Werder in der Einzelkritik
Werder Bremen in Noten gegen FSV Mainz 05: Boniface kein Faktor, Pieper bester Bremer
Der SV Werder Bremen hat im Bundesliga-Spiel gegen den 1. FSV Mainz 05 nach schwachem Auftritt spät einen Punkt gerettet. Die Spieler in der Einzelkritik - mit Noten.
Mio Backhaus: Beim Mainzer 1:0 durch Widmer ohne jede Abwehrchance, was umso bitterer für den Torhüter war, weil er Sekunden zuvor noch spektakulär auf der Linie gerettet hatte. Zeigte insgesamt einen sicheren Auftritt. Note 2,5
Yukinari Sugawara: Leistete sich auf der rechten Seite Ungenauigkeiten, die Werder in Gefahr brachten. Konnte den Ball in der Entstehung des 0:1 per Kopf nicht entschieden genug aus der Gefahrenzone bugsieren. Offensiv zudem wenig zwingend. Note 4,5
Amos Pieper: Zeigte in seinem dritten Saisoneinsatz eine ebenso wache wie unaufgeregte Vorstellung in der Innenverteidigung. Sowohl am Boden als auch in der Luft stimmte sein Timing. Rettete einmal stark auf der Linie (47.). Werders bester Profi an diesem Tag. Note 2
Werder Bremen in Noten gegen 1. FSV Mainz 05: Marco Friedl hadert, Jens Stage wird zum Helden
Karim Coulibaly (bis 81.): Scheute einmal mehr keinen Zweikampf, ging dabei aber oft zu ungestüm zu Werke, woraus Freistöße für den Gegner resultierten. Im Spielaufbau um Variantenreichtum bemüht, auch wenn nicht alle Ideen zündeten. Note 3,5
Marco Friedl: Der Österreicher war erneut als Linksverteidiger im Einsatz. Bekam es mit seinem Landsmann Mwene zu tun, der ihn beschäftigte und zu Fehlern zwang. Setzte offensiv keine Akzente. Haderte zudem sichtbar mit sich und den Kollegen. Note 4,5
Jens Stage: Trat zwar wie gewohnt engagiert, dieses Mal aber lange Zeit unglücklich auf, weil er die falschen Entscheidungen traf. Verlor Torschütze Widmer vor dem 0:1 aus den Augen – und war am Ende doch der Bremer Held, weil er sehenswert das späte 1:1 erzielte. Hatte in der Nachspielzeit sogar noch den Sieg auf dem Fuß. Note 3
Senne Lynen: Arbeitete im Zentrum viel und verbuchte vor der Pause den einen oder anderen wichtigen Ballgewinn – erlaubte sich allerdings auch Fehlpässe, von denen einer beinahe zum 0:2 geführt hätte (52.). Insgesamt unauffällig. Note 4
„Schmeichelhafter Punkt“: Werder Bremen hadert mit eigenem Auftritt bei Remis gegen Mainz 05 - die Stimmen zum Spiel!
Werder Bremen in Noten gegen Mainz 05: Offensive um Victor Boniface blass
Marco Grüll (bis 63.): Hätte in der 13. Minute für die Bremer Führung sorgen können, sein Abschluss mit links geriet nach schöner Finte aber viel zu harmlos. Setzte zwar immer wieder zu Läufen in die Tiefe an, blieb aber ohne weitere Torraumszene. Note 4,5
Romano Schmid (bis 90.+1): Schob in der Anfangsphase häufig energisch mit in die vorderste Reihe vor und gefiel mit schönem Pass auf Grüll, hatte danach aber zunehmend Schwierigkeiten, gegen robuste Mainzer Akzente zu setzen. Note 4,5
Samuel Mbangula (bis 46.): War auf der linken Außenbahn überhaupt kein Faktor, weil er weder ins Dribbling kam noch seine Geschwindigkeit ausspielen konnte. Zögerte in der 26. Minute viel zu lange, wodurch eine gute Chance verpuffte. Note 5,5
Victor Boniface (bis 63.): Stand zum zweiten in Folge in der Startelf, konnte sich aber kaum einmal in Szene setzen. Blieb ohne eigene Torchance und hatte zudem Probleme, Bälle festzumachen und für die Kollegen abzulegen. Note 5
Werder Bremen in Noten gegen 1. FSV Mainz 05: Cameron Puertas mit schönem Pass für Justin Njinmah
Cameron Puertas (ab 46.): Übernahm die Position auf dem linken Flügel von Mbangula und war um Überraschungsmomente bemüht. Schön sein Pass auf Njinmah vor dessen Großchance (65.). Note 4
Keke Topp (ab 63.): Der Mittelstürmer kam zu seinem fünften Joker-Einsatz der Saison und hatte Schwierigkeiten, ins Spiel zu finden. Behauptete in der Entstehung des späten Ausgleichs dann aber gut den Ball. Note –
Justin Njinmah (ab 63.): Hatte direkt nach seiner Einwechslung die dicke Chance zum 1:1, scheiterte aber an Mainz-Keeper Zentner (65.). Note –
Isaac Schmidt (ab 81.): Ersetzte den gelb-rot-gefährdeten Coulibaly für die letzten Minuten des Spiels. Note –
Niklas Stark (ab 90.+1): Erlebte den Abpfiff auf dem Platz. Note -
Weiter mit dem Aufstellungstext:
Werder Bremen-Aufstellung gegen Mainz 05: Victor Boniface in der Startelf – Marco Friedl muss wieder auf der ungeliebten Außenbahn ran
Der SV Werder Bremen spielt am Samstag gegen den 1. FSV Mainz 05. So könnte die Startelf-Aufstellung von Trainer Horst Steffen aussehen.
