Werder gegen Mainz

Retter Stage: Werder Bremen holt nach schwacher Leistung spät noch einen Punkt in Mainz

Unentschieden! Der SV Werder Bremen hat im Bundesliga-Spiel des 9. Spieltags auswärts gegen den 1. FSV Mainz 05 1:1 (0:1) gespielt. Der Spielbericht der DeichStube.

Mainz – Der SV Werder Bremen hat beim 1:1 (0:1) beim FSV Mainz 05 nach einer insgesamt enttäuschenden Vorstellung dank eines späten Traumtors von Jens Stage doch noch einen Punkt geholt. In der ersten Halbzeit hatte FSV-Kapitän Silvan Widmer die Rheinhessen in Führung gebracht (36.). Lange Zeit sah es danach aus, als würde Werder nach einem offensiv uninspirierten Auftritt nicht unverdient als Verlierer vom Platz gehen. Doch Stage sorgte in der 86. Minute mit einer sehenswerten Direktabnahme ins lange Eck spät für den Ausgleich. Durch das Remis bleibt Werder nun seit vier Bundesligaspielen ungeschlagen und hat aus den vergangenen vier Partien acht Punkte geholt. Nach neun Spieltagen stehen die Bremer mit zwölf Zählern vorerst auf Rang acht der Tabelle – können im Verlauf des Spieltags jedoch noch auf Platz neun abrutschen.

Silvan Widmer (l.) brachte den FSV Mainz 05 in Führung, Jens Stage (r.) glich spät aus: Der SV Werder Bremen holt noch einen Punkt.

Werder Bremen gegen FSV Mainz 05: Victor Boniface in der Startelf - Marco Grüll vergibt gute Chance

Auf der Pressekonferenz vor der Partie in Mainz betonte Cheftrainer Horst Steffen zwar, dass er nicht viel von der alten Fußballweisheit „Never change a winning team halte, sondern seine Aufstellung vielmehr nach dem Gegner und der Trainingswoche richte. Im Duell mit den Rheinhessen schickte der 56-Jährige dann jedoch dieselbe Startelf wie beim 1:0-Sieg in der Vorwoche gegen Union Berlin auf den Rasen. Der wiedergenesene Außenverteidiger Isaac Schmidt saß somit zunächst nur auf der Bank, während Werder Bremens Kapitän Marco Friedl gegen Mainz 05 erneut die für den Österreicher etwas ungeliebte Linksverteidigerposition bekleidete. Im Sturm durfte zum zweiten Mal in Folge Victor Boniface beginnen.

Die über 4.000 mitgereisten Werder-Fans sahen von Beginn an eine intensiv geführte Begegnung, in der die Hausherren sofort um Spielkontrolle bemüht waren. Die erste Kopfballchance durch Jae-Sung Lee geriet allerdings zu zentral und stellte somit kein Problem für Werder-Keeper Mio Backhaus dar (6.). Es dauerte bis zur 13. Spielminute, ehe Werder Bremen erstmals gefährlich vor dem gegnerischen Tor auftauchte – dafür aber gleich mit einer Großchance: Nach einem schönen Steckpass von Romano Schmid ließ Marco Grüll mit einer Finte Dominik Kohr gekonnt ins Leere laufen, schoss dann jedoch aus halbrechter Position im Sechzehner mit seinem schwächeren linken Fuß zu zentral auf Mainz-Schlussmann Robin Zentner. Es blieb die einzige wirklich nennenswerte Offensivaktion der Bremer in der Anfangsphase. Die gefährlichste Torchance hatten indes die Gastgeber: Nach einem blitzsauberen Konter bediente Nadiem Amiri den mitgelaufenen Philipp Mwene links im Strafraum – der Österreicher schlenzte den Ball an die Oberkante der Latte (24.). Die meiste Zeit spielte sich das Geschehen im ersten Durchgang jedoch im Mittelfeld ab. Viele Zweikämpfe und ungenaue Zuspiele prägten die Partie und sorgten dafür, dass Strafraumszenen auf beiden Seiten eine Seltenheit blieben.

