Pilawa ersetzt Jahns

Sportchef Fritz erklärt: So lief Werders Kaderplaner-Suche

Markus Pilawa ist neuer Kaderplaner des SV Werder Bremen - Sportchef Clemens Fritz erklärt, wie die Suche nach einem Nachfolger für Johannes Jahns lief!

Am Mittwoch geht es für Markus Pilawa offiziell los am Osterdeich. Der neue Kaderplaner des SV Werder Bremen wird dann vor Ort seinen ersten Präsenztag absolvieren. Gut vorstellbar allerdings, dass er bereits zu Beginn dieser Woche in die Gespräche zur Kaderplanung mit Cheftrainer Daniel Thioune, Leiter Profifußball Peter Niemeyer sowie Sportchef Clemens Fritz eingebunden ist. Es gibt schließlich viel zu besprechen und schon jetzt Entscheidungen zu treffen – etwa bei einer möglichen Vertragsverlängerung von Mitchell Weiser, den Kaufoptionen der Leihspieler oder potenziellen Neuzugängen wie dem jungen dänischen Innenverteidiger Julius Berthel Askou, den Werder im Visier hat. Die sportliche Führung wird mit Pilawa zunächst Ideen und Vorstellungen abgleichen. Nicht ausgeschlossen, dass bisherige Bremer Pläne angepasst werden. Klar ist: Für den neuen Kaderplaner werden es intensive erste Tage in seiner neuen Heimat. Bei Werder können sie kaum erwarten, dass er den Verein verstärkt.

Markus Pilawa (links) ist neuer Kaderplaner des SV Werder Bremen - Sportchef Clemens Fritz (rechts) erklärt, wie die Suche nach einem Nachfolger für Johannes Jahns lief!

Werder Bremens Clemens Fritz über Markus Pilawa: „Er kennt die Branche, ist bestens vernetzt und verfügt über großes Fußballfachwissen“

„Er kennt die Branche, ist bestens vernetzt und verfügt über großes Fußballfachwissen, was er bereits bei seinen vorherigen Stationen unter Beweis gestellt hat“, sagt Sportchef Clemens Fritz im Gespräch mit der DeichStube. Der gebürtige Bochumer Markus Pilawa, der seine Karriere 2004 als Scout bei seinem Heimatclub VfL Bochum begann, genießt innerhalb der Branche einen hervorragenden Ruf. Vor allem während seiner Zeit bei Borussia Dortmund, für das er von 2012 bis 2022 tätig war, ab 2017 als Chefscout, machte er sich einen Namen. Von 2022 bis 2024 leitete Pilawa dann die Scouting-Abteilung des FC Bayern München. An Erfahrung mangelt es dem 48-Jährigen also nicht – ein wichtiger Faktor, der bei der Suche des SV Werder Bremen nach einem Nachfolger für den nun freigestellten Johannes Jahns eine große Rolle spielte.

Markus Pilawa ist neuer Kaderplaner: Werder Bremen wurde bei der Auswahl der Kandidaten von einer externen Agentur unterstützt

„Es gab eine Vielzahl an Kandidaten, die ihre Strategien und inhaltlichen Vorstellungen präsentiert haben. Nach und nach hat sich der Kreis verkleinert. Die Gespräche mit Markus haben uns vollends überzeugt“, erklärt Clemens Fritz. Bei der Auswahl der Kandidaten wurden die Bremer von der externen Agentur „Excel Sports Management“ aus den USA unterstützt und beraten. Die Agentur zählt seit vielen Jahren zu den führenden Unternehmen im US-Sport. Mittlerweile liegt ein Fokus von „Excel Sports Management“ auch in den Feldern Fußball- und Unternehmensberatung sowie Headhunting auf Führungsebenen. Der Europa-Sitz der Firma befindet sich in London. Nachdem nun in Markus Pilawa ein neuer Kaderplaner gefunden ist, soll die Agentur interne Abläufe bei Werder Bremen weiter unter die Lupe nehmen und gegebenenfalls verbessern. Klare Zielsetzung: Auf Transfer-Ebene soll der Verein besser performen als in der jüngeren Vergangenheit, in der Fehlgriffe überwogen.

In die bisherigen Transfers von Kenny Quetant (kommt vom Le Havre AC) und Chuki (Real Valladolid) war Markus Pilawa nach Informationen der DeichStube übrigens noch nicht involviert. Die entsprechenden Gespräche wurden noch von Clemens Fritz, Peter Niemeyer und Johannes Jahns geführt. Spätestens ab Mittwoch wird Pilawa allerdings aktiv an der Zusammenstellung des neuen Kaders vom SV Werder Bremen mitarbeiten. „Jetzt geht es darum, ihn schnellstmöglich in alle Themen einzuarbeiten, damit er sich bei uns voll einbringen kann“, sagt Fritz. (bvo/dco)

Rubriklistenbild: © Imago/Kirchner-Media/Blatterspiel

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