Werder-Profi vergibt Elfmeter
Schmids unangenehme Begegnung mit dem „Sauhund“: Fehlschuss von Werders Österreicher macht Freiburgs Elfmetertöter Atubolu zum Rekord-Serientäter
Noah Atubolu hat beim 3:0-Sieg des SC Freiburg gegen den SV Werder Bremen einen Elfmeter von Romano Schmid gehalten - und damit einen Bundesliga-Rekord aufgestellt!
Bremen – Am Ende blieb der Frust – und der Konjunktiv. Wegen dieser einen Szene nach einer guten Stunde. Hätte das Spiel für den SV Werder Bremen womöglich noch einen besseren Verlauf genommen, wenn Romano Schmid gegen den SC Freiburg seine Elfmeter-Chance genutzt hätte? „Wenn das 1:2 da fällt…“, setzte auch Trainer Horst Steffen an, „wir haben alle schon erlebt, wie das Stadion dann nochmal aufwacht – und wir auf dem Platz genauso.“ Doch es kam anders. Werders österreichischer Mittelfeldakteur scheiterte an Torhüter Noah Atubolu, statt einer Bremer Aufholjagd setzte es letztlich eine 0:3-Niederlage gegen Freiburg.
Werder Bremens Romano Schmid nach der Heimpleite gegen den SC Freiburg: „Heute lief sehr viel schief“
„Heute lief sehr viel schief“, ärgerte sich Romano Schmid später im Gespräch mit den Vereinsmedien und zeichnete in knappen Worten noch einmal den schmerzhaften Nachmittag nach: „Wir hatten kein Tempo im Spiel. Dann gehen wir durch einen Elfmeter unglücklich in Rückstand. Bis dahin hat Freiburg auch nicht viele Offensivaktionen gehabt. Nach dem 0:2 habe ich die Chance zum Anschlusstreffer, womit wir das Stadion zusätzlich nochmal hätten mitnehmen können. Das ist mir leider auch nicht gelungen, sodass nicht viel zusammenlief.“ Zum ersten Mal überhaupt während seiner Karriere war Schmid vom Punkt gescheitert, zuletzt hatte er in der Bundesliga für Werder Bremen dreimal in Folge getroffen (im Mai gegen Heidenheim sowie kürzlich gegen Leverkusen und Gladbach).
Im Lager des SC Freiburg herrschte derweil verständlicherweise große Freude. Noah Atubolu hatte die Bremer erneut gehörig geärgert, schon während der vergangenen Rückrunde parierte er beim Duell im Breisgau einen Schuss von André Silva und verhinderte so eine eventuelle Aufholjagd des Gegners. Mit seiner jetzigen Rettungstat gegen Romano Schmids Versuch schraubte der 23-Jährige seine Ausbeute auf fünf gehaltene Elfer-Versuche am Stück, was in der langen Historie der Fußball-Bundesliga noch keinem anderen Torhüter zuvor gelungen ist. Sein Kapitän Vincenzo Grifo adelte ihn direkt mit markigen Worten: „Der Atu ist ein Sauhund.“ SCF-Trainer Julian Schuster ließ es verbal etwas seriöser angehen. „Der Elfmeter war eine Grundlage für den Sieg“, meinte der Coach nach dem Sieg bei Werder Bremen - und fügte an „Sonst wird es richtig ekelig hier.“ mbü
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