Werder gegen Stuttgart

Fast die eigene Mutter traurig gemacht: Ex-Werder Profi Woltemade erlebt emotionale Rückkehr

Nick Woltemade hadert: Der Ex-Spieler des SV Werder Bremen hatte beim Wiedersehen den Siegtreffer für den VfB Stuttgart auf dem Fuß.
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Nick Woltemade hadert: Der Ex-Spieler des SV Werder Bremen hatte beim Wiedersehen den Siegtreffer für den VfB Stuttgart auf dem Fuß.

Beim Wiedersehen mit dem SV Werder Bremen hätte Nick Woltemade beinahe das Siegtor für den VfB Stuttgart erzielt. Wie der Ex-Bremer den emotionalen Tag erlebte.

Bremen – In einigen Wochen geht es für Nick Woltemade erneut in den Norden – schließlich steht Weihnachten an, und da will der Profi des VfB Stuttgart bei der Familie sein. Doch um ein Haar hätte der Offensivakteur, der bis zum Sommer noch beim SV Werder Bremen unter Vertrag stand, womöglich sein Geschenk unterm Tannenbaum aufs Spiel gesetzt. Schließlich war Woltemade es, der in der allerletzten Sekunde der Partie noch die Chance auf einen Treffer hatte. Sein guter Freund und Werder-Torhüter Michael Zetterer hatte aber aufgepasst, so war es beim 2:2 geblieben. Zum Wohl des Familienfriedens.

VfB Stuttgarts Nick Woltemade mit Gefühlschaos bei Weidersehen mit Werder Bremen

„Ich glaube, der größte Teil unterstützt natürlich mich in solch einem Spiel“, setzte der gebürtige Bremer an, schob jedoch lachend hinterher, „aber meine Mutter wäre schon ein bisschen traurig gewesen, wenn ich das 3:2 geschossen hätte“. Und er selbst hätte wohl auch das pure Gefühlschaos erlebt. „Wenn ich den noch reinschieße, weiß ich auch nicht, was ich gemacht hätte“, seufzte er grinsend. Etliche Freunde und Angehörige waren bei Woltemades Rückkehr an die alte Wirkungsstätte dabei, „ungefähr 20 Tickets“ habe er im Vorfeld für seine Liebsten organisieren müssen. Da störte es dann auch kaum, dass der U21-Nationalspieler gegen Werder Bremen zunächst noch auf der Bank saß und gar nicht auf dem Rasen mitmischen durfte. „Der Trainer hat gestern mit mir gesprochen, es gab eine plausible Erklärung dafür“, sagte Nick Woltemade. „Wir haben viele Spiele, wenig Offensivspieler. Da müssen wir uns alle ein bisschen abwechseln.“

An der Besonderheit des reinen Erlebnisses änderte dieser Sachverhalt nichts. „Es war ein sehr emotionaler Tag für mich“, betonte der Ex-Spieler des SV Werder Bremen. „Das war mein erster richtiger Vereinswechsel. Jetzt war es sehr ungewohnt, den anderen Weg zu laufen, von der anderen Seite zu kommen, den längeren Weg zum Platz zu haben, auf der anderen Seite zu sitzen. Aber es war auch eine sehr schöne Erfahrung, die ich gemacht habe.“ Dass es von den Rängen vereinzelt Pfiffe gab, steckte Nick Woltemade locker weg. „50 von ungefähr 42.000 – das ist halt so und okay“, meinte der 22-Jährige lachend. „Die Quote ist nicht schlecht.“ (mbü)  

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