Werder-Profis in der Einzelkritik
Werder Bremen in Noten gegen Eintracht Frankfurt: Leonardo Bittencourt führt an - Olivier Deman mit unglücklicher Szene
Der SV Werder Bremen verspielt eine 2:0-Führung und holt beim 2:2 gegen Eintracht Frankfurt nur einen Punkt. Die Spieler in der Einzelkritik - mit Noten.
Michael Zetterer: Strahlte erneut enorme Ruhe und Sicherheit aus. Der Keeper war erstmals unmittelbar vor der Pause so richtig gefordert, als er einen Distanzschuss von Chaibi stark zur Ecke klärte. Streckte sich beim 1:2 vergeblich (65.) und war auch beim zweiten Gegentreffer ohne Chance. Note 3
Milos Veljkovic: Verteidigte lange Zeit unaufgeregt und unauffällig. Hatte dann enormes Glück, dass ein katastrophaler Fehlpass nicht schon zum früheren Anschlusstreffer der Eintracht führte, sondern Knauff aus kurzer Distanz weit über den Kasten schoss (56.). Note 4
Marco Friedl: Entschied viele wichtige Zweikämpfe für sich oder blockte gegnerische Schüsse. Manko: Seinen Pässen im Aufbau fehlte mitunter die Genauigkeit, was für die wenigen überflüssigen Ballverluste sorgte. Note 3
Anthony Jung: Stand eigentlich erneut stabil und gewann allein im ersten Abschnitt 80 Prozent seiner Zweikämpfe. Fühlt sich in der Dreierkette sichtlich wohl und spielte vor dem 2:0 einen schönen langen Ball auf Ducksch. Sein Ballverlust begünstigte jedoch den Freistoß, der zum Ausgleich führte. Note 3,5
Werder Bremen-Noten gegen Eintracht Frankfurt: Jens Stage holt Elfmeter heraus - Olivier Deman verliert Zweikampf vor dem 2:2
Mitchell Weiser: Offensiv wieder deutlich auffälliger als zuletzt, spielte zunächst sehr viele starke Pässe in die Spitze. Aber auch seine Sprints nach hinten sorgten dafür, dass der Eintracht lange Zeit nicht viel einfiel. Verzettelte sich später dann zu häufig an der Außenlinie in Dribblings. Note 3,5
Jens Stage: Räumte wieder fleißig auf, schaltete aber auch den Vorwärtsgang ein – wie beim Konter kurz vor Ende des ersten Durchgangs, bei dem er den Bremer Strafstoß vor dem Führungstor herausholte. Stemmte sich mit aller Vehemenz gegen stärker werdende Hessen. Note 2,5
Olivier Deman: Probierte viel, schaltete sich auch immer wieder ins Angriffsspiel ein und bestach durch eine gute Laufleistung (6,5 Kilometer allein während der ersten 45 Minuten). In der eigenen Hälfte war es jedoch manchmal zu leicht, ihn auszuspielen. Wenn die Gäste Gefahr erzeugten, dann nicht selten über seine Seite. Verlor vor dem 2:2 den Zweikampf gegen Tuta. Note 4
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Werder Bremen in Noten gegen Eintracht Frankfurt: Leonardo Bittencourt sorgt für Gefahr in der Offensive
Leonardo Bittencourt (bis 66.): Rannte wieder viel und verdiente sich mehrmals Szenenapplaus, als er den Frankfurtern die Bälle abgrätschte. Verpasste mit einem schönen Schlenzer knapp das 1:0 (35.). Umso genauer war dann seine Vorlage auf Borré vor dem zweiten Bremer Treffer. Schnupperte dann per Distanzschuss noch am 3:0 (63.). Note 2
Romano Schmid: Bekam in seinem 100. Pflichtspiel für Werder Bremen nicht allzu viele Freiräume vom Gegner geschenkt, hatte aber auch mit wenig Platz gute Ideen und gab den ersten gefährlichen Torschuss ab (27.). Auch danach von seinen Gegenspielern kaum zu halten und folgerichtig an der Entstehung des Elfmeters beteiligt. Verlor vor dem 1:2 jedoch Torschütze Skhiri aus den Augen. Note 2,5
