Werder-Profis in der Einzelkritik mit Noten
Werder in Noten gegen Holstein Kiel: Marvin Ducksch und Justin Njinmah enttäuschen völlig, Jens Stage bester Bremer
Der SV Werder Bremen hat mit 2:1 (1:0) gegen Holstein Kiel gewonnen und den ersten Heimsieg der Saison gefeiert! Während Marvin Ducksch und Justin Njinmah enttäuschten aber völlig enttäuschten, war Jens Stage der beste Bremer - die Werder-Profis in der Einzelkritik mit Noten!
Michael Zetterer: War lange Zeit kaum einmal mit den Händen, sondern eher mit den Füßen am Ball. Beim 1:1 der Kieler im kurzen Eck erwischt, was als Torhüter immer unangenehm ist – doch der Schuss war auch ziemlich stark. Rettete dann in höchster Not erst gegen Harres (69.) und musste in der Schlussphase auch nochmal gegen Arp eingreifen. Note 2
Milos Veljkovic: Bei seinem Comeback in der Startelf mit einem leichtfertigen Ballverlust, der die erste gefährliche Situation der Gäste ermöglichte (22.). Ansonsten stets auf Ballhöhe, seine Vertikalpässe taten dem Auftritt der Heimelf ganz gut, wenngleich ein richtig starker Assist nicht heraussprang. Note 3
Marco Friedl (bis 78.): Dribbelte immer wieder an, manchmal sogar bis über die Mittellinie. Der Ertrag war jedoch überschaubar. Defensiv in Halbzeit eins ohne Schwächen, weil die Gäste zunächst aber auch nicht alle zu große Herausforderungen produzierten. Im zweiten Durchgang dann mit einigen ungenauen Pässen und phasenweise völlig von der Rolle. Note 4
Werder Bremen in Noten gegen Holstein Kiel: Anthony Jung beim Gegentor zu zaghaft
Anthony Jung: Lange Zeit ein unauffälliger Auftritt des Innenverteidigers, doch vor dem Kieler Ausgleich muss er zwingend aggressiver auf Torschütze Harres zugehen. Der Rest war dann wieder Alltagskost. Note 4
Felix Agu: Als Weiser-Vertreter offensiv nicht ganz so auffällig, dafür aber lange ohne Fehl und Tadel. Erst als Werder insgesamt abbaute, bekam auch Agu einige Probleme auf der rechten Seite, was zu leichten Ballverlusten führte. Note 3,5
Senne Lynen: Deutlich verbessert gegenüber den Vorwochen, als sich der eine oder andere Fehlpass eingeschlichen hatte. Ihm tat es sichtbar gut, dass Jens Stage als energisches Arbeitstier an seine Seite zurückkehrte. Als der ausgewechselt wurde, ging es dem Belgier nicht mehr ganz so selbstverständlich vom Fuß. Note 3,5
Derrick Köhn (bis 88.): Klärte wichtig zur Ecke, als es im Bremer Strafraum brannte (33.). Offensiv mit einigen Akzenten, unter anderem sorgten seine Flanken regelmäßig für Stress in der Kieler Hintermannschaft. Wollte kurz vor der Pause einen Elfmeter, doch dafür war der Gegnerkontakt zu gering (44.). Probierte viel, wurde aber auch ineffizienter, je länger das Spiel dauerte. Note 3
Werder Bremen in Noten gegen Holstein Kiel: Jens Stage der stärkte Bremer
Jens Stage (bis 46.): Wurde in den letzten Wochen schmerzlich vermisst – und zeigte wieso. Vergab die erste gute Gelegenheit (5.), sah dann für ein Nicht-Foul Gelb und fasste sich kurz darauf aus der Distanz ein Herz und traf herrlich zur Führung (36.). Legte Augenblicke später perfekt für Schmid zum vermeintlichen 2:0 auf (39.), doch der Treffer zählte nicht. Der stärkste Bremer musste zur Pause angeschlagen runter – sein Fehlen machte sich sofort bemerkbar. Note 2
Romano Schmid: Häufig am Ball, legte immer wieder klug auf Köhn ab. Kurz vor der Pause dann Torschütze – doch da war auch die Hand im Spiel. Im zweiten Durchgang zwar weiter um gute Aktionen bemüht, doch auch kam vermehrt die Präzision abhanden. Arbeitete aber gut gegen den Ball. Verpasste in der Nachspielzeit mit einem Lattenkracher das 3:1. Note 3,5
Marvin Ducksch (bis 78.): Hatte eine Riesenchance per Kopf zum frühen 1:0 (12.), traf kurz darauf nur das Außennetz (16.). Kapitaler Blackout direkt nach dem Seitenwechsel, sein Ballverlust führte prompt zum 1:1 (47.). War danach kaum noch zu sehen, den zahlreich getretenen Standards fehlte es fast durchgängig an der Gefährlichkeit. Note 4,5
