Nach schwacher Leistung

Nachhilfe für Mbangula: Wie Werder den Belgier endlich aus der Krise holen will

Samuel Mbangula soll bei Werder Bremen endlich durchstarten. Wie Daniel Thioune nach dem schwachen Pokal-Auftritt daran arbeiten will.

Der Auftritt war erschreckend schwach, die Kritik daran im Nachgang überraschend deutlich – Samuel Mbangula hat beim SV Werder Bremen wahrlich keinen guten Pflichtspielstart erwischt. Nach seinem 45-minütigen Pokaleinsatz gegen Oberligist Lüneburger SK Hansa äußerten sich Mitspieler, Offizielle und Cheftrainer Daniel Thioune nur wenig erbaulich über den Belgier, der nach einem mauen Premierenjahr in Bremen nun doch eigentlich so richtig durchstarten sollte, davon aber meilenweit entfernt zu sein scheint. Was also tun, mit Mbangula, der im vergangenen Jahr für zehn Millionen Euro von Juventus Turin gekommen und damit zum zweitteuersten Einkauf der Werder-Geschichte geworden war? Thiounes Plan: Bloß nicht abschreiben!

Gespräch am Sonntag: Daniel Thioune arbeitet mit Samuel Mbangula an dessen Leistung für Werder Bremen.

Gespräch am Rande des Testspiels: Samuel Mbangula erhält bei Werder Bremen Nachhilfe von Daniel Thioune

Nach dem Testspiel des SV Werder Bremen gegen Meppen, bei dem Samuel Mbangula am Sonntag nicht zum Einsatz gekommen war, standen Spieler und Trainer minutenlang auf dem Rasen beisammen, ins Zwiegespräch vertieft. Thema: Der Lüneburg-Auftritt des 22-Jährigen. „Es ging darum, dass ich nicht einverstanden war mit seiner Leistung. Auch er ist nicht glücklich damit und weiß, dass es nicht gut war. Er fragt regelmäßig bei mir nach, was er besser machen kann. Darüber haben wir auf dem Platz geredet“, berichtete Thioune. Ein Austausch, der in der Woche vor dem Freiburg-Spiel intensiviert werden soll, in anderem Setting.

Daniel Thioune verrät: So soll Samuel Mbangula bei Werder Bremen endlich durchstarten

„Am Mittwoch setzen wir uns zusammen, schauen uns noch mal die Szenen an und gehen in den Matchplan rein“, verriet Thioune, der Samuel Mbangula per Nachhilfe auf die Sprünge helfen will. „Wir werden ihm nochmal seine Potenziale aufzeigen, die er definitiv besitzt und noch verbessern kann.“ Wichtiger Auftrag dabei: „Sam muss es am Ende umsetzen, er muss es zeigen.“ Eine Botschaft, die mittlerweile beim Spieler des SV Werder Bremen angekommen sein dürfte, nein: muss. Platziert hat Daniel Thioune sie schließlich mehrfach, zuletzt am Sonntag, nach dem Meppen-Spiel auf dem Trainingsplatz. Die Geduld des Trainers mit seinem Schützling ist sicher nicht unendlich. Noch ist sie aber nicht aufgebraucht.

„Schön ist, dass die Einsicht bei ihm da ist und die Bereitschaft, an sich zu arbeiten“, sagte Thioune, der Samuel Mbangula dabei weiterhin vollumfänglich unterstützen will – damit sich Werder Bremens Zehn-Millionen-Euro-Investition sportlich eines Tages vielleicht doch noch auszahlt. (dco)

Rubriklistenbild: © gumzmedia

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