Alle Bremer in der Einzelkritik
Werder Bremen in Noten gegen Mainz 05: Duo sticht heraus - Zetterer nach Patzer überragend
Werder Bremen in Noten gegen den FSV Mainz 05: Romano Schmid und Niklas Stark stechen bei 2:1-Sieg heraus. Alle Bremer in der Einzelkritik.
Michael Zetterer: Brachte mit einem Torwartfehler den Mainzer Ausgleich durch Lee auf den Weg, weil er beim Versuch, eine Flanke abzufangen, Mitspieler Stark übersah, mit ihm kollidierte und den Ball fallen ließ. Verunsichern ließ er sich davon nicht. Bewahrte Werder nach dem Seitenwechsel mehrfach vor weiteren Gegentreffern. Note 3
Niklas Stark: Machte als rechter Innenverteidiger einen ordentlichen Job und blieb ohne nennenswerte Fehler. Dirigierte viel und versuchte immer wieder, die Abstände im Defensivverbund zu korrigieren. Rückte nach Friedls Platzverweis ins Abwehrzentrum. Note 2,5
Marco Friedl: Der Kapitän ging im Spielaufbau mit seinen Pässen teilweise hohes Risiko, um für Tempo zu sorgen. Das gelang nicht immer. Stand in der Abwehrmitte zumeist sicher und klärte ein ums andere Mal per Kopf. Sah nach einem Zweikampf mit Burkhardt die Rote Karte wegen Notbremse. Note 3
Anthony Jung: Auf der linken Seite der Dreierkette gegen den Ball einmal mehr mit sachlichem Vortrag, weil er sich in den Zweikämpfen geschickt anstellte und auch das Stellungsspiel passte. Brachte jedoch längst nicht jeden Ball zum Mitspieler. Note 3
Werder Bremen in Noten gegen FSV Mainz 05: Romano Schmid sehr aktiv
Mitchell Weiser: Sein Abschluss war der Beginn der Bremer Dreifachchance in der Anfangsphase, die letztlich zum Elfmeter führte. Auf der rechten Außenbahn um Offensivimpulse bemüht, aber ohne die ganz großen Szenen. War defensiv stark gefordert: Mwene bereitete ihm einige Probleme. Note 3,5
Senne Lynen (bis 90.): Scheiterte kurz vor dem Foulelfmeter per Flachschuss, tauchte sonst aber kaum in der Offensive auf. Hatte vor der Abwehr zunächst Schwierigkeiten damit, das Spiel zu ordnen, weil ihm zu viele Abspielfehler unterliefen. Steigerte sich nach der Pause. Note 3
Felix Agu (bis 66.): Es dauerte einige Zeit, ehe er auf dem linken Flügel den Vorwärtsgang einschaltete. Wurde erst nach und nach mutiger, fand mit seinen Flanken aber keine Abnehmer. In der Defensive von Caci immer wieder gut beschäftigt. Note 3,5
Romano Schmid: Rückte bei Bremer Ballbesitz anfangs auf den rechten Flügel und machte aus dem Zweier- einen Dreiersturm. Viel unterwegs und um Ballaktionen bemüht – dabei aber lange glücklos. In Hälfte zwei dann deutlich verbessert. Mit viel Übersicht als Vorlagengeber vor dem 2:1. Note 2,5
Jens Stage: Auch er war Teil der Großchancenserie in der Anfangsphase. Ließ im weiteren Verlauf noch einige weitere gute Möglichkeiten ungenutzt. Hatte auf der Achterposition lange eine zu hohe Fehlerquote, um Werders Spiel anzutreiben. Kämpfte sich ins Spiel. Note 3,5
Werder Bremen in Noten gegen FSV Mainz 05: Marco Grüll nach Einwechslung bemüht
Justin Njinmah (bis 12.): Holte in der fünften Minute den Foulelfmeter heraus, den Werder zur Führung nutzte – und verletzte sich dabei. Blieb nach dem Duell mit Kohr zwar noch kurze Zeit auf dem Platz, musste dann aber angeschlagen raus. Note -
Marvin Ducksch (bis 66.): Traf vom Punkt mitten hinein ins Mainzer Pfeifkonzert zum 1:0. Kurios: Bereits im dritten Spiel in Folge gegen die 05er war er in der Anfangsphase erfolgreich. Auftrieb gab ihm das aber nicht. Blieb aus dem Spiel heraus weitestgehend ungefährlich. Note 4