Werder Bremen in Noten gegen Holstein Kiel: Justin Njinmah mit vielen Unsauberkeiten im Spiel
Justin Njinmah (bis 66.): Streute immer wieder technische Unsauberkeiten in sein Spiel ein, was auf Kosten der Bindung zu den Kollegen ging. Wartete vergeblich auf den einen entscheidenden Pass in die Spitze, um sein Tempo auszuspielen. Note 5
Leonardo Bittencourt (ab 46.): Keineswegs so auffällig wie Vorgänger Stage, obwohl er sich häufig anbot. So richtig schwungvoll war das alles aber nicht. Setzte noch einen schwierigen Kopfball drüber (80.) und scheiterte in der Nachspielzeit. Note 4
Keke Topp (ab 66.): Wurde erst kaum gefunden oder wollte mit dem Kopf durch die Wand. Dann aber mit einer traumhaften Flanke auf Burke. Note –
Niklas Stark (ab 78.): Übernahm die Rolle des Abwehrchefs. Note –
Oliver Burke (ab 78.): Diesen Moment hat der Schotte herbeigesehnt: Er kam, köpfte und ließ das Weserstadion mit seinem Jokertor beben. Note –
Olivier Deman (ab 88.): Durfte noch mitjubeln. Note –
Weiter mit der Werder-Startelf:
Werder-Bremen-Aufstellung gegen Holstein Kiel: Seitenwechsler Felix Agu und Jens Stage als Stabilisator zurück in der Startelf
Am Samstag will der SV Werder Bremen gegen Holstein Kiel den ersten Heimsieg der Saison einfahren. So sieht die Startelf-Aufstellung aus.
Update vom 9. November 2024 (14.30 Uhr): Jetzt ist die Aufstellung da - es gibt vier Änderungen, Jens Stage startet wieder! Die ganze Werder-Startelf findet ihr im Liveticker zum Spiel des SV Werder Bremen gegen Holstein Kiel!
Bremen – Der Plan ist klar: Nach dem 1:4 bei Borussia Mönchengladbach möchte der SV Werder Bremen sportlich im Heimspiel gegen Holstein Kiel (Samstag, 15.30 Uhr im DeichStube-Liveticker) unbedingt zurück in die Erfolgsspur finden. Personell dürfte Cheftrainer Ole Werner dabei im Vergleich zur Vorwoche einige Änderungen vornehmen – zu einer wird er sogar gezwungen.
Werder Bremen-Aufstellung gegen Holstein Kiel: Derrick Köhn dürfte in die Startelf gegen Holstein Kiel rutschen
So ist Mitchell Weiser nach seiner Gelb-Roten Karte aus Gladbach für das Spiel gegen Kiel gesperrt, was Werder Bremen sehr wahrscheinlich wie folgt lösen wird: Felix Agu rückt von der linken Außenbahn rüber nach rechts, Derrick Köhn dafür als linker Schienenspieler in die Startelf. Darüber hinaus bieten sich auch in der Dreierkette vor Torhüter Michael Zetterer Umstellungen an.
Weil die Variante mit Rechtsfuß Amos Pieper auf der linken Seite gegen Gladbach nicht wie erhofft funktioniert hatte, steht Anthony Jung vor einer Rückkehr in die Startelf. Vor seiner Verletzung war der Linksfuß als linker Innenverteidiger gesetzt gewesen. In Gladbach wurde Jung zur zweiten Hälfte eingewechselt – ebenso wie Milos Veljkovic, der Julian Malatini als rechter Innenverteidiger ersetzte. Gut möglich, dass der erfahrene Serbe gegen Kiel nun von Beginn an den Vorzug vor dem Argentinier erhält und an der Seite von Abwehrchef Marco Friedl agiert. Für Niklas Stark könnte die erste Elf nach auskurierter Verletzung noch zu früh kommen.
Startelf-Aufstellung gegen Holstein Kiel: Jens Stage dürfte bei Werder Bremen zurückkehren
In Werder Bremens Schaltzentrale steht Jens Stage wieder zur Verfügung. Sollte der Däne nach dreiwöchiger Verletzungspause wieder die Kraft für 90 Minuten Bundesliga-Fußball haben, ist er neben Senne Lynen gesetzt. In diesem Fall müsste Leonardo Bittencourt für Stage weichen. Zwei Drittel von Werders Dreier-Angriff werden auch gegen Kiel aus Romano Schmid und Marvin Ducksch bestehen – für den dritten Posten fällt einmal mehr die Entscheidung zwischen Justin Njinmah und Keke Topp, der sich nach seinem Bundesliga-Premierentor in Gladbach Hoffnungen auf die Startelf macht. (dco)