Schmeichelhafter Punkt“: Werder Bremen hadert mit eigenem Auftritt bei Remis gegen Mainz 05 - die Stimmen zum Spiel!

SV Werder Bremen gegen 1. FSV Mainz 05: Silvan Widmer trifft vor der Pause - Amos Pieper rettet auf der Linie

Gerade als das Spiel ein wenig einzuschlafen drohte, gingen die Hausherren aus dem Nichts in Führung. Friedl ließ auf der rechten Abwehrseite Mwene unbedrängt flanken, im Strafraum landete Sugawaras Klärungsversuch per Kopf direkt vor den Füßen von Mainz-Kapitän Silvan Widmer. Dessen Abschluss aus kürzester Distanz parierte der starke Backhaus zunächst noch glänzend, doch der Abpraller landete bei Benedict Hollerbach, der clever mit der Hacke zurück auf Widmer legte. Der Schweizer traf im zweiten Versuch aus wenigen Metern unhaltbar unter die Latte (36.). Auch wenn Werder Bremen bis zu diesem Zeitpunkt defensiv nicht allzu viel zugelassen hatte, war die Mainzer Führung nicht unverdient. Insgesamt wirkten die Bremer im ersten Durchgang zu lethargisch und im eigenen Ballbesitz zu ungenau. In den verbleibenden Minuten bis zur Pause fand Werder keine direkte Antwort mehr – so ging es mit einem 0:1-Rückstand in die Kabine.

Zu Beginn der zweiten Hälfte nahm Steffen einen Wechsel vor und brachte für den enttäuschenden Samuel Mbangula Cameron Puertas in die Partie. Der Start in den zweiten Durchgang verzögerte sich jedoch um einige Minuten, da im Bremer Gästeblock reichlich Pyrotechnik gezündet wurde. Anstatt einer unmittelbaren Bremer Reaktion auf die ernüchternde erste Halbzeit bot sich kurz nach Wiederanpfiff zunächst die große Gelegenheit für die Gastgeber, auf 2:0 zu erhöhen. Nach einem Eckball von der linken Seite kam Lennard Maloney am zweiten Pfosten zum Kopfball und setzte diesen gegen die Laufrichtung von Backhaus – doch der Keeper des SV Werder Bremen konnte sich auf Amos Pieper verlassen, der in letzter Sekunde auf der Linie klärte (47.). Nur wenige Augenblicke später rettete Backhaus selbst stark gegen eine abgefälschte Hereingabe von Hollerbach vor dem einschussbereiten Lee (51.).

Werder Bremen gegen Mainz 05: Jens Stage rettet SVW mit spätem Tor doch noch einen Punkt

Rund eine Stunde war gespielt, als Steffen mit einem Doppelwechsel versuchte, das lahmende Offensivspiel seiner Mannschaft zu beleben: Keke Topp und Justin Njinmah ersetzten die blassen Boniface und Grüll. Und beinahe hatte die Maßnahme sofort Erfolg – denn nur wenige Sekunden nach seiner Einwechslung schickte Puertas Njinmah mit einem präzisen Steckpass auf die Reise in Richtung Tor des FSV Mainz 05. Doch der Werder-Angreifer scheiterte an Robin Zentner, der den Abschluss im letzten Moment mit dem Fuß noch entscheidend um den langen Pfosten lenkte (65.). Wer nun allerdings mit einem Bremer Sturmlauf gerechnet hatte, wurde enttäuscht. Zwar bemühte sich Werder Bremen, offensiv mehr Akzente zu setzen, doch wirkliche Abschlussgelegenheiten blieben weiterhin Mangelware.

