„Wir können nicht zufrieden sein“
Klassenerhalt geschafft: Was wird bei Werder Bremen nun aus Fritz, Thioune und Co.?
Der SV Werder Bremen hat den Bundesliga-Klassenerhalt geschafft – doch was wird nun aus Sportchef Clemens Fritz, Trainer Daniel Thioune und Co.?
Selbst verloren – und doch Grund zur Erleichterung: Der SV Werder Bremen wird in der laufenden Saison nicht aus der Fußball-Bundesliga absteigen, das steht seit Samstagabend fest. Weil sowohl der FC St. Pauli (mit 1:2 bei RB Leipzig) als am Abend dann auch der VfL Wolfsburg (mit 0:1 gegen den FC Bayern München) ihre Spiele nicht gewonnen haben, sind die Bremer am vorletzten Spieltag gerettet – trotz eigener 0:1-Niederlage bei der TSG Hoffenheim.
Werder Bremens Clemens Fritz: „Wir sind natürlich froh, dass wir aufgrund der anderen Ergebnisse den Klassenerhalt vorzeitig geschafft haben“
„Wir sind natürlich froh, dass wir aufgrund der anderen Ergebnisse den Klassenerhalt vorzeitig geschafft haben“, lässt sich Clemens Fritz, Sportchef des SV Werder Bremen, auf der Vereinshomepage zitieren – und erklärt: „Wir hätten es jedoch lieber heute gegen Hoffenheim mit einem positiven Ergebnis aus eigener Kraft geschafft, aber so nehmen wir es natürlich auch.“
Dem letzten Spieltag zu Hause gegen Borussia Dortmund (Samstag, 16. Mai, 15.30 Uhr/DeichStube-Liveticker) kommt sportlich deshalb keine große Bedeutung mehr zu, auch wenn Werder Bremen alles dafür geben dürfte, um sich mit einem guten Auftritt vom eigenen Anhang zu verabschieden. Das kündigte Clemens Fritz bereits an: „Wir können mit dieser Saison nicht zufrieden sein. Mit dem Spiel gegen Dortmund im Weserstadion wollen wir einen versöhnlichen Abschluss schaffen.“ Anschließend werde dann die bereits begonnene Saisonanalyse abgeschlossen.
Nach geschafftem Klassenerhalt: Daniel Thioune wird Cheftrainer des SV Werder Bremen bleiben
Klar ist dabei, dass Daniel Thioune Cheftrainer der Mannschaft bleiben wird. So ist es im Vertrag des 51-Jährigen, der im Februar als Nachfolger des freigestellten Horst Steffen gekommen war, festgeschrieben: Bei Klassenerhalt darf er weitermachen. Gedanken in eine andere Richtung gibt es innerhalb des Weserstadions wenig überraschend nicht, Thioune steht nach erfolgreicher Rettungsmission nicht zur Debatte. Wie es auf Ebene der sportlichen Führung beim SV Werder Bremen weitergeht, werden hingegen die kommenden Wochen zeigen.
Nach Informationen der DeichStube spricht sehr viel dafür, dass Clemens Fritz in der Rolle des Sportchefs beim SV Werder BRemen weitermachen darf. Im Aufsichtsrat genießt der Ex-Profi nach wie vor hohes Ansehen, weil er die Probleme und Fehleinschätzungen während der Saison vor dem Gremium wiederholt klar und plausibel erklärt – und zudem eine Perspektive für die Zukunft aufgezeigt haben soll. Dass Fritz im Sommer mit Karim Coulibaly den teuersten Spielerverkauf der Clubhistorie abwickeln könnte, dürfte ebenfalls für ihn sprechen. Die abschließende Analyse-Sitzung des Aufsichtsrats steht aber noch aus. Wie zu erfahren ist, soll es beim Sportchef selbst keine Überlegungen geben, von sich aus das Amt abzugeben. Vielmehr ist Fritz bereits dabei, seine Abteilung für die Zukunft neu zu sortieren.
Johannes Jahns muss seinen Posten als Kaderplaner beim SV Werder Bremen räumen - Peter Niemeyer steht nicht zur Debatte
Kaderplaner Johannes Jahns, dem intern die Verantwortung für den Leihspieler-Fauxpas sowie in Teilen auch für mehrere blasse Transferperioden zugeordnet wird, ist nach wie vor im Amt und arbeitet am Aufgebot für die neue Saison. Seinen Posten wird er aber räumen müssen, sobald ein Nachfolger gefunden ist. Denkbar, dass der gebürtige Bremer in anderer Funktion beim SV Werder Bremen bleibt.
Die Rolle von Leiter Profifußball Peter Niemeyer dürfte zur neuen Saison derweil angepasst werden. Zuletzt war der Ex-Profi des SV Werder Bremen medial schon deutlich weniger in Erscheinung getreten. Grundsätzlich zur Debatte soll er intern aber nicht stehen. (dco)
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