Werder-Profis in der Einzelkritik
Werder Bremen in Noten gegen die TSG Hoffenheim: Schmid überzeugt, Rapp zu langsam
Der SV Werder Bremen verliert das Heimspiel am 7. Bundesliga-Spieltag gegen die TSG Hoffenheim knapp mit 2:3 (1:2). Die Werder-Profis in der Einzelkritik mit Noten.
Jiri Pavlenka: Bei den Gegentoren ohne Abwehrchance, dafür offenbarte er an diesem Abend wie zu vergangenen Zeiten beim Spiel mit dem Ball am Fuß einige Schwächen. Ganz stark war seine Parade nach etwas mehr als einer Stunde, mit der er das 1:3 verhinderte. Note 3,5
Nicolai Rapp (bis 72.): Startelf-Premiere in der Bundesliga für den 26-Jährigen – und es hätte nicht schlechter für ihn losgehen können. Im Laufduell mit Hoffenheims Beier sah er nur die Hacken und Werder lag früh zurück (8.). Glich ein weiteres Tempodefizit in höchster Not mit einer beherzten Grätsche aus (26.). Stabilisierte sich unter großem Einsatz etwas, allzu häufig war aber auch er zu weit weg vom Gegner. Note 5
Milos Veljkovic: Der serbische Nationalspieler muss zwingend kompromissloser verteidigen. In seinem Zweikampfverhalten agiert er viel zu verhalten, selbst wenn er als Erster am Ball ist - auch deshalb war die zweite Führung der Gäste überhaupt erst möglich. Leitete dann mit langen Bällen erst das Abseitstor von Njinmah und später die große Weiser-Möglichkeit ein und war bei einer Großchance von Ex-Bremer Grillitsch völlig desorientiert. Note 4,5
Marco Friedl (bis 83.): Kam beim Rausrücken zu spät gegen Prömel, wodurch der TSG-Akteur mit einem feinen Pass das 0:1 einleiten durfte. Auch beim zweiten Hoffenheimer Treffer unverschämt weit weg vom Gegenspieler. Der Kapitän strahlt aktuell keinerlei Selbstvertrauen in seinen Aktionen aus. Note 5
Werder Bremen-Profis in der Einzelkritik gegen die TSG Hoffenheim: Drei Mal Note 5
Mitchell Weiser: Initiierte mit einem energischen Antritt das Bremer 1:1, ließ dann aber vor dem erneuten Rückstand einfach Robert Skov laufen. Auch sonst wechselten sich an diesem Abend Licht und Schatten bei ihm ab. Vergab unter gehörigem Druck des Gegners die gute Gelegenheit zum Ausgleich (70.). Note 3,5
Senne Lynen (bis 72.): Fand trotz der Gegentreffer gut ins Spiel und entschärfte ein paar gefährliche Situationen. Da es um ihn herum jedoch erheblich hakte, liefen auch viele Bemühungen des Belgiers ins Leere oder in seinem Rücken klafften bedenkliche Lücken, die er allein kaum schließen konnte. Wenig überraschend war er trotzdem der Bremer, der zur Pause mit 6,8 Kilometern die größte Laufdistanz abgespult hatte. Auch bis zu seiner Auswechslung ordentlich. Note 3,5
Anthony Jung: Weil Olivier Deman erkrankt fehlte, kehrte der Linksaußen zurück auf seine Stammposition – und zeigte das, was er schon häufiger gezeigt hat: erst kaum Auffälligkeiten und dann unter Druck mehrere Ungenauigkeiten. Klärte mit einem Kopfball genau in die Mitte, wodurch Werder das 2:3 kassierte. Note 5
Naby Keita (bis 59.): Das Warten hat ein Ende! Nach zwei Kurzeinsätzen stand Werders neuer Topstar erstmals in der Startelf. Abgesehen von ein paar guten Pässen gelang ihm nicht viel, hundertprozentig fit wirkte er keineswegs, ihm fehlte vor allem die Dynamik. Holte sich wegen eines Frustfouls Gelb ab (33.). Griff sich dann unter Raunen des Publikums im zweiten Durchgang an den Oberschenkel und musste raus. Note 4
Werder Bremen in Noten gegen die TSG Hoffenheim: Romano Schmid weiß zu gefallen
Romano Schmid: Endlich trifft der Österreicher wieder, doch beim 1:1 war schon ein abgefälschter Schuss nötig. Gefiel erneut durch seine Zweikampfführung und war eigentlich immer involviert, wenn bei Werder etwas in der Offensive ging. Seinen Distanzschüssen fehlt derzeit jedoch die Genauigkeit. Note 2,5
Marvin Ducksch: Leitete vor dem Schmid-Tor herrlich auf den Torschützen weiter. Sonst kaum auffällig – außer bei einem Sprint nach hinten, wo er aber nicht den Ball klärte, sondern den Schiedsrichter verbal bearbeitete und dafür Gelb sah. Trat nach einer längeren Auszeit erst wieder mit einem Fehlschuss in Erscheinung (75.). Note 4
Justin Njinmah (bis 59.): Als Joker hat der Youngster schon überzeugt, nun durfte er erstmals von Beginn an ran. Dem Heimteam gelang es aber nicht, Njinmahs hohe Geschwindigkeit gewinnbringend auszuspielen. Der Angreifer selbst machte zudem kaum Bälle fest und gab in Zweikämpfen mitunter viel zu schnell auf. Als er dann doch aus dem Nichts traf, stand er knapp im Abseits. Note 4,5
Werder Bremen in Noten gegen TSG Hoffenheim: Joker Jens Stage und Rafael Borré sorgen für Belebung
Jens Stage (ab 59.): Brachte die benötigte Zusatzportion Körperlichkeit ins Bremer Mittelfeld und hatte einen nicht unwesentlichen Anteil daran, dass Werder am Ende noch einmal aufkam. Zur Belohnung traf er herrlich zum 2:2 (90.). Konnte Bülters Abschluss zum 2:3 nicht mehr blocken. Note 2
Rafael Borré (ab 59.): Hatte wesentlich ansehnlichere Szenen zu bieten als Vorgänger Njinmah und schnupperte sogar am Ausgleichstreffer (85.). Note 3
Christian Groß (ab 72.): Nominell Verteidiger, rückte aber mehrmals weit auf und schlug einige Flanken - wie bei der Vorlage zum späten Ausgleich. Note -
Nick Woltemade (ab 72.): Kam noch für die Schlussphase und sorgte für Belebung. Note –
Leonardo Bittencourt (ab 83.): Durfte nach drei Spielen Pause auch mal wieder für ein paar Minuten ran. Note -
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Weiter mit der Aufstellung des SV Werder Bremen:
Werder Bremen-Aufstellung gegen die TSG Hoffenheim: Naby Keita vor Startelf-Premiere!
