Werder zerlegt Mittelfeld
Baumanns Aufgabe: Neuaufbau des Herzstücks
Bremen - Das Mittelfeld des SV Werder Bremen hat in der vergangenen Saison im Wesentlichen aus fünf Spielern bestanden. Aus Thomas Delaney, Philipp Bargfrede und Maximilian Eggestein – zusammen bildeten sie das Stammdreieck im System von Trainer Florian Kohfeldt. Als personelle Alternativen standen Zlatko Junuzovic und Jerome Gondorf zur Verfügung.
Doch aus dem Quintett haben sich Delaney (zu Borussia Dortmund), Junuzovic (zu RB Salzburg) und Gondorf (zum SC Freiburg) verabschiedet – drei von fünf sind also weg. Oder anders gesagt: 60 Prozent des zuletzt regelmäßig zum Einsatz gekommenen Mittelfeld-Personals sind nicht mehr da. Es ist ein Substanzverlust – und Stand jetzt sieht es so aus, als ob Werder das Herzstück des Teams selbst zerlegt.
Donsah, Meite und Rode kein Thema bei Werder
„Ich sehe es gar nicht so akut“, hält jedoch Sportchef Frank Baumann in einem auf „werder.de“ veröffentlichten Interview dagegen. Mit den Neuzugängen Kevin Möhwald vom 1. FC Nürnberg („Ein klassischer Mittelfeldspieler“, so Baumann) und Yuya Osako vom 1. FC Köln („Kann auch im Mittelfeld agieren“) seien bereits zwei Optionen verpflichtet worden. Und: „Wir werden da auch noch etwas machen“, verspricht Baumann erneut.
Zwei weitere Spieler sind in der Pipeline, verkündet ist indes noch nichts. Und Namen haben die beiden auch noch nicht. Bisher ist allenfalls klar, wer es nicht wird. Die zuletzt in Gerüchten und Meldungen gehandelten Godfred Donsah (22 Jahre alter Ghanaer vom FC Bologna), Soualiho Meite (24 Jahre alter Franzose von der AS Monaco) und Sebastian Rode (27 Jahre, Borussia Dortmund) sind nach Informationen der DeichStube allesamt nicht die, um die es geht.
Baumann rechnet noch mit „heißem Sommer“
Erstaunlich offen gibt Baumann eine Beschreibung ab, welche Spielertypen es sein sollen. Von den Delaney-Millionen werde „einiges sicher noch in einen defensiv-orientierten zentralen Mittelfeldspieler“ investiert werden. „Und wir sind auf der Suche nach einem zentralen offensiven Mittelfeldspieler, der eine gewisse Kreativität mitbringt.“ Grundsätzlich gelte dabei: „Qualität geht vor Schnelligkeit.“ Möglich ist, dass Vollzugsmeldungen erst nach der WM möglich sein werden. „Meist setzt dann noch mal ein Domino-Effekt ein, der Personalien auf den Plan ruft, die man gar nicht vorhersagen kann“, meint Baumann und orakelt: „Ich rechne damit, dass es noch ein heißer Sommer wird.“
Fakt ist: Philipp Bargfrede und Maximilian Eggestein sind die Fixpunkte, um die herum das neue Bremer Mittelfeld entstehen soll. Baumann: „Unsere Priorität bleibt es, einen Kader auf die Beine zu stellen, der auf sehr hohem Niveau sehr erfolgreich spielen kann.“
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