bleibt dabei: Beiden Teams mangelt es nach wie vor an zündenden Ideen, Genauigkeit und Kreativität bleiben an diesem Abend auf der Strecke.
38. Min: Bislang haben beide Teams je vier Schüsse abgegeben. Zählbares hat das weder Werder noch Köln eingebracht.
35. Min: Jetzt hat Köln das Offensivspiel endgültig für sich entdeckt. Ljubicic versucht es nun auch mit dem Schuss aus der Distanz. Der kommt jedoch nicht platziert genug, Werder-Keeper Zetterer kann ihn ohne Probleme fangen.
Werder Bremen im Liveticker gegen den 1. FC Köln: Werder besser im Spiel – doch Köln wird mutiger
33. Min: Jetzt zieht Thielmann rechts an der Strafraumgrenze mit dem rechten Fuß ab. Doch geht der Ball knapp rechts am Winkel vorbei.
32. Min: Jetzt versucht es auch mal Köln: Die Rheinländer fahren den Konter über Maina und Thielmann, Ljubicic erblickt am Strafraum links Kainz, der völlig freisteht. Doch dessen Direktabnahme geht gehörig schief.
31. Min: Werder will direkt nachsetzen. Die Flanke von Weiser erreicht Woltemade jedoch nicht.
30. Min: Da wäre mehr für Schmid und Werder möglich gewesen! Der Österreicher bekommt den Ball auf der rechten Seite von Ducksch zugespielt, spielt dann aber lieber nochmal quer, anstatt direkt den Abschluss zu suchen. Ein Zuspiel ergibt sich so nicht.
28. Min: Was die Partie bislang auch ausmacht: immer wieder Ballverluste und das auf beiden Seiten. Deswegen kommt es seit geraumer Zeit auch nur zu wenigen Chancen.
27. Min: Und wieder gibt es Freistoß für Werder. Erneut darf Ducksch antreten, flankt den Ball in den Kölner Strafraum, wo das Spielgerät jedoch direkt geklärt wird. Die Standards und Bremen, bislang will das heute noch nicht zusammenpassen.
26. Min: Und da sind die ersten Gelben Karten der Partie. Kainz und Schmid erhalten die Verwarnung von Schiedsrichter Siebert. Die beiden waren nach einem Zweikampf aneinandergeraten und hatten sich lautstark gestritten.
23. Min: Freistoß für Werder! Ducksch tritt an und chippt den Ball in die Hände von Keeper Schwäbe. Das war nix.
21. Min: Im Duell mit Weiser kommt Köln Finkgräfe klar zu spät. Doch auch er hat Glück und erhält von Schiri Siebert keine Verwarnung.
18. Min: Eckball für Werder. Ducksch tritt an, schlägt den Ball lang, die Kölner können das Spielgerät jedoch direkt klären. Der Nachschuss vom vorm 16er positionierte Lynen fliegt über das Kölner Tor hinweg.
15. Min: Mit offener Sole wird Martel von Stage am Knöchel getroffen. Keine Absicht vom Bremer – findet auch Schiri Siebert, der kein Foul pfeift. Und Martel kann weitermachen.
Werder Bremen im Liveticker gegen den 1. FC Köln: Wilde Anfangsphase im RheinEnergieStadion
12. Min: Kölns Finkgräfe wird über die linke Außenbahn geschickt, dringt mit dem Ball am Fuß in den Bremer Strafraum ein – doch findet sein Pass keinen Abnehmer aus den eigenen Reihen. Die Bremer Abwehr kann den zarten Offensivversuch im Keim ersticken und ist wieder im Ballbesitz.
10. Min: Der Ball bleibt zwar in der Bremer Hälfte, Köln fehlen aber die zündenden Ideen. Durchschlagskraft sieht anders aus.
8. Min: Nach einer kurzen, wilden Anfangsphase hat sich das Spiel wieder normalisiert. Beide Teams sind um Kontrolle bemüht und neutralisieren sich jetzt.
5. Min: Bremen presst – und wie. Unter Druck wollen die Kölner kein Risiko eingehen, richtiger Spielfluss entsteht so nicht.