Als bereits vieles auf eine Niederlage der Grün-Weißen hindeutete, rettete Jens Stage seinem Team mit einer wunderschönen Direktabnahme aus halblinker Position im Strafraum spät den Ausgleich (86.). Beinahe wäre der Däne in der Nachspielzeit sogar noch zum absoluten Matchwinner geworden, doch seinen Schuss in der ersten Minute der Nachspielzeit parierte FSV-Keeper Robin Zentner mit einer starken Reaktion. So blieb es am Ende beim späten Punktgewinn für Werder Bremen. Bereits am kommenden Freitag (20.30 Uhr/DeichStube-Liveticker) steht für die Grün-Weißen im Weserstadion das nächste Bundesligaspiel gegen den VfL Wolfsburg auf dem Programm – bevor es anschließend in die letzte Länderspielpause des Jahres geht. (bvo)

SV Werder Bremen: Backhaus – Sugawara, Pieper, Coulibaly (82. Schmidt), Friedl – Lynen, Stage – Mbangula (46. Puertas), Schmid (90+2. Stark), Grüll (64. Njinmah) – Boniface (64. Topp)

Werder Bremen gegen 1. FSV Mainz 05: Lest den Spielverlauf im Liveticker nach

Der SV Werder Bremen im Liveticker gegen den 1. FSV Mainz 05: Alle Tore, News und Infos – alles zum 9. Bundesliga-Spieltag live im Live-Ticker der DeichStube. Endstand: 1:1

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17:27 Uhr: Dann ist Schluss! Werder erkämpft sich am Ende einen verdienten Punkt gegen die weiter kriselnden Mainzer und ist damit seit vier Spielen ungeschlagen. Der Auftritt der Bremer war lange Zeit zu fahrig – am Ende war es ein Geniestreich von Stage, der den Punkt sicherte.

90 (+4). Min: Mainz probiert alles, um nochmal vors Tor zu kommen. Ein Doppelpass von Amiri mit Weiper im Strafraum misslingt.

90 (+3). Min: Letzter Wechsel bei Werder: Stark kommt für Schmid.

90 (+1). Min: Fast das 2:1! Stage kommt nach einer Puertas-Ablage zum Abschluss und zwingt Zentner zu einer starken Parade.

90. Min: Beide Teams spielen nun auf Sieg. Fünf Minuten werden nachgespielt.

89. Min: Nächster Doppelwechsel bei Mainz: Nordin und Weiper kommen für Nebel und Lee.

88. Min: Topp fährt gegen Nebel den Ellenbogen aus und wird verwarnt.

Werder Bremen im Liveticker gegen 1. FSV Mainz 05: Stage gleicht aus dem Nichts aus - geht hier noch mehr?

86. Min: Tor für Werder! Jens Stage aus dem Nichts mit dem Ausgleich! Hanche-Olsens Klärungsversuch nach einer Pieper -Flanke landet bei Stage, der mit vollem Risiko aus spitzem Winkel abzieht und ins lange Ecke vollendet. Keine Chance für Zentner.

85. Min: Bei den Mainzern schwinden allmählich die Kräfte. Widmer wirft sich in eine Hereingabe von Sugawara.

84. Min: Puertas geht nach einem Schmid-Freistoß zu Fall und hält sich das Gesicht. Badstübner lässt weiterspielen, auch Puertas steht wieder.

81. Min: Nächster Wechsel bei Werder: Coulibaly wird durch Schmidt ersetzt.

80. Min: Die Mainzer schaffen es im Moment gut, den Ball vom eigenen Kasten fernzuhalten. Werder fällt nicht viel ein.

78. Min: Njinmas Hereingabe von der rechten Seite segelt an Freund und Feind vorbei ins Seitenaus.

Werder Bremen im Liveticker gegen 1. FSV Mainz 05: Justin Njinmah lässt den Ausgleich liegen - wohin führt Werders Schlussoffensive?

77. Min: Auch Henriksen wechselt doppelt: Für den Torschützen Widmer und Mwene kommen da Costa und Veratschnig.

75. Min: Die Schlussviertelstunde ist angebrochen. Werder ist bemüht, den Druck zu erhöhen. Mainz verschafft sich aber immer wieder Luft.

71. Min: Mainz hat sich nun weitgehend zurückgezogen und lässt Werder kommen.

69. Min: Topp beendet einen vielversprechenden Bremer Angriff mit der schlechtestmöglichsten Option: Einem Pass ins Toraus.

