Werder-Einzelkritik

Werder in Noten gegen den Lüneburger SK: Mbangula enttäuscht, Erevbenagie betreibt Eigenwerbung

Der SV Werder Bremen hat das DFB-Pokal-Spiel gegen den Lüneburger SK mit 3:0 (1:0) gewonnen. Die Werder-Profis in der Einzelkritik mit Noten!

Alexander Schlager: Ersetzte den angeschlagenen Karl Hein und kam somit zu seinem Pflichtspiel-Debüt für die Grün-Weißen. Konnte sich über 90 Minuten allerdings nicht auszeichnen, weshalb er gleich mehrfach zu kurzen Sprints im eigenen Sechzehner ansetzte, um warm zu bleiben. War bei einigen langen Bällen auf dem Posten und spielte gut mit. Note: 3

Werder Bremen in Noten gegen den Lüneburger SK: Samuel Mbangula (li.) zeigte eine schwache Leistung im DFB-Pokal, Paul Erevbenagie (re.) war dagegen ein Aktivposten.

Werder Bremen in Noten gegen den Lüneburger SK: SVW-Abwehr nahezu beschäftigungslos

Mick Schmetgens: Der 18-Jährige kam zu seinem erst dritten Einsatz für die Profis und musste gleich nach vier Minuten ein enorm wichtiges Tackling in letzter Sekunde hinlegen. Erledigte seine Defensivaufgaben sehr ordentlich und bestätigte den insgesamt positiven Eindruck der Vorbereitung. Es wurde offensiv allerdings deutlich, dass er gelernter Innenverteidiger ist – bei Vorstößen hielt er sich sehr zurück. Note: 3

Amos Pieper: Präsentierte sich zweikampfstark und ließ gemeinsam mit Nebenmann Friedl bei den spärlichen Kontern der Lüneburger nichts anbrennen. Gleichzeitig fehlten ihm aber auch die Lösungen im Aufbauspiel. Hatte aus kurzer Distanz noch die Gelegenheit auf einen weiteren Treffer (72.). Dennoch ein grundsolider Auftritt. Note: 2,5

Marco Friedl: Der Kapitän erledigte seine Aufgabe gewohnt robust. Allerdings war ihm der Ärger über die phasenweise Lethargie im Bremer Spiel gleich mehrfach anzumerken. Haderte viel mit den Kollegen. Erledigte seine Aufgabe defensiv fehlerfrei. Note: 2,5

Olivier Deman: Servierte den Eckball vor dem 1:0 mustergültig auf den Kopf von Stage, der nicht einmal hochspringen musste. War insgesamt ein Aktivposten, auch wenn bei Weitem nicht alle Flanken ankamen. Baute nach der Pause etwas ab und war weniger ins Offensivspiel eingebunden. Note: 3

„Es gibt ein paar Themen, über die man reden muss“: Werder Bremen im DFB-Pokal weiter, aber nicht zufrieden – die Stimmen zum Spiel!

Werder Bremen in Noten gegen den Lüneburger SK: Samuel Mbangula blass, Jens Stage bleibt Torjäger

Senne Lynen (bis 45.): Der Belgier hatte alle Testspiele aufgrund einer Bauchmuskelzerrung verpasst, wurde aber rechtzeitig zum Pflichtspielauftakt fit. Hatte gewohnt viele Ballkontakte und ordnete das Bremer Spiel. Bewies aber erneut seine Harmlosigkeit bei Abschlüssen (31.) und hatte zur Pause Feierabend. Note: 3,5

Jens Stage (bis 84.): Standesgemäß eröffnete er als bester Torschütze der beiden vergangenen Saisons auch in dieser Spielzeit per Kopfball den Torreigen (11.). War zwar viel unterwegs, blieb ansonsten aber eher blass. Holte dann allerdings nach einem guten Dribbling den Elfmeter zum 2:0 heraus. Note: 3

Ludovit Reis: Startete eine Woche nach seinem Transfer ausgerechnet in seiner alten Heimat und hatte nach nur 22 Sekunden gleich die erste Chance auf die Führung. Wurde das gesamte Spiel über von lautstarken Pfiffen des HSV-nahen Lüneburg-Anhangs begleitet. Dem Neuzugang waren speziell im ersten Durchgang noch Abstimmungsprobleme mit den neuen Kollegen anzumerken. Wechselte nach der Pause auf die Sechs und präsentierte sich dort sicherer. Erzielte per abgefälschtem Schuss das 3:0. Note: 3

