Werder-Spieler in der Einzelkritik
Werder Bremen in Noten gegen Mainz 05: Quartett um Justin Njinmah überragt
Der SV Werder Bremen hat am dritten Bundesliga-Spieltag hochverdient mit 4:0 (1:0) gegen den FSV Mainz 05 gewonnen. Die Werder-Profis in der Einzelkritik mit Noten.
Jiri Pavlenka: Erstmals nach 26 Minuten ernsthaft geprüft, doch problemlos zur Stelle. Bei hohen Bällen strahlt der Tscheche aktuell sehr viel Sicherheit aus, was in der Vergangenheit immer wieder ein Kritikpunkt war. Klärte sogar mit dem Kopf (79.). Insgesamt aber wenig gefordert. Note 2
Marco Friedl: Zunächst wechselten sich gute und weniger gute Aktionen ab, ehe sich der Kapitän deutlich stabiler präsentierte. Ließ sich auch von schmerzhaften Duellen mit dem Gegner nicht aus der Fassung bringen. Note 2,5
Werder Bremen in Noten gegen FSV Mainz 05: Niklas Stark sticht aus starker Defensive heraus
Niklas Stark: Ein echter Abwehrchef. Ging dorthin, wo es wehtut und räumte einen Ball nach dem anderen aus der Gefahrenzone. In dieser Form ein ganz wichtiger Faktor im Bremer Spiel. Note 1,5
Amos Pieper: Nicht ganz so auffällig wie Nebenmann Stark, war aber trotzdem häufig mittendrin im Geschehen. Einerseits entschied er zahlreiche wichtige Kopfballduelle für sich und spulte obendrein bereits im ersten Durchgang sechs Laufkilometer ab. Gute Kopfballchance zum 3:0 (66.). Note 2,5
Anthony Jung (bis 86.): Nach der Verpflichtung von Olivier Deman ist der Konkurrenzkampf auf der linken Seite neu eröffnet. Jung warf eine solide Leistung in die Waagschale, bei der immer dann am besten aussah, wenn er in seinen Aktionen nicht zu sehr ins Risiko ging. Leitete stark das 2:0 ein. Note 2,5
Christian Groß (bis 76.): Erhielt erneut den Vorzug vor Senne Lynen und rechtfertigte seine Aufstellung wie schon in Freiburg mit einer ordentlichen Darbietung. Dass die Mainzer nie so richtig ins Spiel fanden, lag auch an ihm. Note 3
Romano Schmid überragt mit einer Vorlage und tollen Szenen: Die Werder Bremen-Noten gegen FSV Mainz 05
Mitchell Weiser: Die ersten Pässe saßen noch nicht, legte dann aber stark zur Schmid-Chance auf (27.). Nachdem es dann wieder lange hakte, flankte er perfekt auf den Kopf von Stage (53.). Später vermehrt defensiv gefordert, was er vernünftig erledigte. Note 2
Jens Stage (bis 76.): Mega-Chance zum 2:0, die aber sensationell pariert wurde (8.). Ansonsten in viele intensive Zweikämpfe im Mittelfeld verwickelt. Lief dann stark nach der Pause in die Gefahrenzone ein und verwertete die Topflanke von Weiser herrlich mit dem Kopf (53.). Note 1,5
Romano Schmid: Der Österreicher hat Leonardo Bittencourt erstmal auf die Bank verdrängt und leitete mit einer starken Balleroberung samt folgendem Pass die Szene vor dem Strafstoß ein. Hätte dann bei einem Konter nach Vorarbeit von Weiser treffen müssen, schoss aber über den Kasten (27.). Enorm auffällig, an fast jeder gefährlichen Szene der Bremer beteiligt. Ein ganz starkes Spiel. Note 1,5
Dawid Kownacki (bis 76.): Nach dem Abgang von Niclas Füllkrug erstmals in der Startelf und direkt im Mittelpunkt, als er großen Anteil an der Entstehung des Strafstoßes hatte. Danach ständig in Bewegung und auch selbst gefährlich (42.). Musste mit Krämpfen runter. Note 2,5
Marvin Ducksch (bis 23.): Holte den frühen Elfmeter heraus, übernahm anschließend Verantwortung und traf sicher zur Führung (3.). Wurde dann von einer Oberschenkelverletzung ausgebremst, die einen bis dato guten Auftritt abrupt beendete. Note -
Werder Bremen in Noten gegen FSV Mainz 05: Justin Njinmah macht nach Einwechslung den Unterschied
Nick Woltemade (ab 23.): Erhielt durch die Ducksch-Verletzung die Chance, zu zeigen, was er kann und brauchte einen Moment, um im Spiel anzukommen. Ließ bei Kontern zwei ganz dicke Gelegenheiten zum 2:0 liegen. Verzettelte sich etwas zu oft in Dribblings, dann aber mit tollem Hackentrick vor dem 4:0. Note 3
Senne Lynen (ab 76.): Stabilisierte das Team noch für die Schlussviertelstunde. Note -
Leonardo Bittencourt (ab 76.): Kam, rannte und traf zum entscheidenden 3:0 (82.). Note -
Justin Njinmah (ab 76.): Was für ein Einstand! Bereitete erst das Bittencourt-Tor vor, stach dann selbst als Joker und tanzte erstmals im Weserstadion. Note 1,5
Leon Opitz (ab 86.): Durfte noch auf dem Platz mitfeiern. Note: -
Hinweis: Normalerweise werden nur Spieler benotet, die mindestens 30 Minuten auf dem Platz stehen. Bei extrem guten oder schlechten Leistungen mit erheblichen Auswirkungen auf das Ergebnis wird eine Ausnahme gemacht - so wie diesmal bei Njinmah.