68. Min: War das die Initialzündung für die Bremer Schlussoffensive?

Werder Bremen im Liveticker gegen 1. FSV Mainz 05: Justin Njinmah lässt den Ausgleich liegen!

65. Min: Njinmah! Puertas mit einem Weltklasse-Pass in den Lauf von Njinmah, der auf und davon ist und hauchdünn am langen Pfosten vorbei schießt. Zentner war noch dran, es gibt aber Abstoß. Das muss der Ausgleich sein!

65. Min: Schmid führt kurz aus zu Pieper, dessen Direktabnahme in Richtung Stadiondach segelt - ein Sinnbild für Werders heutige Offensivbemühungen.

63. Min: Schmid wird nahe der rechten Strafraumgrenze zu Fall gebracht und holt einen Freistoß raus. Zunächst wechselt Steffen aber doppelt und bringt Topp und Njinmah für Boniface und Grüll.

62. Min: Wieder wird es gefährlich im Bremer Sechzehner: Hollerbach grätscht in eine flache Nebel-Flanke, kann den Ball aber nicht aufs Tor bringen. Backhaus hat den Ball im Nachfassen.

59. Min: Friedl mit einem Katastrophen-Pass auf Coulibaly, der den heraneilenden Lee nur mit einem Foul stoppen kann. Gelb ist die logische Konsequenz.

57. Min: Hollerbach kommt nach einem Doppelpass mit Lee aus 20 Metern zum Schuss - kein Problem für Backhaus.

56. Min: Boniface wagt sich ins Dribbling, findet aber keinen Mitspieler. Der Angriff verpufft.

55. Min: Kurze Unterbrechung, da Badstübners Technik streikt. Steffen nutzt die Gelegenheit für ein paar Anweisungen an seinen Kapitän Friedl. Nötig sind diese allemal.

52. Min: Hollerbach lässt Pieper ins Leere grätschen und versucht es aus spitzem Winkel direkt. Backhaus ist auf der Hut und hat die Kugel - guter Reflex!

51. Min: Nahezu jeder 50/50-Ball landet bei den Mainzern, die viel griffiger agieren als Werder. Nach fünf Minuten kämpfen sich die Werderaner immerhin zum ersten Mal in die Mainzer Hälfte vor.

49. Min: Werder macht es den Mainzern in den ersten Minuten viel zu leicht - gut nur, dass Nebels Hereingabe ins Nirvana segelt.

47. Min: Lee holt direkt die erste Ecke raus. Amiri flankt scharf vors Tor, wo Backhaus auf der Linie klebt und Glück hat, dass Pieper Hanche-Olsens Kopfball auf der Linie klärt!

Werder Bremen im Liveticker gegen 1. FSV Mainz 05: Horst Steffen wechselt - Amos Pieper rettet auf der Linie!

Werder Bremen im Liveticker gegen 1. FSV Mainz 05: Weiter geht‘s - bringt der Joker die Wende?

46. Min: Und dann geht‘s weiter - kann Werder zurückschlagen?

16:35 Uhr: Der Anpfiff verzögert sich noch, da die Bremer Fans Pyrotechnik gezündet haben. Das gibt eine nette Rechnung für Clemens Fritz.

16:34 Uhr: Horst Steffen bringt zum zweiten Durchgang Puertas für den blassen Mbangula.

16:16 Uhr: Und dann ist Pause. Mainz führt hier verdient in einem unterdurchschnittlichen Bundesligaspiel. Werder kam nur einmal durch Grüll gefährlich vors Tor und agierte viel zu fahrig (nur 0,22 xgoals) Da muss deutlich mehr kommen!

45 (+1). Min: Den fälligen Freistoß klärt Backhaus mit den Pfäusten.

45. Min: Friedl kommt gegen Mwene viel zu spät und sieht zurecht gelb.

43. Min: Auf der Gegenseite misslingt Mbangulas Flanke komplett und segelt ins Toraus.

40. Min: Mainz macht direkt weiter: Während die Bremer mit einem nicht gegebenen vermeintlichen Handspiel hadern, schlägt Mwene die nächste Flanke an den langen Pfosten, wo Lee verpasst.