Samuel Mbangula (bis 45.): Startete auf dem linken Flügel und vertändelte gleich mehrfach in der Anfangsphase den Ball, war zudem in vielen Zweikämpfen nur zweiter Sieger. Der Belgier präsentierte sich insgesamt viel zu langsam in seinen Aktionen. Blieb in der Pause folgerichtig in der Kabine. Note: 5

Justin Njinmah (bis 73.): Insgesamt ein unauffälliger Auftritt des Flügelspielers. Bis auf einen zu unplatzierten Abschluss nach schöner Einzelleistung brachte er in der ersten Hälfte nur wenig zustande. Auch nach der Pause war zunächst wenig vom gebürtigen Hamburger zu sehen. Ein schöner Lupfer aus spitzem Winkel wurde dann kurz vor der Linie noch gerettet. Empfahl sich so allerdings nicht zwingend für Angebote anderer Vereine. Note: 4,5

Werder Bremen in Noten gegen den Lüneburger SK: Niclas Füllkrug trifft im DFB-Pokal direkt

Niclas Füllkrug (bis 60.): Der Rückkehrer durfte sofort von Beginn an ran, brauchte allerdings etwas, um von den Kollegen wirklich in Szene gesetzt zu werden. Handelte sich zudem kurz vor der Pause nach einer überharten Grätsche eine Gelbe Karte ein (44.). Machte es nach der Halbzeit insgesamt besser und verwandelte den Strafstoß zum 2:0 eiskalt (53.). Wurde kurz darauf durch Itten ersetzt. Note: 3

Chuki (ab 46.): Der Spanier ersetzte zu Beginn der zweiten Hälfte Lynen und agierte fortan auf der Achterposition. Sorgte von dort für ein paar kreative Momente, ohne dabei wirklich an spielentscheidenden Aktionen beteiligt gewesen zu sein. Note: 3,5

Paul Erevbenagie (ab 46.): Kam für den schwachen Mbangula in die Partie und war sofort ein Aktivposten. Belebte das Bremer Spiel mit seinen Dribblings merklich und sorgte gleich mehrfach für Gefahr. Eine klare Empfehlung für mehr Minuten vom Youngster. Note: 2

Cedric Itten (ab 60.): Bekam von Thioune eine halbe Stunde Spielzeit als Füllkrug-Ersatz und setzte nur kurze Zeit später einen Kopfball knapp am Tor vorbei (64.). Präsentierte sich insgesamt schnörkellos und suchte gleich mehrfach den Abschluss. Engagierte Leistung des Schweizers, dem nur die Belohnung in Form eines eigenen Treffers fehlte. Note: 2,5

Marco Grüll (ab 73.): Der Österreicher durfte noch rund eine Viertelstunde mitwirken. Bis auf einen Abschluss gelang ihm allerdings nicht mehr viel. Note: -

Salim Musah (ab 84.): Erlebte die Schlussminuten auf dem Platz. Note: -

Weiter mit der Aufstellung:

Niclas Füllkrug in der Startelf: Die Aufstellung des SV Werder Bremen im DFB-Pokalspiel beim Lüneburger SK

Welche Startelf schickt Trainer Daniel Thioune im DFB-Pokal gegen Lüneburg auf den Rasen? So sieht die Aufstellung des SV Werder Bremen aus.

Update vom 22. August, 14.30 Uhr: Jetzt ist die Aufstellung des SV Werder Bremen da! Niclas Füllkrug startet im DFB-Pokal gegen den Lüneburger SK Hansa in der Sturmspitze. Die gesamte Aufstellung lest Ihr im Liveticker zum Pokalspiel zwischen dem Lüneburger SK und SV Werder Bremen!

Die Flanke kam punktgenau – und Niclas Füllkrug wuchtete den Ball anschließend sehenswert per Kopf in die Maschen. Doch auch Cedric Itten und Salim Musah verwerteten gleich mehrere Hereingaben während des Abschlusstrainings des SV Werder Bremen am Freitagmittag sehenswert. Kurzum: Chefcoach Daniel Thioune hat vor dem DFB-Pokalspiel gegen den Oberligisten Lüneburger SK (Samstag, 15.30 Uhr/DeichStube-Liveticker) im Hamburger Millerntorstadion die Qual der Wahl. Und bislang hält sich der 52-Jährige bedeckt, wenn es darum geht, wem er den offensiven Zuschlag in seiner Startelf-Aufstellung gibt.

