Werder-Profi hat noch Vertrag bis 2025

Erst die große Bühne - und dann die neue Unterschrift? Die Zukunft von Milos Veljkovic bei Werder klärt sich nach der EM

Milos Veljkovic ist Stammspieler beim SV Werder Bremen und dürfte im Sommer mit der serbischen Nationalmannschaft an der Europameisterschaft in Deutschland teilnehmen. In einer Medienrunde spricht der 28-Jährige über seine mögliche EM-Teilnahme, Europapokal-Träume mit Werder und seine Zukunft an der Weser.

Bremen – Er ist der dienstälteste Profi beim SV Werder Bremen, seit 2016 verteidigt Milos Veljkovic nun schon ohne Unterbrechung in Bremen. Der serbische Nationalspieler hat gute, aber auch ziemlich trübe Tage an der Weser miterlebt. Doch was auch immer passierte, Veljkovic setzte stets eine Unterschrift unter einen neuen Vertrag bei den Grün-Weißen. Das aktuelle Arbeitspapier läuft zwar noch bis zum Sommer 2025, bei einem derart verdienten und teamintern hoch geschätzten Akteur würde es jedoch nicht überraschen, wenn Werder frühzeitig für Klarheit sorgen und sich gar nicht erst mit einer möglichen Ablösefreiheit beschäftigen will. Doch so schnell wird es dieses Mal nicht gehen – weil der Abwehrspieler erst einmal die nahende Europameisterschaft abwarten möchte. Wenn alles normal läuft, gehört der 28-Jährige zum Kader der Serben und darf auf der größten kontinentalen Bühne auch ein wenig Werbung in eigener Sache betreiben.  
 
„Ich habe mir in dieser Saison noch gar nicht groß Gedanken über meine Zukunft gemacht“, erzählte Milos Veljkovic am Dienstag während einer Medienrunde. „Ich bin im Hier und Jetzt und versuche, mich nur auf die nächsten Spiele vorzubereiten. Nach der EM werden wir dann entscheiden, wie es weitergeht.“ Mit „wir“ sind nicht nur er, sondern eben auch sein Agent sowie der SV Werder Bremen gemeint – wobei die Aussage mit dem größten Gewicht fraglos vom Spieler selbst kommen wird. „Schlussendlich ist es natürlich meine Entscheidung, aber aktuell lasse ich meinen Berater und Werder sich damit beschäftigen und konzentriere mich auf das, was ich machen kann.“ Fußballspielen nämlich. Gespräche über seine Zukunft hätten demnach auch noch nicht stattgefunden.

Werder Bremens Milos Veljkovic über die EM 2024: „Ich wäre stolz darauf, dabei zu sein und für mein Land zu spielen“

Beim bis dato letzten Länderspiellehrgang im März hatte Milos Veljkovic gefehlt, der Nationalcoach verzichtete auf den Defensivakteur, weil der gerade erst aus einer längeren Verletzungspause gekommen war. Seine Chancen auf eine Teilnahme an der EM 2024 sieht er deshalb trotzdem nicht gefährdet – zumal er bei Werder Bremen längst wieder fester Bestandteil der Dreierkette ist. Und auch für Serbien hat Veljkovic zuvor regelmäßig gespielt, kräftig bei der Qualifikation für das jetzige Turnier mitgeholfen und im entscheidenden Spiel im vergangenen November gegen Bulgarien sogar einen Treffer erzielt. Da würde es wahrlich überraschen, wenn die Großveranstaltung in Deutschland ohne ihn stattfindet. „Zunächst einmal ist es eine große Ehre, dabei zu sein – also hoffentlich“, sagte er. „Serbien nimmt erstmals als eigenständiges Land nach 24 Jahren teil. Ich wäre sehr stolz darauf, dabei zu sein und für mein Land zu spielen.“ Die Vorrundengruppe hat es allerdings in sich, so stehen Partien gegen England, Dänemark und Slowenien an. „Ich denke, dass wir bereit sind für den nächsten Schritt und jetzt unsere guten Leistungen aus der Qualifikation fortführen“, betonte Veljkovic. „Kein Team ist umsonst da, jedes Spiel wird schwierig, aber trotzdem glauben wir an unsere Qualitäten. Wir haben genug Spieler, die in Topvereinen spielen. Aber wir können es nur als Mannschaft schaffen.“

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Werder Bremens Milos Veljkovic: „Wenn wir glauben, dass jetzt alles von allein kommt, wird genau das nicht der Fall sein“

So wie auch bei Werder Bremen, wo am kommenden Samstag (15.30 Uhr/DeichStube-Liveticker) das Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach ansteht. Drei Partien sind es insgesamt noch, ehe die Saison endet, die Grün-Weißen haben ein dickes Polster auf die Gefahrenzone und befinden sich zugleich auf Tuchfühlung zu den internationalen Plätzen. „Auch wenn es kitschig klingt: Wir denken trotzdem nur von Spiel zu Spiel“, sagte der Dauerbrenner der Hanseaten, der einst bei Tottenham Hotspur zwar schon bei Europapokal-Partien auf der Bank saß, aber nie zum Einsatz kam. „Natürlich wäre es eine coole Sache, international zu spielen, aber es ist noch ein wenig hin und ich kann nicht in die Zukunft schauen. Vor ein paar Wochen war noch alles negativ, jetzt ist plötzlich alles positiv. Wir müssen weiterhin unser Spiel durchziehen, uns auf unsere Leistung fokussieren – dann kann es später vielleicht klappen.“ Doch Milos Veljkovic hob auch mahnend den Finger: „Wenn wir aber glauben, dass jetzt alles von allein kommt, wird genau das nicht der Fall sein.“ (mbü)

Rubriklistenbild: © gumzmedia

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