38. Min: Da sah die Bremer Hintermannschaft alles andere als gut aus - die Passivität war sinnbildlich für den bisherigen Auftritt. . Kann die Steffen-Elf noch vor der Pause zurückschlagen?

Werder Bremen im Liveticker gegen 1. FSV Mainz 05: Mio Backhhaus erst stark, dann chancenlos - Mainz führt!

36. Min: Tor für Mainz 05 durch Silvan Widmer.
Nach Mwenes Flanke köpft Sugarawa den Ball vor die Füße von Widmer, der Backhaus zu einer Glanzparade zwingt. Die Kugel bleibt aber heiß und wird von Hollerbach mit der Hacke erneut zu Widmer gesteckt, der aus fünf Metern mit roher Gewalt vollendet.

34. Min: Nach langer Zeit mal wieder ein Mainzer Vorstoß: Nebel hat viel Zeit zum flanken, findet aber nur den Kopf von Sugawara, der dann von Hollerbach abgeräumt wird. Freistoß Werder.

30. Min: Ein langer Ball aus dem Rückraum ist einen Tick zu weit für Schmid, der nicht mehr ran kommt.

26. Min: Schmid lässt clever durch für Mbangula, der den optimalen Zeitpunkt zum Schuss verpasst - da war mehr drin!

Werder Bremen im Liveticker gegen 1. FSV Mainz 05: Marco Grüll scheitert an Robin Zentner! - Philipp Mwene an die Latte!

25. Min: Im direkten Gegenzug fast das 1:0 für Mainz! Amiri hat das Auge für Mwene, dessen Schlenzer aus 20 Metern halblinker Position die Latte touchiert.

24. Min: Schmid steckt durch zu Boniface, der nur noch Zentner vor sich hat, dann aber stark von Hanche.Olsen gestoppt wird.

22. Min: Amiri versucht es mit Gewalt aus 30 Metern - sein Schuss wird aber geblockt.

21. Min: Das Spiel plätschert gerade vor sich hin. Werder kann mit den Räumen, die Mainz bietet, wenig anfangen und den Mainzern fehlt es an Ideen in der engen Bremer Hälfte.

18. Min: Werder hat gerade Schwierigkeiten, aus der eigenen Hälfte zu befreien - die Mainzer verlieren aber fast jeden gewonnenen Ball umgehend wieder.

16. Min: Amiris Freistoß von der linken Seite kommt scharf vors Tor, doch Backhaus ist mit den Pfäusten da.

15. Min: War das die Initialzündung für Werder? Bis dahin ging offensiv nicht wirklich viel bei den Grün-Weißen.

Werder Bremen im Liveticker gegen 1. FSV Mainz 05: Marco Grüll scheitert an Robin Zentner!

13. Min: Aus dem Nichts die Riesenchance für Werder: Schmid mit einem überragenden Ball in den Lauf von Grüll, der zunächst eine Finte macht und dann mit links abzieht. Zentner ist auf dem Posten und begräbt die Kugel unter sich.

11. Min: Mainz versucht, sich in der Bremer Hälfte einzunisten. Etwas Zählbares kommt dabei aber nicht raus.

9. Min: Grüll versucht, das Spiel anzutreiben, wird aber sofort von vier Mainzern umzingelt und wird vom Ball getrennt.

8. Min: Mainz gehört hier klar die Anfangsphase. Von Verunsicherung ist bei den Nullfünfern keine Spur zu erkennen.

6. Min: Und direkt der nächste Abschluss: Mwenes Flanke landet bei Lee, dessen Kopfball zu unplatziert ist und in den Armen von Backhaus landet.

5. Min: Amiri verarbeitet ein Zuspiel von Nebel artistisch und kommt aus 20 Metern zentraler Position zum Schuss. Pieper wirft sich in den Ball - wichtig!

4. Min: Erster Vorstoß der Bremer: Sugawaras Flanke wird von Boniface zu Mbangula weitergeleitet, dem dann der Ball in guter Position verspringt. Der Gegenangriff verpufft.