3. Min: Der Kölner Schmitz grätscht Bremens Agu ab, es gibt Freistoß für Werder. Der bring jedoch nichts ein.
2. Min: Auch Köln will direkt zeigen, dass man in der Partie ist. Die Rheinländer spielen schnell nach vorne, die Hereingabe von Ljubicic kommt jedoch nicht an.
2. Min: Und schon wieder Ducksch! Im Strafraum kommt der Bremer Stürmer relativ frei zum Schuss, den Ball platziert er jedoch genau auf Köln-Keeper Schwäbe.
1. Min: Und früh gibt es in der Partie den ersten Abschluss! Ducksch probiert es frech aus 17 Metern Entfernung, doch geht der Ball wenige Meter am Tor vorbei.
1. Min: Der Ball rollt!
Werder Bremen im Liveticker gegen den 1. FC Köln: Der Ball rollt!
20.28 Uhr: Die Mannschaften laufen ein, es kann losgehen!
20.22 Uhr: Es ist alles angerichtet für ein Fußball-Fest! Die Stimmung ist bestens für dieses 100. Aufeinandertreffen zwischen Werder und Köln in der Bundesliga. Die 99. Partie und damit das Hinspiel der laufenden Saison konnte Werder mit 2:1 für sich entscheiden. Holen die Bremer heute erneut drei Punkte?
20.17 Uhr: Was Werder vielleicht auch Mut machen könnte: Zwar haben die Kölner in der laufenden Saison mehr Torschüsse als Bremen abgegeben (247 zu 229) – doch ist Werder deutlich effizienter. Die Bremer erzielten bislang 30 Tore, Köln nur deren 15.
20.13 Uhr: Co-Kommentator bei Dazn für die Partie zwischen Werder und Köln heute ist übrigens Ex-Profi Jonas Hummels – der erst in dieser Woche der Deichstube ein Exklusiv-Interview gegeben hat und über die Stärken sowie Schwächen von Bremen sprach.
20.09 Uhr: Doch konnte Köln auch nur eines der letzten sechs Bundesliga-Spiele gegen Werder gewinnen. Das war das 7:1 im Januar 2023. In den Köpfen der Spieler sei das laut den Bremer Verantwortlichen aber nicht mehr präsent.
20.02 Uhr: Für Werder geht es heute auch darum, die Negativserie gegen Köln zu beenden. Denn in den vergangenen elf Partien in der Bundesliga, wenn Werder nach Köln fahren musste, verloren die Grün-Weißen fünfmal, zudem gab es sechs Remis.
Werder Bremen im Liveticker gegen den 1. FC Köln: Warum Werder-Coach Ole Werner auf Julian Malatini setzt
19.58 Uhr: „Die Leistung den vergangenen Monaten haben uns Selbstvertrauen gegeben, nicht nur die Partie gegen Bayern“, heißt es von Werder-Coach Ole Werner im Dazn-Interview. „Nach der Einwechslung letzte Woche hat er es gegen Heidenheim gut gemacht, er ist ein guter Kerl und wir glauben heute an ihn“, heißt es dann über den Startelf-Debütanten Malatini.
19.52 Uhr: Wo wir schon bei der Historie sind: Die Auflistung der besten Torschützen im direkten Duell zwischen Werder und Köln in der Bundesliga könnte kaum namhafter sein. Bei den Bremern besteht das illustre Trio aus Frank Neubarth (acht Tore), Norbert Meier (sieben Buden) und Horst-Dieter Höttges (sechs Treffer). Bei den Kölnern wiederum sind es die Vereinslegenden Dieter Müller (elf Treffer), Hannes Löhr (acht Tore) und Pierre Littbarski (sieben Buden).
19.48 Uhr: Die Gesamtbilanz im Fußball-Oberhaus zwischen Werder und Köln könnte nicht ausgeglichener sein: Beide Teams konnte je 36 Siege für sich verbuchen, zudem gab es 27 Unentschieden. Nur bei der Tordifferenz hat Bremen leicht das Nachsehen. Die Werderaner erzielten insgesamt 160 Tore, kassierten aber auch 168 Tore.
19.45 Uhr: Keeper Jiri Pavlenka steht heute gar nicht im Kader, er hat eine Fingerverletzung und fällt somit für das Match in Köln aus.
