Werder-Profis in Noten
Werder in Noten gegen Frankfurt: Verteidiger-Duo völlig von der Rolle, Niklas Stark noch bester Bremer
Der SV Werder Bremen hat das Spiel bei Eintracht Frankfurt verloren, besonders ein Verteidiger-Duo enttäuschte - die Werder-Profis in der Einzelkritik mit Noten!
Mio Backhaus: Werders neuer Stammkeeper machte bei seinem Bundesliga-Debüt anfangs einen sehr nervösen Eindruck. Startete mit einer Unsicherheit ins Spiel und sah bei mehreren hohen Bällen nicht souverän aus. Stabilisierte sich dann nach und nach. Bei den Gegentoren machtlos. Note 4
Julian Malatini: Kam wegen der großen Personalnot zu seinem ersten Einsatz seit Februar. Machte vor dem 0:2 keine gute Figur, weil er Bahoya in seinem Rücken entwischen ließ. Hatte insgesamt große Probleme auf der rechten Seite und ging oft zu ungestüm zu Werke. Sah Knauff vor dem 1:4 nur noch von hinten. Note 6
Niklas Stark (bis 79.): Der Routinier lieferte sich lange ein persönliches Duell mit Burkardt, gegen den er wiederholt durch clevere Zweikampfführung auffiel. Machte seine Geschwindigkeitsnachteile durch gutes Stellungsspiel und Einsatz wett. Im Spielaufbau dafür mit Abstrichen. Note 3
Marco Friedl: In seinem 200. Pflichtspiel für Werder strahlte der Kapitän die gewohnte Präsenz aus und vermied in seinen Aktionen das Risiko. Konnte seine Ruhe aber nicht auf die Nebenleute übertragen. Note 3,5
Werder Bremen in Noten gegen Eintracht Frankfurt: Felix Agu bringt zwei Gegentore mit Fehlpässen auf den Weg
Felix Agu: Kehrte bedingt durch die Verletzung von Deman von der rechten auf die linke Abwehrseite zurück und leistete sich dort vor dem 0:2 einen folgenschweren Fehler, als er den Ball an der Außenlinie vertändelte. Das 0:3 und 1:4 brachte er mit bösen Fehlpässen auf den Weg. Note 6
Senne Lynen: Schaffte es im Zentrum viel zu selten, das Spiel seiner Mannschaft zu strukturieren – auch, weil er selbst nicht fehlerfrei agierte. Vor dem 0:1 kam er gegen Uzun zu spät. Immerhin: In Hälfte zwei mit verbessertem Auftritt und Torvorlage für Njinmah. Note 4
Leonardo Bittencourt (bis 79.): Lieferte als Teil der Doppelsechs einen weitestgehend unauffälligen Auftritt ab, bei dem er ohne größere Fehler, aber auch ohne prägende Momente für das Spiel seiner Mannschaft blieb. Schaltete sich nur selten ins Offensivspiel mit ein. Note 4,5
Werder Bremen in Noten gegen Eintracht Frankfurt: Justin Njinmah erzielt ein Tor, trifft sonst aber viele falsche Entscheidungen
Justin Njinmah: Der Flügelstürmer traf auf der rechten Außenbahn zunächst viel zu oft die falschen Entscheidungen, was vielversprechende Angriffe jäh beendete. Nach der Pause dann mit schöner Offensivaktion, die zum 1:3-Anschlusstreffer führte. Note 4
Romano Schmid: Das Spiel lief in der ersten Halbzeit über weite Strecken komplett am Österreicher vorbei, für Ideen in der Offensive sorgte er nicht. Fand später zwar etwas besser in die Partie, blieb insgesamt aber ohne entscheidende Impulse. Weinte nach dem Spiel auf dem Platz. Note 5
Samuel Mbangula (bis 65.): Der Neuzugang feierte sein Startelf- und Bundesliga-Debüt. Über gute Ansätze kam er auf dem linken Flügel nicht hinaus. Es mangelte oft an der nötigen Abstimmung mit den Kollegen. Ließ sich bei Frankfurter Ballbesitz auf die Sechserposition fallen. Note 4,5
Werder Bremen in Noten gegen Eintracht Frankfurt: Marco Grüll strahlt keine Torgefahr aus
Marco Grüll (bis 89.): Wurde wie schon im DFB-Pokal als Mittelstürmer aufgeboten und präsentierte sich erneut glücklos im Abschluss. Torgefahr strahlte er nicht aus – weder aus dem Spiel heraus, noch mit seinen Standards. Note 5
Patrice Covic (ab 65.): Das Nachwuchstalent durfte nach der Premiere im DFB-Pokal nun auch in der Bundesliga debütieren. Konnte dabei keine großen Akzente setzen. Note –
Karim Coulibaly (ab 79.): Der Innenverteidiger feierte ebenfalls seine Bundesliga-Premiere. Note -
Keke Topp (ab 79.): Kam als Joker, stach nicht mehr. Note -
Isak Hansen-Aaröen (ab 89.): Erlebte den Schlusspfiff auf dem Platz. Note -
Weiter mit der Werder-Aufstellung:
Werder-Bremen-Aufstellung gegen Eintracht Frankfurt: Samuel Mbangula feiert sein Startelf-Debüt
Update (23. August, 14.30 Uhr): Da ist die Startelf-Aufstellung des SV Werder Bremen gegen Eintracht Frankfurt - Trainer Horst Steffen setzt auf Samuel Mbangula in der ersten Elf. Hier gibt‘s die komplette Aufstellung im DeichStube-Liveticker.