Weiter mit der Werder-Aufstellung:
Erste Aufstellung nach Deadline Day: Das ist die Startelf des SV Werder Bremen gegen den FSV Mainz 05
Der SV Werder Bremen tritt am dritten Bundesliga-Spieltag am Samstag (15.30 Uhr im DeichStube-Liveticker) im Wohninvest Weserstadion gegen den FSV Mainz 05 an. Jetzt ist die Startelf-Aufstellung von Trainer Ole Werner da.
Update (2. September, 14.30 Uhr): Jetzt ist die Werder-Aufstellung da - und Dawid Kownacki spielt von Beginn an! Die ganze Startelf und alles Weitere zum Spiel lest Ihr im Live-Ticker zur Partie zwischen dem SV Werder Bremen und dem FSV Mainz 05.
Bremen – Jahrelang gab es bei der Aufstellung des SV Werder Bremen eine Garantie: Wenn Niclas Füllkrug fit ist, dann spielt er auch. Doch jetzt ist der Stürmer nicht mehr da, notgedrungen muss Chefcoach Ole Werner also die Offensive des Bundesligisten für Werders Heimspiel gegen den FSV Mainz 05 (Samstag, 15.30 Uhr im DeichStube-Liveticker) umbauen. Nun, wo die einst so gut harmonierenden „hässlichen Vögel“ getrennt wurden, braucht Marvin Ducksch einen neuen Partner an seiner Seite. Und der dürfte aufgrund der guten Vorbereitung und seiner Spielanlage Dawid Kownacki heißen. Da steht dem polnischen Angreifer also ein Startelf-Debüt ins Haus. Für den gerade erst verpflichteten Rafael Borre kommt die Partie dagegen noch zu früh. Die kolumbianische Leihgabe von Eintracht Frankfurt wird nach Vereinsangaben zwar im Stadion sein, aber noch nicht im Kader stehen.
Werder Bremen-Aufstellung: Steht Romano Schmid gegen den FSV Mainz 05 in der Startelf?
Für Olivier Deman geht es dagegen erst einmal auf die Bank. Der belgische Linksverteidiger, der seit Donnerstag bei Werder ist, hat zwar bereits eine Trainingseinheit mit seinen neuen Teamkollegen in den Beinen, doch zur nötigen Feinabstimmung taugt die anstehende Länderspielpause ganz gut. Deshalb dürfte Anthony Jung erneut auf der linken Außenbahn bei Werder Bremen beginnen. In der Innenverteidigung steht Milos Veljkovic zwar theoretisch wieder zur Verfügung, aber trotz der bitteren 0:1-Niederlage in Freiburg gibt es eigentlich keinen Grund, an der vorherigen Aufstellung etwas zu ändern. Kapitän Marco Friedl würde in der Startelf demzufolge erneut gemeinsam mit Niklas Stark und Amos Pieper verteidigen.
Auf der Sechs hat Christian Groß zuletzt im Breisgau einen guten Job abgeliefert, trotzdem meldet Senne Lynen berechtigte Ansprüche auf einen Einsatz in der Startelf an. Der Belgier hat unter der Woche gut trainiert, auch dürfte das Spiel des FSV Mainz 05 taktisch nicht ganz so variabel sein wie das der Freiburger. Auch deshalb hatte Ole Werner zuletzt auf Lynen verzichtet. Stattdessen werden viele intensive Zweikämpfe erwartet – die der defensive Mittelfeldakteur nur zu gern führt. Ebenso wie Jens Stage, der auf der Acht erneut neben Romano Schmid ebenso in Werders Aufstellung auflaufen dürfte. (mbü)