19.42 Uhr: Schiedsrichter der heutigen Partie ist Daniel Siebert. Ihm assistieren Jan Seidel und Rafael Foltyn. Der vierte Offizielle ist Max Burda. Video-Assistent ist Benjamin Cortus, Eduard Beitinger gibt den VAR-Assistenten.
19.39 Uhr: Justin Njinmah hat es heute also nicht in die Startelf der Bremer geschafft. Dafür darf Nick Woltemade das erste Mal seit dem 18. Spieltag von Beginn an auflaufen. Sein Debüt unter den ersten Elf feiert hingegen Malatini, der zuvor dreimal eingewechselt wurde.
Werder Bremen im Liveticker gegen den 1. FC Köln: Die Aufstellungen sind da!
19.35 Uhr: Bei den Geißböcken müssen folgende Kicker zunächst von der Reservebank aus zuschauen: Pentke (TW), Heintz, Paqarada, Carstensen, Tigges, Christensen, Adamyan, Dietz, Diehl.
19.33 Uhr: Auf der Bank von Werder nehmen vorerst folgende Spieler Platz: Dos Santos Haesler (TW), Deman, Kownacki, Bittencourt, Njinmah, Borré, Hansen-Aaröen, Alvero, Groß.
19.31 Uhr: Schwäbe – Schmitz, Kilian, Hübers, Finkgräfe – Martel, Huseinbasic – Maina, Kainz, Ljubicic – Thielmann.
19.30 Uhr: Und mit dieser Startelf geht Werder ins Spiel gegen Köln: Zetterer – Malatini, Friedl, Jung – Weiser, Schmid, Lynen, Stage, Agu – Ducksch, Woltemade.
19.25 Uhr: Moin aus der Deichstube! In Kürze geben beide Teams ihre Startaufstellungen fürs heutige Spiel bekannt. Auf wen wird Werder-Coach Ole Werner setzen? Und wem schenkt Köln-Trainer Timo Schultz zu Beginn das Vertrauen? Wir sind gespannt!
Der SV Werder Bremen im Liveticker gegen den 1. FC Köln: Anpfiff im RheinEnergie-Stadion ist am heutigen Freitag um 20.30 Uhr, der Live-Ticker startet hier gegen 19.30 Uhr mit den Startelf-Aufstellungen beider Mannschaften. Alle Tore, News und Infos vom Bundesliga-Spiel des 22. Spieltags zwischen Werder Bremen und dem 1. FC Köln gibt es dann hier live im Liveticker der DeichStube.
Weiter mit dem Vorbericht:
Mutig nach Müngersdorf: Werder Bremen will sich in Köln „das Momentum wiederholen“ – und denkt nicht mehr ans 1:7
Der SV Werder Bremen trifft am Freitagabend (20.30 Uhr im DeichStube-Liveticker) auf den 1. FC Köln. Der Vorbericht zum Bundesliga-Auswärtsspiel.
Bremen – Schwach angefangen und dann auch noch stark nachgelassen: Am 21. Januar 2023, also vor ziemlich genau einem Jahr, war im Rheinenergie-Stadion zu Köln gerade mal eine gute halbe Stunde gespielt, als für den SV Werder Bremen auch schon alles vorbei war. Nach Gegentoren in der 9., 15., 21., 30. und 36. Minute lagen die Gäste sage und schreibe mit 0:5 zurück – am Ende fuhren sie bekanntlich mit einer 1:7-Pleite nach Hause, die prompt Platz vier in der Rangliste der höchsten Niederlagen der Bremer Vereinsgeschichte einnahm. Am Freitagabend (20.30 Uhr/DeichStube-Live-Ticker) kehrt Werder nun erstmals an den Ort der Schmach, nach Köln-Müngersdorf zurück und hat sich sehr viel vorgenommen – was laut den Verantwortlichen aber überhaupt nichts mehr mit dem 1:7 vor Jahresfrist zu tun hat. Werders Vergleichswert ist vielmehr das jüngste 1:2 gegen Heidenheim, denn „da haben wir Punkte aus der Hand gegeben, was in der Form nicht hätte sein müssen“, betont Clemens Fritz als Leiter Profifußball.