Update (7. Oktober, 17.30 Uhr): Jetzt ist die Werder-Aufstellung da - Naby Keita, Nicolai Rapp und Justin Njinmah starten! Die ganze Startelf und alles Weitere zum Spiel lest Ihr im Live-Ticker zur Partie zwischen dem SV Werder Bremen und der TSG Hoffenheim.
Der SV Werder Bremen spielt am 7. Spieltag zu Hause gegen die TSG Hoffenheim. So könnte die Startelf-Aufstellung von Trainer Ole Werner aussehen.
Bremen – Vor dem Heimspiel des SV Werder Bremen gegen die TSG Hoffenheim (Samstag, 18.30 Uhr im DeichStube-Liveticker) bleibt die Abwehr die große Baustelle für Trainer Ole Werner: Gleich zwei Innenverteidiger fallen aus. Während Niklas Stark weiter wegen einer Adduktorenverletzung pausiert, plagen Amos Pieper muskuläre Probleme. Dazu wird auch der linke Schienenspieler Olivier Deman, der sich zuletzt in die Aufstellung gespielt hatte, krankheitsbedingt fehlen. Dafür ist Marco Friedl wieder fit - und Naby Keita steht vor seinem Startelf-Debüt.
Werder Bremen-Aufstellung gegen TSG Hoffenheim: Abwehr-Sorgen, aber Marco Friedl kehrt in Startelf zurück
Das rund 45-minütige Abschlusstraining des SV Werder Bremen am Freitagvormittag war gerade erst zur Hälfte absolviert, da tauschte sich Kapitän Marco Friedl am Rande des Geschehens plötzlich intensiver mit Mannschaftsarzt Dr. Georg Tsironis aus. Sollte etwa die Bauchmuskelverletzung doch wieder Probleme bereiten? Nein, Friedl konnte die Einheit problemlos bis zum Schluss durchziehen. Nach zwei Spielen Pause gegen Köln und Darmstadt wird der Kapitän wohl in die Startelf-Aufstellung zurückkehren. Es fehlen aufgrund der Verletzungen von Pieper und Stark auch die Alternativen. Deshalb wird erneut Christian Groß im Zentrum der Dreierkette gebraucht - flankiert von Milos Veljkovic und Friedl. Auf der rechten Außenbahn ist Mitchell Weiser gesetzt, auf der anderen Seite dürfte Anthony Jung den erkrankten Deman ersetzen und damit seinen Stammplatz zurückbekommen.
Werder Bremen-Startelf-Aufstellung gegen TSG Hoffenheim: Topstar Naby Keita fühlt sich bereit für 90 Minuten
Auf der Sechserposition könnte Trainer Ole Werner für eine Überraschung sorgen und anstelle des in Darmstadt indisponierten Neuzugangs Senne Lynen gegen die TSG Hoffenheim erstmals seinen Star-Neuzugang Naby Keita in die Startelf berufen. Der Topstar des SV Werder Bremen hat seine schwere Adduktorenverletzung nicht nur überwunden, sondern sich nach zwei Kurzeinsätzen gegen Köln (2:1) und Darmstadt (2:4) endgültig fitgemeldet. „Ich konnte mich Schritt für Schritt rantasten und fühle mich nun bereit für 90 Minuten“, erklärte der 28-Jährige der „Bild“-Zeitung. Auf den Achterpositionen wird Werner wohl weiter auf das Duo Jens Stage und Romano Schmid in seiner Aufstellung setzen, obwohl vor allem Leonardo Bittencourt einen sehr engagierten Eindruck im Training hinterließ.
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In vorderster Front bleibt Marvin Ducksch absolut gesetzt. Neben ihm dürfte beim SV Werder erneut Last-Minute-Neuzugang Rafael Borré eine Startelf-Chance erhalten, obwohl er zuletzt in Darmstadt schon zur Pause in der Kabine bleiben musste. Dort hatte aber kaum ein Bremer überzeugt. (mwi)
