Werder-Neuzugang zuletzt außen vor
„Es wird nicht mehr lange dauern, bis er sein Potenzial zeigt“: Werner baut auf positive Entwicklung von Werder-Profi Skelly Alvero
Für Skelly Alvero läuft es bisher noch nicht bei Werder Bremen. Trainer Ole Werner hat jetzt erklärt, warum er weiterhin fest von den Qualitäten des Neuzugangs überzeugt ist.
Bremen – Eigentlich ist Skelly Alvero ja nicht zu übersehen. Schließlich bringt es der 22-Jährige auf eine stattliche Körpergröße von 2,02 Meter. Doch das schützt den Mittelfeldspieler des SV Werder Bremen auch nicht davor, dass er rein sportlich momentan nicht wirklich auffällt. Die Saisonvorbereitung verlief durchwachsen, auch beim jüngsten Münster-Test (2:3) während der Länderspielpause mangelte es seinem Auftritt an Akzenten. Trainer Ole Werner glaubt trotzdem an den Mann, für den Werder in diesem Sommer 4,75 Millionen Euro an Olympique Lyon überwiesen hat, und prognostizierte jetzt: „Es wird nicht mehr allzu lang dauern, bis er sein Potenzial zeigt.“
Werder Bremens Ole Werner über Skelly Alvero: „Das ist der Weg, auf dem er bleiben muss“
Ein wenig Geduld ist aber trotzdem noch gefragt, ehe Skelly Alvero so richtig an der Weser durchstarten soll. Doch die Zuversicht bei seinem Coach wächst und wächst. „Er macht einen immer besseren Eindruck und hat auch speziell heute ein gutes Training hingelegt“, sagte Werner am Freitag. „Das ist der Weg, auf dem er bleiben muss.“ Im Sommer wirkte es phasenweise so, als sei der Profi ein wenig vom Kurs abgekommen. Im Zillertal-Trainingslager offenbarte er einige Schwächen, auch in den Testspielen schlichen sich Fehler und Ungenauigkeiten ein. Dabei hatte Alvero nach seiner vorherigen Leihe und der folgenden festen Verpflichtung doch so richtig angreifen wollen. Ganz so reibungslos verlief die Umstellung aber eben doch nicht. „Skellys Vorbereitung war intensiv und ein Stück weit auch ungewohnt für ihn vom Ablauf“, blickte Werner zurück. „Er hatte ein paar Sachen, die auch so noch bei ihm anstanden, die er positiv hinter sich gebracht hat.“ Details nannte Werder Bremens Trainer nicht, dürfte aber auf die damals vorzeitige Abreise Alveros aus Österreich aufgrund von privaten Gründen angespielt haben.
Inzwischen liegt der ganze Fokus wieder voll auf dem Fußball – und bei Werder Bremen warten einige Herausforderungen. „Vor sich hat er sicherlich starke Konkurrenz mit Senne Lynen und Jens Stage, die es in beiden bisherigen Ligaspielen sehr gut gemacht haben. Da muss er vorbeikommen“, nahm Ole Werner den Franzosen in die Pflicht - wenn auch mit aller gebotenen Rücksicht auf den Ist-Zustand. „Insgesamt ist er ein junger Kerl, den wir entwickeln wollen. Wir glauben komplett an seine Qualitäten und daran, dass er für uns ein wichtiger Spieler werden wird. Wir sind gemeinsam dabei, diesen Weg zu beschreiten – das ist dann vielleicht auch mal mit Phasen wie in den letzten Wochen verbunden, in denen gewisse Dinge schwerer fallen.“ (mbü)