Drei Mittelstürmer und voraussichtlich nur ein Platz in der Startelf-Aufstellung: Daniel Thioune muss sich vorm DFB-Pokal-Spiel gegen den Lüneburger SK zwischen (v.l.n.r.) Niclas Füllkrug, Cedric Itten und Salim Musah entscheiden.

Aufstellung im DFB-Pokal: Steht Niclas Füllkrug gegen den Lüneburger SK direkt in der Startelf des SV Werder Bremen?

„Ich bin noch nicht final schlüssig, welche Stürmer am Samstag auf dem Platz stehen werden. Dafür passiert Tag für Tag zu viel“, sagt Thioune. Folglich bedeutet die Füllkrug-Rückkehr unter der Woche nicht automatisch, dass dieser direkt in der Startelf-Aufstellung des SV Werder Bremen gegen den Lüneburger SK (live im TV) steht – womöglich wird das erst am Wochenende danach beim Bundesliga-Auftakt gegen Freiburg der Fall sein. „Ich kenne aber seine Wirkung. Der Junge hat Bock, Energie und Selbstvertrauen ohne Ende. Das könnte man in Flaschen abfüllen und verkaufen“, meint Thioune, der aber auch sagt: „Meine Idee ist es, Niclas in die bestmögliche Verfassung zu bringen.“ Und vielleicht ist das eben genau erst in der kommenden Woche der Fall.

Fit ist Füllkrug, aber eben auch noch neu in der Mannschaft, die nur noch an einigen wenigen Stellen jenem Team ähnelt, das er 2023 verlassen hat. „Einerseits kann man es so sehen, dass Niclas sich in so einem Spiel eingewöhnen kann. Es gibt aber unterschiedliche Blickwinkel. Andererseits kann man es auch so sehen, dass ein Cedric Itten nach zwei Wochen, die er bei uns ist, die Chance bekommen kann, in die Abläufe zu kommen“, sagt Thioune vor der Prüfung gegen den Fünftligisten über seine Aufstellung. „Es kann auch die Möglichkeit sein, Salim Musah für eine gute Vorbereitung zu belohnen.“ Gesichert ist für den Coach mit Blick auf die Startelf: „Ich kann keine falsche Entscheidung treffen am Samstag.“

Aufstellung gegen Lüneburger SK: So könnte die Startelf des SV Werder Bremen im DFB-Pokal aussehen

Auf den anderen Positionen herrscht nicht ganz so viel Auswahl. Alexander Schlager wird im Tor den angeschlagenen Karl Hein (muskuläre Probleme) vertreten – der Este trainierte am Freitag immerhin schon wieder individuell. In der Abwehrzentrale sind Marco Friedl und Amos Pieper nach dem Verkauf von Karim Coulibaly gesetzt, ebenso wie Olivier Deman auf der linken Seite. Als Rechtsverteidiger dürfte Mick Schmetgens den Vorzug vor Allzweckwaffe Marco Grüll erhalten. Im Zentrum meldet sich Senne Lynen nach seiner Bauchmuskelverletzung pünktlich zurück, vor ihm in der Startelf ist Platz für Jens Stage und Chuki. Auf den Flügeln dürften Samuel Mbangula und Justin Njinmah den Zuschlag erhalten – sofern Thioune bei seiner Aufstellung nicht doch auf ein 4-4-2 mit Raute und zwei Sturmspitzen setzt. (mbü)

So könnte die Startelf-Aufstellung des SV Werder Bremen im DFB-Pokal gegen den Lüneburger SK Hansa aussehen.

Rubriklistenbild: © IMAGO / Eibner

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Das sind die Bilder vom Herbstmarkt in Bruchhausen-Vilsen

Das sind die Bilder vom Herbstmarkt in Bruchhausen-Vilsen

Drei Fünfer und wenig Lichtblicke: Die Noten der DFB-Stars gegen Griechenland

Drei Fünfer und wenig Lichtblicke: Die Noten der DFB-Stars gegen Griechenland

Fotostrecke: Matthias Ruhle gewinnt Bürgermeisterwahl in Wildeshausen

Fotostrecke: Matthias Ruhle gewinnt Bürgermeisterwahl in Wildeshausen

Ein Muss für Trödelfans und Schnäppchenjäger: Die Bilder von der 14. Haushalts- und Antikbörse in Haendorf

Ein Muss für Trödelfans und Schnäppchenjäger: Die Bilder von der 14. Haushalts- und Antikbörse in Haendorf

Kommentare