1. Min: Lee setzt sich rustikal gegen Coulibaly durch, kann den Ball dann aber nicht kontrollieren.

Werder Bremen im Liveticker gegen 1. FSV Mainz 05: Los geht‘s!

1. Min: Und dann geht‘s los - Werder stößt an!

15:26 Uhr: Die Bremer Fans haben sich eine schöne Choreo einfallen lassen und supporten ihr Team lautstark.

15:25 Uhr: Die Teams sammeln sich im Spielertunnel. Gleich geht‘s los!

15:17 Uhr: Knapp 15 Minuten vor dem Anpfiff erwartet Horst Steffen am Sky-Mikrofon eine „qualitativ gute Mainzer Mannschaft mit vielen Jungs, die zocken können.“

15:15 Uhr: Geleitet wird die Begegnung von Florian Badstübner.  Für den 34-jährigen ist es der erste Einsatz mit Bremer bzw. Mainzer Beteiligung in dieser Saison. Insgesamt kommt er auf 66 Bundesliga-Einsätze.

15:08 Uhr: Und noch eine interessante Statistik, die Werder Mut machen sollte: Seit 19 (!) Liga-Spielen wartet Keeper Robin Zentner auf eine weiße Weste.

15:02 Uhr: Die Statistik spricht eindeutig für die Grün-Weißen: Von bisher 39 Aufeinandertreffen konnte Werder 20 für sich entscheiden – bei sieben Remis und zwölf Mainzer Erfolgen. Auch die letzten vier Duelle wurden allesamt gewonnen.

14:52 Uhr: Mit Dominik Kohr haben die Mainzer zudem den Mann „fürs Grobe“ auf dem Feld. Der 31-Jährige teilt sich mit Luiz Gustavo und Jens Nowotny den Rekord für die meisten Bundesliga-Platzverweise: Bereits acht Mal ging es für ihn vorzeitig duschen. Das Duell mit Boniface sollte unterhaltsam werden.

14:49 Uhr: Bei den Mainzern läuft das Spiel insbesondere über Kreativkopf Nadiem Amiri. Der seit Montag 29-Jährige erlebt bei Mainz seinen zweiten Frühling und steht bereits bei vier Scorerpunkten (drei Elfmeter).

14.43 Uhr: Große Hoffnungen ruhen dabei weiter auf Star-Neuzugang Victor Boniface. Der Nigerianer, dem Steffen bescheinigte, „ganz ordentlich unterwegs“ zu sein, zeigte bei seinem Startelfdebut gegen Union eine couragierte Leistung. Ob heute der Knoten platzt?

14:38 Uhr: Die Bremer sind dagegen nach einem Stotterstart langsam ins Rollen gekommen und holten sieben Punkte aus den letzten drei Spielen – zuletzt wurde Union Berlin mit 1:0 niedergerungen. Kann die Steffen-Elf daran anknüpfen?

14.32 Uhr: Die Euphorie, mit der Henriksen in der vergangenen Saison die eher als „graue Maus“ bekannten Nullfünfer sensationell in die Conference-League führte, ist somit (erstmal) verflogen. Es droht eine Saison im Abstiegskampf.

14.31 Uhr: Tabellarisch geht Werder heute als klarer Favorit ins Spiel: Während die Bremer mit elf Zählern Neunter sind, hat Mainz erst vier Zähler auf der Habenseite. Zuletzt setzte es vier Niederlagen in Folge.

14.26 Uhr: Auf der Bank nehmen folgende Akteure Platz: Rieß, da Costa, Bell, Kawasaki, Veratschnig, Nordin, Weiper, Moreno Fell, Sieb.

14.24 Uhr: Mainz-Coach Bo Henriksen wechselt im Vergleich zum 0:2 im Pokal gegen den VfB Stuttgart einmal und bringt Hollerbach für Sieb. Somit beginnt folgende Elf: Zentner - Hanche-Olsen, Maloney, Kohr - Mwene, Sano, Amiri, Widmer - Nebel, Lee, Hollerbach.