Marco Grüll (ab 12./bis 90.): Dritter Spieltag, dritter Joker-Einsatz – und dieses Mal ein ausgiebiger. Übernahm die Linksaußen-Position von Njinmah und hatte Probleme, ins Spiel zu finden. Ging engagiert zu Werke, aber an der Abstimmung mit den Kollegen mangelte es noch. Note 4
Derrick Köhn (ab 66.): Der Neuzugang feierte sein Bundesliga-Debüt – für Werder und auch generell. Und was für eins! Kaum auf dem Platz, brachte er die Bremer mit 2:1 in Führung. Note -
Julian Malatini (ab 66.): Kam zu seinem Saisondebüt und fügte sich gut ein. Note -
Skelly Alvero (ab 90.): Kam für die letzten Minuten. Note -
Keke Topp (ab 90.): Agierte in der Nachspielzeit als einzige Spitze. Note -
Weiter mit der Aufstellung:
Werder Bremen-Aufstellung gegen Mainz 05: Keke Topp und Derrick Köhn nur auf der Bank
Update (15. September 2024, 16Uhr): Jetzt ist die Werder-Aufstellung da - im Vergleich zum BVB-Spiel schickt Trainer Ole Werner seine Mannschaft ohne Veränderungen ins Auswärtsspiel bei Mainz 05. Die ganze Startelf des SV Werder Bremen gegen Mainz 05 lest ihr hier im DeichStube-Liveticker!
Bremen - Als die Profis des SV Werder Bremen am Samstagmittag zum Abschlusstraining vor dem Auswärtsspiel beim FSV Mainz 05 (Sonntag, 17.30 Uhr, DeichStube-Liveticker) auf den Platz kamen, fehlten lediglich zwei Spieler, die zum Aufgebot zählen: Milos Veljkovic und Oliver Burke. Beide fallen verletzt für die Partie aus. Bedeutet im Umkehrschluss: Alle anderen sind fit. Trainer Ole Werner stehen für seine Startelf-Aufstellung also reichlich personelle Alternativen zur Verfügung. Was allerdings nicht bedeuten muss, dass er von ihnen Gebrauch macht. Schließlich liefert die jüngste Leistung wenig Anlass für Veränderungen.
Während des 0:0 gegen Topclub Borussia Dortmund hatte Werder Bremen vor der Länderspielpause ein gutes Spiel gemacht und war eindeutig die bessere Mannschaft gewesen. Einziges Ärgernis war da am Ende, dass es nicht sogar zum Sieg gereicht hatte. Gleich mehrfach hatte Werner während der Spielpause in der Bundesliga in den vergangenen Tagen an den guten Auftritt gegen Dortmund erinnert. Es wäre schon eine kleine Überraschung, sollte der 36-Jährige seine Startelf vor der Partie beim FSV Mainz 05 umbauen. Zumal die Reservisten während des wenig erbaulichen Testspiels bei Zweitliga-Aufsteiger Preußen Münster (2:3) nicht gerade geglänzt haben.
Werder Bremen-Aufstellung gegen FSV Mainz 05: Keine Überraschungen in der Startelf?
Werder Bremens Dreierkette vor Torhüter Michael Zetterer werden also auch am Sonntag Niklas Stark, Kapitän Marco Friedl und Anthony Jung bilden, flankiert von den beiden Außenbahnspielern Mitchell Weiser (rechts) und Felix Agu (links). Letzterer hat durch die Verpflichtung von Derrick Köhn zwar neue Konkurrenz bekommen, befindet sich allerdings seit Wochen in guter Form und hat deshalb aktuell die Nase vorn im Duell mit dem Neuzugang.
Am Bremer Dreiermittelfeld gibt es derweil ohnehin wenig zu rütteln. Sechser Senne Lynen sowie die beiden Achter Romano Schmid und Jens Stage sind gesetzt unter Trainer Werner. Skelly Alvero und Leonardo Bittencourt werden einmal mehr auf der Bank Platz nehmen müssen. Bleibt noch der Sturm, in dem Marvin Ducksch für den Trainer unantastbar ist. Für den Job an seiner Seite steht Justin Njinmah parat, der zuletzt eine stark ansteigende Formkurve aufweist. Keke Topp ist nach einer kleinen Blessur war wieder einsatzbereit, wird aber den Joker geben müssen. (dco)
