Alle Bremer in der Einzelkritik
Werder Bremen in Noten gegen RB Leipzig: Zetterer und Friedl stark - Weiser unglücklich
Der SV Werder Bremen hat eine wirklich gute Leistung gegen RB Leipzig gezeigt und 1:1 (1:0) gespielt. Die Noten zum Spiel. Alle Bremer in der Einzelkritik.
Michael Zetterer: Mehr Fußballer als Torwart, weil die Gastgeber lange Zeit sehr harmlos agierten und ihn seine Kollegen oft als Mitspieler suchten. Bei seiner ersten Parade kurz vor der Pause dann nicht mit den Händen erfolgreich, sondern mit dem Hals. Mit den Händen kann er es aber auch - wie kurz nach dem Wechsel bei einem Baumgartner-Kopfball. Beim Sesko-Hammer zum 1:1 machtlos. Note 2
Milos Veljkovic (bis 78.): Seine Vorarbeit zum 1:0 war kein Zufall, weil der Innenverteidiger auch davor schon kluge Bälle nach vorne gespielt hatte. Hinten machte er es ordentlich. Note 2,5
Werder Bremen in Noten gegen RB Leipzig: Marco Friedl erneut ganz stark
Marco Friedl: Wurde mit einem schmerzhaften Tritt von Landsmann Baumgartner begrüßt, doch das stachelte den Kapitän nur noch mehr an. Verteidigte sehr aggressiv und rettete gerne mal mit einer wuchtigen Grätsche. Note 2
Anthony Jung: Kurz vor der Pause passte er einmal nicht auf, ansonsten zumeist sehr aufmerksam und zweikampfstark gegen seinen Ex-Club. Note 2,5
Mitchell Weiser: Haderte oft auf der rechten Seite, weil das Zusammenspiel mit Bittencourt nicht wie gewünscht klappte. Viel gelang ihm nicht nach vorne – und hinten agierte er mitunter zu riskant, was zu gefährlichen Ballverlusten führte. Kurz vor Schluss mit der Chance zum 2:1, die er aber verrutschte. Note 4
Senne Lynen: Begann sehr unkonzentriert, leistete sich einige Fehler, die aber folgenlos blieben. Steigerte sich dann und war für den Spielaufbau eine wichtige Anspielstation. Sah beim 1:1 von Sesko wiederum schlecht aus, weil er den Torschützen hatte ziehen lassen. Note 4
Leonardo Bittencourt (bis 88.): Rieb sich im Mittelfeld wieder auf, wurde dabei selbst oft hart angegangen. Konzentrierte sich fast nur auf die Defensive. Note 3,5
Werder Bremen in Noten gegen RB Leipzig: Nick Woltemade mit guten Ansätzen
Felix Agu (bis 68.): Lieferte sich auf der linken Seite ein packendes Duell mit dem hart attackierenden Simakan, den er nicht immer stoppen konnte. Wie vor dem 1:1, als Agu aber auch zu weit weg war von seinem Gegenspieler, der den Treffer unbedrängt vorbereiten konnte. Note 4
Nick Woltemade (bis 68.): Nötigte mit seinem Sprung in den Luftkampf Gegenspieler Seiwald zum Eigentor und damit zu Werders 1:0. Auch davor bearbeitete er die Leipziger nach Kräften und ließ sich selbst nur ganz schwer vom Ball trennen, wenngleich der Ertrag daraus nicht so groß war. Note 3
Romano Schmid: Ihm fehlte bei der ersten Werder-Chance nur eine Schuhgröße zum Abschluss. War viel unterwegs, gab keinen Ball verloren und suchte immer wieder den Vorwärtsgang. Ärgerlich, dass seinem späten Steckpass auf Ducksch ein bisschen Tempo fehlte. Note 3
Werder Bremen in Noten gegen RB Leipzig: Marvin Ducksch mit Licht und Schatten
Marvin Ducksch (bis 88.): Sehr engagiert, aber etwas unglücklich unterwegs. Da sprang ihm der Ball dann doch im letzten Moment noch weg, ein gegnerisches Bein kam dazwischen oder er zielte knapp am Tor vorbei. Note 3,5
Olivier Deman (ab 68.): Ersetzte Agu auf der linken Seite und hatte ähnliche Probleme wie sein Vorgänger mit Simakan. Note –
Jens Stage (ab 68.): Kam für Woltemade und half mit, das Zentrum zu stabilisieren. Beinahe hätte er per Kopf noch das 2:1 gemacht. Note –
Niklas Stark (ab 78.): Übernahm von Veljkovic den Posten in der Dreierkette und wackelte ein bisschen. Note –
Christian Groß (ab 88.): Kurz vor dem Karriereende gab es noch ein paar Minuten in Leipzig für ihn. Note –
Dawid Kownacki (ab 88.): Sollte als frischer Mann vorne noch für etwas Entlastung sorgen und probierte es mit einem Mega-Fernschuss. Note -
Weiter mit der Aufstellung:
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Werder Bremen-Aufstellung gegen RB Leipzig: Gleiche Startelf wie zuletzt?
Sollte Trainer Ole Werner dennoch in der Startelf auf Stage setzen, wer müsste dann raus? Wahrscheinlich Leonardo Bittencourt, der sich als zweiter Sechser neben Senne Lynen etabliert hat. Eigentlich mag es der Deutsch-Brasilianer lieber etwas offensiver, doch als giftiger Arbeiter ist er für die Grün-Weißen inzwischen wertvoller. Vorne hat sich das Trio Marvin Ducksch, Romano Schmid und Nick Woltemade festgespielt. Hinten gibt es ohnehin keine Diskussion: Milos Veljkovic, Marco Friedl und Anthony Jung werden die Dreierkette bilden, der wiedergenesene Niklas Stark muss sich erneut mit der Reservistenrolle begnügen. Im Tor des SV Werder Bremen steht natürlich Michael Zetterer. Die ehemalige Nummer eins Jiri Pavlenka dürfte nach ausgestandenen Problemen mit der Muskulatur zumindest sein Comeback als Ersatzkeeper feiern. Klarheit herrscht auf den Außenbahnen: Dort ist Felix Agu inzwischen genauso gesetzt wie schon seit Jahren Mitchell Weiser. (kni)