Werder Bremen im Liveticker gegen 1. FSV Mainz 05: Die Aufstellung ist da!

14.21 Uhr: Zunächst auf der Bremer Bank: Hein, Stark, Malatini, Schmidt, Bittencourt, Puertas, Covic, Topp, Njinmah.

14.17 Uhr: Moin aus der DeichStube! Wir gehen gleich in die Vollen - die Werder-Aufstellung ist da: Backhaus - Sugawara, Pieper, Coulibaly, Friedl - Lynen, Stage - Grüll, Schmid, Mbangula - Boniface. Coach Horst Steffen setzt damit auf dieselbe Startelf wie beim 1:0-Sieg gegen Union Berlin.

Der SV Werder Bremen im Liveticker gegen den 1. FSV Mainz 05. Anpfiff in der Mainzer Mewa-Arena ist am heutigen Samstag um 15.30 Uhr, der Live-Ticker startet hier gegen 14.30 Uhr mit der Werder-Startelf-Aufstellung. Alle Tore, News, Infos und Highlights gibt es dann hier live im Liveticker der DeichStube.

Weiter mit dem Vorbericht:

Werder Bremen will den Oktober-Schwung mitnehmen – doch Horst Steffen warnt vor angeschlagenem FSV Mainz 05

Der SV Werder Bremen ist am Samstag (15.30 Uhr/DeichStube-Liveticker) auswärts beim 1. FSV Mainz 05 gefordert. Der Vorbericht der DeichStube.

Bremen – Den Weg von Bremen nach Mainz kennt Horst Steffen bereits. Erst vor gut einer Woche war der Cheftrainer des SV Werder Bremen auf dem Mainzer Lerchenberg beim „sportstudio“ im ZDF zu Gast. Beim obligatorischen Elfmeterschießen zum Abschluss der Sendung traf Steffen zwei von sechs Versuchen – eine Ausbeute, die ihm einige seiner Spieler in einem vereinseigenen Video im Vorfeld nicht unbedingt zugetraut hatten. „Mit seiner Hüfte? Keinen einzigen!“, sagte unter anderem Leonardo Bittencourt schmunzelnd, als es um die mögliche Ausbeute des Cheftrainers ging. Auf die Frage auf der Pressekonferenz vor dem Auswärtsspiel beim 1. FSV Mainz 05 (Samstag, 15.30 Uhr im DeichStube-Live-Ticker), ob er sich das Video seiner Spieler angeschaut habe, antwortete der Bremer Coach mit einem Lächeln: „Ich wollte sehr unvoreingenommen die nächste Startaufstellung wählen – deshalb habe ich es mir nicht angeschaut. Ich war aber auch erleichtert, dass ich zumindest zwei Mal getroffen habe.“

Werder Bremen gegen 1. FSV Mainz 05 im Liveticker: Horst Steffen will Positivtrend fortsetzen

Szenen, die zeigen, dass sich die Stimmung bei Werder Bremen spätestens nach dem 1:0-Heimsieg gegen Union Berlin endgültig zum Positiven gewendet hat. Der Oktober mit insgesamt sieben von neun möglichen Punkten hat dafür gesorgt, dass die Grün-Weißen nicht nur tabellarisch mit elf Zählern nach acht Spieltagen im Soll liegen, sondern dass auch die zuvor harten Monate mit vielen Verletzungen, späten Transfers und dem schwierigen Saisonstart endgültig in den Hintergrund gerückt sind. Kein Wunder also, dass die Marschroute vor den beiden kommenden Auftritten in Mainz und zuhause gegen den VfL Wolfsburg klar ist: „Am liebsten gewinnen wir beide Spiele und bleiben in der Spur, sodass auch das Gefühl bleibt, dass wir stabiler geworden sind“, so Horst Steffen. Gleichzeitig betonte er jedoch: „Es gibt keine Garantie, dass das so bleibt.“ Dass es für Werder – speziell gegen Gegner auf vermeintlicher Augenhöhe – keineswegs einfach wird, hat der Oktober ebenfalls gezeigt. Neben den beiden verdienten, aber hart erkämpften 1:0-Siegen gegen St. Pauli und Union zählte schließlich auch der ernüchternde Auftritt beim kriselnden 1. FC Heidenheim (2:2) dazu. „Wir haben in Heidenheim erlebt, was passieren kann“, mahnte Steffen und forderte: „Wir müssen an unsere eigene Leistungsgrenze kommen – nur dann haben wir gute Chancen, gegen Mainz drei Punkte zu holen.“