Marvin Ducksch (bis 90.+2): Trat beflügelt von seiner ersten Nominierung für das DFB-Team gleich wieder als Torschütze in Erscheinung, als er sicher per Elfmeter zum 1:0 traf. Da war auch vergessen, dass seinen ersten Abschlüssen noch die Präzision gefehlt hatte. Brachte nach dem Seitenwechsel herrlich das 2:0 auf den Weg. Hatte die Riesenchance zum Siegtreffer (90.). Note 2
Werder Bremen in Noten gegen Eintracht Frankfurt: Rafael Borré trifft zum 2:0 - Justin Njinmah mit bösem Ego-Trip
Rafael Borré (bis 82.): Ging sehr engagiert in das Duell mit seinem eigentlichen Arbeitgeber, hing jedoch lange Zeit völlig in der Luft. Glänzte dann direkt nach Wiederanpfiff mit einem schönen Kopfball, der zum 2:0 führte (50.). Tauchte danach wieder ab. Note 2,5
Senne Lynen (ab 66.): Zeigte ein paar gute Ansätze, mehr nicht. Note -
Justin Njinmah (ab 82.): Frustrierte mit einem bösen Ego-Trip bei einer Top-Konterchance (88.). Note -
Nick Woltemade (ab 90.+2): Kam auch noch. Note -
Weiter mit dem Aufstellungstext:
Die Werder-Aufstellung gegen Eintracht Frankfurt: So sieht die Startelf aus
Der SV Werder Bremen trifft am Sonntag um 17.30 Uhr im Heimspiel auf Eintracht Frankfurt. So sieht die Startelf-Aufstellung von Trainer Ole Werner aus.
Update (12. November, 16.30 Uhr): Jetzt ist die Werder-Aufstellung da - Trainer Ole Werner setzt auf die Mannschaft der Vorwoche! Die ganze Startelf und alles Weitere zum Spiel lest Ihr im Live-Ticker zur Partie zwischen dem SV Werder Bremen und Eintracht Frankfurt!
Bremen - Vier Punkte aus den vergangenen zwei Spielen - der SV Werder Bremen hat sportlich wieder in die Spur gefunden und möchte den positiven Trend nun auch im Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt (Sonntag, 17.30 Uhr im DeichStube-Liveticker) fortsetzen. Cheftrainer Ole Werner muss dabei zwar den Ausfall von drei Profis (Jiri Pavlenka, Christian Groß, Naby Keita) kompensieren, ist dadurch aber nicht zum Umbau seiner aktuellen Startelf-Aufstellung gezwungen. Vieles spricht dafür, dass er die gleiche Elf ins Rennen schickt, der er auch schon beim 2:0-Erfolg gegen Union Berlin sowie beim 2:2 in Wolfsburg vertraut hatte.
Werder Bremen-Aufstellung gegen Eintracht Frankfurt: So dürfte die Startelf aussehen
Im Tor vertritt Michael Zetterer einmal mehr den weiterhin angeschlagenen Pavlenka (Adduktorenprobleme). Für den 28-Jährigen Ersatzkeeper wird es bereits der vierte Einsatz in Folge. Die Dreierkette vor Zetterer dürfte auch gegen Frankfurt aus Milos Veljkovic, Marco Friedl und Anthony Jung bestehen. Zwar ist Niklas Stark wieder fit und demnach eine Alternative. Wirklich Anlass für Veränderungen hat Werner in seiner Startelf aber nicht, da sich die Werder-Defensive in den vergangenen Wochen gut organisiert präsentiert hatte. Auf den beiden Halbpositionen gibt es ohnehin schon länger keine Diskussionen mehr: Dort spielen Mitchell Weiser (rechts) und Olivier Deman (links). Zwischen ihnen, auf der Sechserposition, hat sich Jens Stage mit guten Leistungen festgespielt. Auch gegen Eintracht Frankfurt wird er in Werder Bremens Aufstellung sehr wahrscheinlich wieder den Abräumer geben.
Bleibt noch die Bremer Offensive, sprich vier Positionen, die Werner ebenfalls so vergeben dürfte wie zuletzt. Heißt: Die formstarken Romano Schmid und Leonardo Bittencourt bekleiden die Achterpositionen, Neu-Nationalspieler Marvin Ducksch und Rafael Borré, die Leihgabe aus Frankfurt, bilden den Zweiersturm in der Startelf-Aufstellung des SV Werder Bremen. (dco)
