Pyrotechnik wird für Werder teuer
Saftige Geldstrafe: Werder muss erneut für den Pyro-Einsatz seiner Fans blechen
Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat den SV Werder Bremen wegen des Fehlverhaltens seiner Fans erneut mit einer empfindlichen Geldstrafe belegt.
Bremen – Der SV Werder Bremen ist vom Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) erneut zu einer empfindlichen Geldstrafe verurteilt worden: Wegen des Abbrennens von Pyrotechnik in gleich drei Fällen – während der Auswärtsspiele bei Borussia Dortmund (0:1) und beim VfB Stuttgart (0:2) sowie beim Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt (2:2) – müssen die Bremer eine Strafe in Höhe von insgesamt 94.000 Euro bezahlen. Wie der DFB am Donnerstag mitteilte, haben die Grün-Weißen das Urteil akzeptiert, es ist damit rechtskräftig.
Werder Bremen für drei Pyrotechnik-Vergehen der Fans sanktioniert: 94.000 Euro Geldstrafe!
Noch vor Beginn der zweiten Halbzeit des Bundesliga-Spiels beim BVB am 20. Oktober 2023 hatte es im Gästeblock im Signal-Iduna-Park lichterloh gebrannt. Die Fans des SV Werder Bremen entzündeten laut DFB „mindestens 40 bengalische Feuer“ und sorgten so dafür, dass das Spielfeld für eine kurze Zeit mit einer großen Rauchwolke überzogen wurde. Der zweite Durchgang der Partie konnte deshalb erst mit 70 Sekunden Verzögerung angepfiffen werden. Darüber hinaus zündelten die Werder-Fans in der Anfangsphase des Bundesligaspiels gegen Eintracht Frankfurt (12. November 2023) und zu Beginn der zweiten Halbzeit des Bundesligaspiels beim VfB Stuttgart (2. Dezember 2023). Von der verhängten Gesamtstrafe von 94.000 Euro darf der Verein bis zu 31.350 Euro für sicherheitstechnische oder gewaltpräventive Maßnahmen verwenden, die dem DFB bis zum 31. Juli 2024 nachgewiesen werden müssen.
Werder Bremen muss bereits die dritte Pyro-Geldstrafe in dieser Saison zahlen
Für den SV Werder Bremen ist die Sanktion wegen des Fehlverhaltens seiner Fans bei weitem kein Einzelfall. Allein in der laufenden Saison ist es bereits die dritte saftige Geldstrafe. Mitte November waren die Bremer letztmals vom DFB-Sportsgericht für das Abbrennen von Pyrotechnik im Heimspiel gegen den FC Bayern München (0:4) zu einer Strafe in Höhe von 40.000 Euro verdonnert worden. Mitte Oktober mussten die Bremer gar 91.000 Euro hinblättern. Auch im DFB-Pokalspiel bei Viktoria Köln (2:3) hatten die Bremer Anhänger vier Feuerwerksbatterien, 16 bengalische Feuer sowie je sechs Rauchtöpfe und Blinker entzündet. Zudem sollen Werder-Fans in der Nachspielzeit drei Fahnenstangen in den Innenraum geworfen haben. Bereits in der vergangenen Saison hatte der Verein immer wieder Probleme, weil die eigenen Anhänger zündelten. Damals mussten die Bremer insgesamt bereits mehr als 150.000 Euro an Pyro-Geldstrafe zahlen. Und auch die nächste Strafe dürfte nicht lange auf sich warten lassen: Beim jüngsten Auswärtsspiel gegen den VfL Bochum (1:1) brannte es wieder einmal lichterloh im Bremer Gästeblock. (mwi)