Gute Nachrichten für Weiser
Baby-Jubel und Algerien-Traum – Werders Weiser ist überglücklich, aber auch vorsichtig
Tor, Vorlage und wohl zwei weitere gute Nachrichten für Mitchell Weiser: Der Rechtsverteidiger des SV Werder Bremen erwartet Nachwuchs und steht womöglich vor seinem Nationalmannschafts-Debüt.
Wolfsburg – Es gibt so Wochen und vor allem Tage, die könnten für einen Fußball-Profi kaum schöner sein: Mitchell Weiser erlebt gerade so eine Phase beim SV Werder Bremen. Der 30-Jährige war nicht nur Torschütze, Vorbereiter und einer der Matchwinner beim 4:2-Sieg in Wolfsburg, er gönnte sich erstmals in seiner Karriere einen Baby-Jubel und deutete an, dass er schon bald für Algerien spielen könnte.
Werder Bremens Mitchell Weiser freut sich über Nachwuchs und könnte bald für Algerien spielen
„Wir erwarten im November/Dezember unser drittes Mädchen. Ich habe bisher nie so einen Jubel gemacht“, meinte Mitchell Weiser zu seiner Aktion, als er sich nach seinem Ausgleichstreffer für den SV Werder Bremen den Ball unter das Trikot gestopft und am Daumen gelutscht hatte: „Ich bin froh, dass es mit einem Tor geklappt hat - und dann mache ich gerne einen Jubel für meine Frau zu Hause.“
Es gab aber noch mehr Grund zur Freude beim Außenbahnspieler des SV Werder Bremen. Erstmals seit den neuesten Entwicklungen sprach er über seine Zukunft als Nationalspieler von Algerien. Die FIFA hat unter der Woche Weisers vom algerischen Verband beantragten Nationenwechsel bestätigt. „Natürlich hoffe ich jetzt, dass ich eingeladen werde“, meinte Mitchell Weiser, war aber sichtlich um Zurückhaltung bemüht, um seinen Algerien-Traum nicht zu gefährden: „Ich muss gut spielen und will mich auf jeden Fall anbieten.“ Mitte November steht die nächste Länderspielpause an – und dann dürfte Weiser, dessen Opa aus Algerien stammt, wohl für das nordafrikanische Land dabei sein. Eine Namensänderung sei dabei nicht geplant.
Mitchell Weiser trifft beim Sieg des SV Werder Bremen in Wolfsburg möglichen Nationalelf-Kollegen
Einen möglichen Teamkollegen hat er bereits am Sonntag getroffen: Wolfsburgs Mohamed Amoura. „Wir haben während des Spiels kurz geredet“, berichtete Weiser: „Er wusste auf jeden Fall Bescheid und hat mir zum Wechsel gratuliert - und ich habe mich bedankt.“ Amoura hätte ihm nach der Partie auch zu einer Topleistung für den SV Werder Bremen gratulieren können. Mitchell Weiser war neben Marvin Ducksch der überragende Mann auf dem Patz gewesen. Das 1:1 ging auf sein Konto, das 3:1 von Ducksch hatte er perfekt vorbereitet. (kni/mbü)