Update vom 1. November 2025 (14.20 Uhr): Jetzt ist die Startelf-Aufstellung des SV Werder Bremen da - Victor Boniface startet erneut, Marco Friedl ist wieder Linksverteidiger! Alle Infos lest ihr im DeichStube-Liveticker zum Auswärtsspiel des SV Werder Bremen gegen den 1. FSV Mainz 05!
Bremen – Der SV Werder Bremen scheint vor dem Bundesliga-Auswärtsspiel beim 1. FSV Mainz 05 am Samstag (15.30 Uhr, DeichStube-Liveticker) endlich seine gröbsten Personalsorgen hinter sich gelassen zu haben. Im Vergleich zum 1:0-Sieg gegen Union Berlin kann Cheftrainer Horst Steffen gegen die kriselnden Rheinhessen bei der Wahl seiner Aufstellung wieder auf eine Option mehr zurückgreifen. Außenverteidiger Isaac Schmidt hat seine Fußverletzung endgültig auskuriert und reist mit dem SVW-Tross nach Mainz. Ob der Schweizer Nationalspieler seine Startelf-Premiere feiert, bleibt allerdings abzuwarten. Steffen, der naturgemäß keinerlei Details zur Wahl seiner ersten Elf preisgibt, erklärte am Donnerstag nur: „Alles ist möglich.“ Auf das schon oft zitierte Prinzip „Never change a winning team“ will der Werder-Coach in Mainz nicht zwangsläufig setzen. „Ich sehe das anders. Ich schaue mir den Gegner an und überlege, was vielleicht passt und wie die Trainingswoche war. Wenn ich am Ende das Gefühl habe, wir müssen anders spielen, dann werde ich das auch so tun.“
Werder Bremen-Aufstellung gegen 1. FSV Mainz 05: Isaac Schmidt in der Startelf - oder Marco Friedl wieder hinten links?
Eigentlich hat der 56-Jährige aber kaum Bedarf, seine zuletzt erfolgreiche und stabil auftretende Mannschaft personell umzukrempeln. Dass der zuletzt überzeugende Mio Backhaus erneut das Tor des SV Werder Bremen hütet, steht ohnehin außer Frage. Auch die Viererkette davor könnte gegen den FSV Mainz 05 einmal mehr aus „Mr. Zuverlässig“ Yukinari Sugawara, dem wiedererstarkten Amos Pieper, Youngster Karim Coulibaly und Aushilfsaußenverteidiger Marco Friedl bestehen. Einerseits, weil ein Startelf-Einsatz für Rückkehrer Niklas Stark noch zu früh kommt und andererseits, weil Steffen durch die mögliche Hereinnahme von Schmidt auf die linke Abwehrseite gleich zwei Positionen in der zuletzt gut funktionierenden Kette ändern müsste. Denn für Schmidt würde Kapitän Friedl zurück ins Zentrum rutschen und Steffen müsste entweder Pieper oder Coulibaly aus der Aufstellung herausnehmen und nach zuletzt starken Leistungen enttäuschen.
Werder Bremen-Startelf-Aufstellung gegen FSV Mainz 05: Spielt Victor Boniface von Beginn an?
Auch im Mittelfeld gibt es auf den ersten Blick keine erforderlichen Umbaumaßnahmen für die Aufstellung. Die Doppelsechs bekleiden gegen Mainz 05 einmal mehr die Kilometerfresser Jens Stage und Senne Lynen, während die Dreierreihe davor erneut aus Union-Siegtorschütze Marco Grüll, Romano Schmid sowie Millionen-Neuzugang Samuel Mbangula bestehen dürfte. Als einzige Sturmspitze deutet erneut vieles auf Victor Boniface hin, der in der Vorwoche etwas überraschend seine Startelf-Premiere für Werder Bremen feierte. Die Leihgabe von Bayer Leverkusen machte ihre Sache gegen die Berliner ordentlich und hatte fast 85 Minuten lang durchgehalten. Auf Justin Njinmah und Keke Topp dürften damit zu Beginn des Spiels ebenso ein Platz auf der ungeliebten Ersatzbank zukommen wie auf Neuzugang Cameron Puertas, der nach wie vor noch nicht vollends an der Weser angekommen zu sein scheint. (mwi)
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