In der Tat: Das Heidenheim-Spiel hat am vergangenen Wochenende nicht nur die Feierlaune rund um Werder Bremens 125. Geburtstag nachhaltig eingetrübt, sondern auch eine Bremer Siegesserie von zuvor drei Partien am Stück jäh beendet. Am Freitag soll nun bestenfalls direkt die nächste gestartet werden – oder wie Fritz es ausdrückt: „Wir müssen das Momentum wieder auf unsere Seite holen. In den letzten Wochen haben wir guten Fußball gespielt und entsprechend gut gepunktet. Das wollen wir auch in Köln wieder machen.“
Auch interessant: So könnte die Startelf-Aufstellung des SV Werder Bremen gegen den 1. FC Köln aussehen!
Werder Bremen im DeichStube-Liveticker gegen den 1. FC Köln: Trainer Ole Werner warnt vor Kölner „Geschwindigkeit“
Die Schwierigkeit bei diesem Plan: Auch für den „Effzeh“ lief es zuletzt mindestens ordentlich, die Mannschaft, so scheint es, hat sich unter Neu-Trainer Timo Schultz inzwischen stabilisiert. Seit der 46-Jährige im Januar die Nachfolge von Steffen Baumgart übernahm, hat der 1. FC Köln von fünf Ligaspielen nur eines verloren (mit 0:4 gegen Dortmund) und insgesamt sechs Punkte eingefahren. Ein Befreiungsschlag im Tabellenkeller war das freilich noch nicht, und doch wirkt die Mannschaft deutlich gefestigter, was vor allem im 2:0-Heimsieg über Eintracht Frankfurt Ausdruck fand.
„Sie haben sich stabilisiert und bringen jetzt noch mehr Geschwindigkeit auf den Platz, vielleicht auch, weil der eine oder andere klare Zielspieler zuletzt gefehlt hat“, sagt Werder-Coach Ole Werner über den kommenden Gegner, bei dem in Mark Uth, Luca Waldschmidt und Ex-Bremer Davie Selke gleich drei Mittelstürmer verletzt ausfallen. Eine Personallage, die Schultz zum Experimentieren zwingt. So muss aktuell der etatmäßige Rechtsaußen Jan Thielmann als Stoßstürmer im 4-5-1-System aushelfen. Beim Heimsieg gegen Frankfurt glänzte der 21-Jährige vor zwei Wochen als Torschütze. Auch die Bremer Abwehr dürfte es mit ihm zu tun bekommen. Vor dem Spiel gegen Werder Bremen betont Schultz: „Ich schaue schon, was mir der Gegner anbietet und wer gut trainiert. Aber eine Kontinuität auf dem Platz ist in unserer Lage selbstverständlich.“
Werder Bremen im DeichStube-Liveticker gegen den 1. FC Köln: „Effzeh“-Trainer Timo Schultz lobt die Grün-Weißen
Früher, während seiner aktiven Laufbahn, war der Trainer des 1. FC Köln von 1995 bis 2000 für den SV Werder Bremen aktiv gewesen, nicht für die Profis zwar, aber als wichtige Säule der zweiten Mannschaft. Entsprechend groß ist seine Verbundenheit mit Grün-Weiß. „Bremen ist ein toller Verein, und ich freue mich, wenn ich dort ins Stadion gehen kann. Für mich persönlich war es mein erster Verein. Ich hatte tolle Jahre dort“, sagt er. Schultz‘ Blick auf die aktuelle Werder-Mannschaft ist derweil von großem Respekt geprägt: „Sie haben doppelt so viele Tore geschossen wie wir und haben zehn Punkte mehr geholt“, sagt er – und hebt hervor: „Es ist ein Gefüge, das sich entwickelt hat und Punkte einfährt. Sie können für uns auch ein kleines Vorbild sein.“
Sätze, die am Osterdeich sicher wohltuend klingen, von denen sich Werder Bremen aber tunlichst nicht blenden lassen sollte. Bei einem Sieg in Köln würde man den Rivalen schließlich auf 13 Punkte Abstand distanzieren, was ein großer Schritt wäre – und für die Gäste auch unabhängig von der Höhe des Resultats ganz sicher eine geglückte Revanche für das 1:7. (dco)