Werder Bremen gegen 1. FSV Mainz 05 im Live-Ticker: Gastgeber in der Krise – doch Horst Steffen warnt

Speziell, da es für die Mainzer schon fast ein „Alles-oder-nichts-Spiel“ ist. Der Conference-League-Teilnehmer steht mit nur einem Sieg und gerade einmal vier Punkten im Tabellenkeller und bewegt sich derzeit zwischen rauschenden Europapokal-Nächten und tristem Bundesliga-Alltag. Nach dem DFB-Pokal-Aus unter der Woche zuhause gegen den VfB Stuttgart (0:2) sagte FSV-Verteidiger Andreas Hanche-Olsen stellvertretend: „Ich glaube nicht, dass etwas in der Mannschaft kaputt ist. Die Atmosphäre ist gut, aber im Moment läuft einfach alles gegen uns. Das ist schwer, aber jetzt ist der Moment, Charakter zu zeigen.“ Auch Horst Steffen rechnet mit ordentlich Mainzer-Gegenwehr und glaubt nicht an einen Sieg im Vorbeigehen bei den Rheinhessen – obwohl Werder Bremen die vergangenen vier Duelle mit den „Nullfünfern“ allesamt für sich entscheiden konnte. „Ihre letzten Niederlagen waren jeweils nicht zwingend notwendig“, analysierte der Bremer Coach. „Sie werden zuhause zeigen wollen, dass sie den Bock umstoßen können. Ich gehe davon aus, dass sie mit Vollgas in das Spiel gehen werden – und darauf sollten wir uns einstellen.“

Werder Bremen gegen 1. FSV Mainz 05 im Liveticker: Lazarett lichtet sich – jetzt soll es spielerisch vorangehen

Positiv für den 56-Jährigen ist dabei, dass ihm bis auf die Langzeitverletzten Mitchell Weiser (Kreuzbandriss), Olivier Deman (Bruch des Außenknöchels), Maximilian Wöber (Muskelbündelriss) und Felix Agu (Syndesmosenverletzung) alle Spielern des SV Werder Bremen für die Reise nach Rheinland-Pfalz zur Verfügung stehen. „Wir haben endlich Optionen. Dass wir gute Spieler haben, die auf der Bank sitzen müssen, sehe ich nicht als Problem – im Gegenteil: Ich freue mich, dass unser Kader so langsam wieder komplett ist und wir gute Wechselmöglichkeiten haben“, sagte Horst Steffen. Diese sollen nun dafür sorgen, dass nach dem punktetechnisch erfolgreichen Oktober auch spielerisch im neuen Monat ein weiterer Schritt nach vorne gelingt. „Zuletzt gegen Union gab es viele Dinge, mit denen ich einverstanden war – mit dem Spiel im letzten Drittel vielleicht nicht ganz“, so Steffen. „Das war in dieser Woche auch Thema: Wir wollen die Situationen, die wir gut vorbereiten, bis zum Strafraum konsequenter zu Ende spielen, finalisieren und Abschlüsse suchen. Das sind Punkte, die wir verbessern wollen – dann sieht unser Spiel vielleicht auch noch ein bisschen besser aus.“

Wenn sich dieser spielerische Fortschritt im November mit einer ähnlichen Punkteausbeute wie im Oktober verbindet, dürfte die Stimmung bei Werder Bremen auch weiterhin positiv bleiben. Doch dafür braucht es in Mainz das nächste Erfolgserlebnis – so ähnlich, wie es Horst Steffen bereits am vergangenen Wochenende erlebt hat. (bvo)

Rubriklistenbild: © IMAGO / Sven Simon

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