Weiter mit dem Aufstellungstext:
Bremen – Auch in dieser Woche fand das Abschlusstraining des SV Werder Bremen hinter verschlossenen Türen statt. Vielleicht ist das aber gar kein schlechtes Zeichen, denn bei den vergangenen öffentlichen Einheiten gab es für die Mannschaft von Cheftrainer Horst Steffen reihenweise Verletzungen zu beklagen, wie zuletzt am Donnerstag, als sich Olivier Deman den Außenknöchel brach. Mit Maximilian Wöber (Oberschenkelprobleme), Mitchell Weiser (Kreuzbandriss), Jens Stage (Belastungsreaktion im Fuß), Amos Pieper (Hüft-OP) und nun auch Deman fallen somit fünf Spieler langfristig aus und stehen für Werders Auswärtsspiel bei Eintracht Frankfurt (Samstag, 15.30 Uhr, im DeichStube-Liveticker) nicht zur Verfügung. Besonders das Fehlen von Weiser, Wöber und Deman wiegt dabei schwer, da nun mit Felix Agu nur noch ein gelernter Außenverteidiger im Kader steht. Steffen ist also gezwungen, kreativ zu werden. „Wir werden es mit denen auffangen, die da sind, und müssen für Samstag etwas umplanen. Wir haben da verschiedene Möglichkeiten im Kopf“, erklärt der Werder-Coach mit Blick auf die Startelf-Aufstellung.
Werder Bremen-Aufstellung gegen Eintracht Frankfurt: Feiert Karim Coulibaly seine Bundesliga-Startelf-Premiere?
Für die defensive Außenbahn gibt es zwei denkbare Szenarien: Zum einen könnte Agu von der zuletzt angestammten rechten Seite wieder nach links rücken, während Julian Malatini – wie bereits häufiger in den Testspielen des SV Werder Bremen – die rechte Abwehrseite übernimmt. Die andere Variante wäre das Bundesliga-Debüt von Youngster Karim Coulibaly, der von Horst Steffen während der Vorbereitung mehrfach für sein Auftreten gelobt wurde und die linke Seite in der Bremer Startelf besetzen könnte. Problematisch an beiden Optionen: Sowohl Malatini als auch Coulibaly sind eigentlich Innenverteidiger und verfügen zudem über kaum bis gar keine Bundesliga-Erfahrung.
Das gilt auch für den Mann im Tor: Mio Backhaus wird am Samstag definitiv seine Bundesliga-Startelf-Premiere feiern. Nach dem Abgang von Michael Zetterer – ausgerechnet zum Gegner Eintracht Frankfurt – bestätigte Horst Steffen den 21-Jährigen als neue Nummer eins, auch wenn der SV Werder Bremen weiterhin an einem zusätzlichen Torwart-Transfer arbeitet. Deutlich mehr Routine findet sich dagegen in der Zentrale der Bremer Aufstellung. Dort dürften erneut Niklas Stark und Kapitän Marco Friedl das Innenverteidiger-Pärchen bilden. Im Mittelfeld wird die Doppelsechs voraussichtlich wieder aus Senne Lynen und Leonardo Bittencourt bestehen.
Werder Bremens Aufstellung gegen Eintracht Frankfurt: Samuel Mbangula dürfte in der Bremer Startelf stehen
In der Offensive deutet sich das Startelf-Debüt von Zehn-Millionen-Neuzugang Samuel Mbangula an. „Er ist auf jeden Fall weiter, sodass er jetzt auch ein Kandidat für die Startelf ist“, sagt Horst Steffen über den Belgier, betont aber zugleich: „Wir sind in den Überlegungen noch nicht festgelegt, da es auch andere Spieler gibt, die es bisher gut gemacht haben.“ Damit meint er vor allem Patrice Covic, der in Bielefeld den Vorzug vor Mbangula erhalten hatte und bis auf seinen folgenschweren Fehlpass vor Bittencourts Platzverweis einen engagierten Eindruck hinterließ. Die Entscheidung auf der linken Außenbahn dürfte also zwischen Mbangula und Covic fallen. Ansonsten sind im Vergleich zum Bielefeld-Spiel am Samstag (15.30 Uhr, live im TV) kaum Änderungen in der Aufstellung des SV Werder Bremen zu erwarten, sodass die restliche Offensive aller Voraussicht nach durch Romano Schmid, Justin Njinmah und Marco Grüll komplettiert wird. (bvo)
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